31 Oktober 2009

Ocean and Sports, die Trainingslager der Triathlonschule auf Lanzarote

Und wieder ist eine Ironmanweltmeisterschaft zu Ende gegangen, die an Spannung kaum zu überbieten war. Hohe Temperaturen machten vielen Athleten gerade bei der letzten Disziplin, dem Marathon, durch Krämpfe und Dehydration teilweise schwer zu schaffen. Die Sieger des Vorjahres Chrissie Wellington und Craig Alexander konnten ihre Leistungen bestätigen – im Fall von Chrissie sogar noch toppen.

Langsam endet nun auch für die Agegrouper, die bei diversen Hawaiipartys die Ereignisse am heimatlichen PC-Bildschirm verfolgt haben der traditionelle Ruhemonat und es heißt so langsam wieder zurück zu einem strukturiertem und geplantem Training zu finden, um vielleicht nächstes Jahr die erste Langdistanz zu bewältigen oder gar selbst in Kona am Start zu sein.

Zu solch einem geplantem Training gehört auch ein Rad- / Triathlontrainingslager im Frühjahr. Hier kann man bei angenehmen Temperaturen unter Gleichgesinnten die wichtigen Grundlagenkilometer auf dem Rad sammeln, an der Kraftausdauer feilen und (für die Einsteiger in dieser Sportart) vieles dazulernen und wertvolle Tipps bekommen. Daniel Kezele bietet seit Jahren mit seiner Triathlonschule auf Lanzarote eine hervorragende Möglichkeit dies zu tun an. Der ehemalige Triathlonprofi und Diplomsportwissenschaftler lebt seit 7 Jahren auf Lanzarote und veranstaltet dort seine beliebten Trainingslager.

Die Kanareninsel Lanzarote mit ihrem ganzjährig mildem Klima, atemberaubender Vulkanlandschaft, schroffen Küsten und jährlich besser werdendem Asphalt ist für diesen Zweck wie geschaffen. Daniel legt großen Wert auf eine individuelle Betreuung der Athleten und so bleiben die Teilnehmerzahlen der Camps überschaubar.

Das Training ist in diesen ein oder zwei Wochen des Trainingslagers nach einem sportwissenschaftlich fundiertem Trainingplan abgestimmt, d.h. nach 2 bis 4 Tagen Blockbelastung folgt ein Entlastungs- oder Ruhetag - außerdem werden die Umfänge und Intensitäten allmählich gesteigert, Techniktraining ist ein täglicher Begleiter.

Eine Radausfahrt nach Fuerteventura bereichert den Trainingsalltag und gibt Möglichkeit zur Königsetappe von bis zu 200km. Dazu wird das Trainingslager je nach Camp mit Multiwechseltraining, Bergzeitfahren, Trainingswettkämpfen über die olympische oder Halbdistanz auf der original Ironmanstrecke sowie auch durch Einzelzeitfahren bereichert. Eine andere sehr beliebte Königsetappe ist die Radstrecke des Ironman Lanzarote mit 2500 Höhenmetern, die in keinem Camp fehlen darf. Natürlich besteht für Athleten, die sich dafür noch nicht fit genug fühlen auch die Möglichkeit zu einer verkürzten Version.

Morgens ab 7:00 Uhr besteht die Möglichkeit im hoteleigenen 25m Schwimmbad unter sachkundiger Anleitung bis zu 2 Stunden an der Schwimmtechnik zu feilen, bevor es dann an das reichhaltige Frühstücksbuffet des Hotels geht.

Nach kurzer Pause beginnt dann der eigentliche Schwerpunkt des Trainingslager, die Radausfahrten. In unterschiedlichen Leistungsniveaus fahren die Radgruppen mit maximal 10 Teilnehmern unter der ortskundigen Führung der Radguides der Triathlonschule über die schönsten Orte der Insel. Einsteiger sind vor allem im Classic Camp 2 willkommen!

Im Anschluss an die Radausfahrten gibt es verschiedene Optionen, den Tag weiter zu nutzen: neben Ausruhen am Pool, können die Teilnehmer an geführten Anschlussläufen teilnehmen, im Fitnessstudio an der geleiteten Rumpfstabilisation teilzunehmen oder nach eigenen Vorstellungen dort trainieren. Vielleicht darf es aber auch eine Massage oder ein Spaziergang am Strand sein.

Unter den Campteilnehmern befinden sich auch immer viele Aspiranten für den Ironman Lanzarote, zu welchem Triathlonschule auch eine Wettkampfreise anbietet. Nach dem sportlergerechten, ebenfalls reichhaltigem Abendbuffet gibt es triathlonspezifische Vorträge und Diskussionen in der Triathlonschulezentrale zu hören.

An Abenden vor den Ruhetagen geht Daniel mit seinen Gästen zum traditionellen „Bars abchecken“ nach Puerto del Carmen oder Arrecife – Spassfaktor: extrem hoch! An den Ruhetagen selbst besteht die Möglichkeit neben dem Freiwasserschwimmen in der wunderschönen Lagune von Costa Teguise auch Lanzarote´s kulturelle und landschaftliche Highlights bei Daniel´s Ausflügen kennen zu lernen.

Alles in allem also ein optimaler Einstieg in eine tolle Saison. Das Angebot könnt ihr euch unter Triathlonschule.de anschauen.

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Timex Ironman Sleek 150 Lap, die neueste Technologie gibt das Tempo vor

Pünktlich zum Beginn des Wintertrainings stellt Timex eine neue Uhr in der Ironman-Serie vor. Timex engagiert sich als Sponsor und Offizieller Zeitnehmer des ING New York City Marathons der New York Road Runners. Timex macht die Tempomacher vom ING Direct Pace Team mit der brandneuen Timex® Ironman® Sleek 150 Lap mit TapScreen™ Technologie noch schneller. Anbei der umfassende Pressetext, zu dem es bereits seit einigen Stunden ein kleines Gewinnspiel auf 3athlon.de gibt:

Am Sonntag, den 1. November 2009, fällt wieder der Startschuss zu einem der bedeutendsten Laufsportevents. Über 45.000 Sportler treten an, um über die Ziellinie im Central Park zu laufen und sich damit einen der größten Träume engagierter Langstreckenläufer zu erfüllen: das Finish des ING New York City Marathons zu erleben.

Mit am Start ist Timex als Sponsor, Offizieller Zeitnehmer und Ausstatter des für Tempo sorgenden ING Direct Pace Teams. Die Schlüsselrolle, beim Vorhaben für Geschwindigkeit zu sorgen und beste Zeiten für die Athleten zu erreichen, spielt dabei die neueste, innovative Technologie von Timex. Am Handgelenk aller 30 offiziellen Tempoläufer wird die Weltneuheit Timex® Ironman® Sleek 150-Lap mit TapScreen™ zum Einsatz kommen.


Das Trainings- und Leistungsinstrument optimiert die Laufperformance entscheidend durch die Vereinfachung der Handhabung und Zeitenkontrolle. Heberto Calves, Timex Vizepräsident Marketing, dazu: „Die Timex® Ironman® Sleek 150-Lap mit TapScreen™-Technologie erlaubt es den Athleten, weniger Zeit auf die Bedienung ihrer Uhr zu verschwenden und ermöglicht es ihnen, sich voll und ganz auf ihren Lauf zu fokussieren.“ Die innovative Technik ermöglicht dies: Die TapScreen™-Technologie protokolliert die Rundenzeiten. Zum Abrufen muss einfach ein Mal das Zifferblatt angetippt werden. Das Leistungsfeedback wird zudem durch die extra große Display-Anzeige und die Alarmtöne deutlicher und unmittelbarer wahrnehmbar – der Trainer am Handgelenk sagt an, was zu tun ist. Die hörbare Verfolgungsfunktion erzeugt einen Signalton, wenn Zielrunden erreicht werden. Bleibt der Athlet über oder unter den voreingestellten Zielwerten, wird er mit unterschiedlichen Tönen darauf aufmerksam gemacht.


Die Leistungskontrolle wird somit stark vereinfacht und verhindert einen Leistungsabfall durch überflüssige Interaktionen wie das Schauen auf das Handgelenk oder das Suchen nach erwünschten Informationen. Auch komplexe Routinen und Leistungsvorgaben werden durch drei programmierbare Trainingseinheiten automatisch und mühelos. Jede Einheit hat bis zu 16 bezeichnete Intervalle, die per TapScreen™-Technologie leicht abrufbar sind. Ganz im Sinne der unbedingten Konzentration auf den Lauf und die eigene Performance, übernehmen Alarme das Denken an notwendige Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme – so ist die Versorgung des Körpers gesichert und der Leistungsoutput wird ohne eigenes, kräfteraubendes Zutun weiter verbessert.
Mit diesen und mehr Funktionen gibt die Timex® Ironman® 150-Lap mit TapScreen™-Technologie immer das richtige Tempo vor – für mehr Spaß, Leistung und das beste Gefühl der Welt: das Finishen des ING New York City Marathon in persönlicher Bestzeit.

Über Timex Sportuhren
Gesunder Lebensstil, Fitness und Leistungsfähigkeit sind aus dem Bereich der kurzlebigen Trenderscheinungen entwachsen und etablierter Bestandteil einer wachsenden Zahl von Lebensentwürfen, Unternehmen und Freizeiteinrichtungen. Timex bietet mit Funktionsuhren für alle Bedürfnisse, Leistungslevels und modische Vorlieben, stets den passenden Trainingspartner. Timex produziert Sport-Instrumente zur Messung von Zeit, Geschwindigkeit, Distanz und Herzfrequenz. Mit dem großen und vielseitigen Sortiment an Zeit- und Herzfrequenzmessern, ausgestattet mit modernster Technik und nützlichen Funktionen, aber auch mit der Präsenz bei wichtigen Sportveranstaltungen, ist Timex schon längst eine feste Größe im Breiten- und Leistungssport.

Timex und der ING New York City Marathon
Beim ING New York City Marathon, ausgerichtet von den New York Road Runners, ist die Marke Timex mit diversen Aktionen und Serviceleistungen für die Veranstalter, Sportler und Zuschauer präsent. Alle drei Start- und Zieluhren, die Zwischenzeitmesser und die Uhren auf den Fahrzeugen, die die Läufer begleiten, sind Timex-Uhren. Auf der Gesundheits- und Fitnessmesse, die die Rennwoche begleitet, können die Uhren- und Fitnessprodukte von Timex näher betrachtet werden. Auch das Media Center, das eine Woche lang Heimat der internationalen Medien und ihrer Vertreter ist, wird von Timex präsentiert. Die 30 offiziell eingesetzten Tempomacher des ING Direct Pace Teams werden mit neuester Timex Technologie ausgestattet.
Die Partnerschaft setzt sich zum Ziel, in noch mehr Menschen Begeisterung und Leidenschaft für den Laufsport zu wecken, den Teilnehmern ein unvergleichliches Erlebnis zu bereiten und zusammen mit und für die Aktiven und Zuschauer eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen.

Zum Gewinnspiel auf 3athlon.de

Technische Angaben und Funktionen: Timex® Ironman® 150 Lap TapScreen™

TapScreen™-Technologie
Target Time Pacer
Rundenmanagement-System mit datiertem Trainingsprotokoll
Intervall-Timer mit Bezeichnung
Flüssigkeitsaufnahme-Alarme
100-Stunden-Chronograph
150-Runden-Speicher
199-Runden-Zähler
24-Stunden Countdown-Timer
Drei programmierbare Alarme
Zwei Zeitzoneneinstellungen
INDIGLO® Zifferblattbeleuchtung
mit Night-Mode® -Funktion
10 ATM Prüfdruck
Extra große Anzeige mit großen Ziffern
Atmungsaktives Design

UVP: 99,90 Euro

Bild: Timex, Text mit Material von Timex

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Active.com, eine kalifornische Erfolgsstory

Es ist eine dieser typisch amerikanischen Erfolgsgeschichten. Eine kleine Truppe junger Ausdauerenthusiasten hat eine smarte Idee und setzt sie zunächst bei sich in den vier Wänden um.
Im kalifornischen La Jolla, genauer gesagt in der Prospect Street steht die Wiege des mittlerweile gigantischen multimillionen US Dollar schweren Unternehmens Active,com, dass in den USA das Synonym für Online-Ticketing und Anmeldungen für Sportevents und vielerlei anderer Dinge geworden ist und von Ironman Fan Dave Alberga (CEO) geführt wird.

Die Zeiten der kleinen Truppe um die Gründer Mitch Thrower und Co. mit dem Service Racegate sind lange vorbei und manche der Gründer sind aus dem aktiven Geschäft ausgeschieden und halten kleinere Firmenanteile.

Active.com

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The Big Kahuna, der Erfinder des Wellenreitens Duke Kahanamoku

Duke Paoa Kahinu Mokoe Hulikohola Kahanamoku (* 24. August 1890 in Honolulu; † 22. Januar 1968), fka The Big Kahuna genannt, gilt allgemein als Begründer des modernen weltweiten Wellenreitens. Hatten die Missionare von Hawaii einst das Wellenreiten auf den Longboards (papa nui), die manchmal einem Spaziergang glichen als verdammenswerten Müßiggang verboten, wurde es Anfang des 20. Jahrhunderts durch Kahanamoku wiederentdeckt und weltweit populär gemacht. Sein Verdienst ist die weltweite Assoziation der hawaiianischen Inseln neben der Exotik mit dem Wassersport und Lifestsyle. Duke (Herzog) ist Kahanamokus Vorname, der auch mehrfacher Olympiasieger im Schwimmen. Bereits sein Vater wurde so getauft, zu Ehren von Prinz Alfred von Sachsen-Coburg-Gotha, dem Herzog von Edinburgh, der 1869 zur Zeit seiner Geburt Hawaii besucht hatte. Der Name Duke ging dann an den ältesten Sohn über.

Während seiner Jugend begann Kahanamoku ein Vorläufermodell der heutigen Surfbretter zu entwickeln und orientierte sich dabei an den seit Jahrhunderten bekannten hawaiischen Olo-Brettern. Das „papa nui“ genannte Brett bestand aus Holz des Koa-Baums, war 4,8 Meter lang und wog 52 Kilogramm. Das Brett besaß keine Finne, da diese noch nicht erfunden war.

Am 11. August 1911 nahm Kahanamoku an einem Schwimmwettkampf im Hafenbecken von Honolulu teil. Über 100 Yards (91,44 Meter) Freistil erreichte er dabei eine Zeit von 55,4 Sekunden, womit er den damaligen Rekord um 4,6 Sekunden unterbot. Er unterbot auch den Rekord über 220 yards (201,17 Meter) und egalisierte den Rekord über 50 yards (45,72 Meter). Doch die Amateur Athletic Union hegte Zweifel an diesen Zeiten und erkannte diese Leistungen erst viele Jahre später an.

Trotzdem qualifizierte sich Kahanamoku mühelos für die Olympischen Spiele 1912. In der Qualifikation schwamm er über 200 Meter Freistil neuen Weltrekord. In Stockholm wurde er dann Olympiasieger über 100 yards Freistil und gewann eine Silbermedaille mit der Staffel. Bei den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen gewann er über 100 yards Freistil die Goldmedaille vor seinem Landsmann Pua Kealoha; auch mit der Staffel war er siegreich. Bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris holte er über 100 yards die Silbermedaille, hinter Johnny Weissmuller und vor seinem Bruder Samuel Kahanamoku. Zwischen den Olympischen Spielen und nach seinem Rücktritt vom Spitzensport reiste Kahanamoku in viele Länder zu Schwimmvorführungen, insbesondere nach Australien und in die USA. Bei diesen Veranstaltungen stellte er auch das Surfen vor, das bis dahin nur auf Hawaii bekannt gewesen war.
Während seiner Aufenthalte in Südkalifornien wirkte Kahanamoku in zahlreichen Hollywood-Filmen mit. Dabei machte er Bekanntschaft mit Leuten, die mithalfen, die Popularität des Surfsports noch zu erhöhen. Duke Kahanamoku war der Erste, der sowohl in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports wie auch in die Surfing Hall of Fame aufgenommen wurde. Nach ihm wurden die Duke Kahanamoku Invitational Surfing Championships benannt. Von 1932 bis 1961 war er Sheriff von Honolulu. Aufgrund seiner Verdienste ist die ihm zu Ehren errichtete touristisch umlagerte Statue am Waikiki Beach oft mit Leis (Blumengirlanden) geschmückt.

Fotos: Wikipedia, Text mit Material von Wikipedia

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Ironman Regensburg knackt die 1.200er Marke

Die Premiere des Ironman Regensburg am 1. August 2010 liegt noch in weiter Ferne. Doch die Anmeldungen zeigen in den letzten Wochen einen klaren Trend in der Teilnehmerzahl. Mit Stichtag 31.10.2009, 08:00 Uhr wurden 1.259 Anmeldungen verzeichnet.
Für den Maintaler Ironman European Headquartes Geschäftsführer Kurt Denk sind schon jetzt die Erwartungen übertroffen. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir im ersten Jahr den Event mit mehr als 1.200 Personen füllen können" erklärt der Ausrichter der Ironman EM in Frankfurt am Main und des Ironman 70.3 Germany in Wiesbaden: Im Hinterkopf hatte Denk, der neben Kollege Kai Walter die Geschicke der  Ironman Rennen in Europa lenkt, sicherlich die frühzeitige Saisonplanung vieler ambitionierter Triathletinnen und Triathleten. Bei Bekanntgabe der Premierenveranstaltung war diese für viele Interessierte sicherlich schon abgeschlossen und Anmeldungen für eines der zahlreichen anderen Events in Europa oder Übersee waren getätigt.

Die zahlreichen Meldungen bestätigen, dass der Sport boomt. Noch sind keine Statistiken verfügbar, wie viele Neueinsteiger ohne Mitgliedschaften in Vereinen oder Fachverbänden auf der schnellen und abwechslungsreichen Strecke rund um Regenburg gemeldet haben...

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Trizophrenia Inside the Minds of a Triathlete von Jef Mallett

Da haben die Kollegen auf Slowtwitch wieder etwas ausgegraben, dass das Zeug zum Klassiker hat. Unter dem Motto "Das Leben ist besser, wenn man ein Triathlet ist" verschafft Autor Jef Mallett mit dem Comic "Trizophrenia: Inside the Minds of the Triathlete" viele vergnügliche Minuten während der dunklen Herbst- und Winterabende.

Der seit Urzeiten als Triathlet aktive Autor Mallett gibt den scharfsinnigen und spöttischen Blick frei auf die Obsessionen des Lifestyles Triathlon. Wer die von ihm geschaffene Figur "Frazz" mag, wird vor allem als Triathlet Trizophperie lieben.

Inhaltsangabe, Vorwort und Einleitung "Trizopheria" (PDF, 0,6 MB)
Trizophrenia-Blog
Interview mit Jef Mallett auf Slowtwitch.com

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Pater Damien Molokai und Kohala, Seligsprechung nach Aufoperung für die Leprakranken


Pater Damien (* 03.01.1840 – 15.04.1889) oder der Heilige von Molokai wurde von Papst Benedict XVI am 11.10.2009 im Petersdom heiliggesprochen, nachdem bereits 1995 Papst Johannes Paul II die Seligsprechung durchgeführt hatte. Sein Gedenktag in der Liturgie ist der 15. April. Unter dem bürgerlichen Namen Jef de Veuster geboren, setzte sich der Ordenspriester der Arnsteiner Patres

1863 wurde das siebte Kind einer Bauernfamilie nach anfänglicher Ausbildung an einer Handelsschule auf eigenen Wunsch in die römisch-katholische Missionsarbeit in die Mission auf die Sandwich-Inseln (den heutigen US-Bundesstaat Hawaii) entsandt. Dort empfing er schon zwei Monate später die Priesterweihe und wurde zunächst auf die Insel Hawaii, nach Puna und Kohala, direkt in die Region der Radstrecke des über hundert Jahre später stattfindenden Ironman Hawaii gesandt.

Pater Damian war für seine gute Konstitution bekannt und erbaute eine Reihe von Kapellen mit eigenen Händen. Auf eigene Bitte hin ließ er sich 1873 auf die Insel Molokai bringen, wo etwa 600 Leprakranke von der Gesellschaft ausgestoßen und ohne jede medizinische Betreuung lebten. Durch sein Wirken unter den Kranken erlangte Pater Damian große Bekanntheit und Verehrung als „Apostel der Leprakranken“. Schließlich infizierte er sich mit der damals tödlichen Krankheit. 1885 wurde sie diagnostiziert, vier Jahre später starb Pater Damian. Seine sterblichen Überreste wurde 1936 nach Belgien überführt und in einem Grabgewölbe des Klosters in Löwen beigesetzt, das heute zu einer Stätte der Verehrung geworden ist. Pater Damian ist seitdem der Schutzpatron der Leprakranken. Dieses Patronat wurde in den 1980ern von Aids-Selbsthilfeeinrichtungen inoffiziell übernommen, da Infizierte und Erkrankte teilweise ebenso wie Aussätzige behandelt wurden.

Foto: Wikimedia, Hawai'i State Archives in Honolulu (Hi), 1988 (ein Jahr vor dem Tod, des von der Lepra gezeichneten Paters)

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DAV Sektion Kona #2: Höhenrausch am Mauna Kea

Andrea ist ein Hawaii Rookie und als Unterstützer mit angereist, während Jochen aka Kona Joe zu den alteingesessenen und sehr erfahrenen Ironman Jongleuren gehört und auch schon länger auf Big Island Zeit verbracht hat. Grund genug im zweiten Teil des DAV Sektion Kona den zweiten großen Vulkan auf Big Island, den Mauna Kea in den Fokus zu rücken. Lest selbst, was das Tagebuch der beiden Klettermaxe zu bieten hat.

Die Nacht der Sterne 
Ich öffne das Faltblatt der Mauna Kea Visitor Station und die dort fett gedruckten Worte : „high-altitude sickness can lead to serious even life-threatening situations“ kreisen in meinem Kopf, verursachen große Aufregung und einen unruhigen Schlaf schon zwei Tage vor dem eigentlichen Aufstieg.  An diesem Abend bin ich froh nur ein stinknormaler motorisierter sterneguckender Touri zu sein. Übermorgen soll es losgehen auf den noch 1.300 Meter höher liegenden Gipfel des vulkanischen Berges.

Loses Geröll gepaart mit der Steilheit des Humuula-Trails werden Jo`s und meine Aufmerksamkeit sehr fordern. Ich atme tief durch und selbst auf den 2.900 Metern Höhe der Visitor Station dass mein Körper Zeit braucht sich an den geringen atmosphärischen Druck zu gewöhnen. Da kann einem das schnelle Drehen des Kopfes schon einmal das Gleichgewicht durcheinander würfeln.
Heute Abend steht aber alles im Zeichen der Sterne. Nach dem Genuss des Sonnenuntergangs der die gesamte Umgebung in ein tiefes Rot taucht, wirken die schillernden Sterne der Milky-Way zum Greifen nah. Die „sterneklare Nacht“ bekommt eine neue Bedeutung näher und ein Astronom hilft uns mit seinen Ausführungen die Landkarte des Himmels zu lesen. Spannung und Faszination nehmen wir mit auf den Heimweg. Aufregung und Vorfreude auf den Aufstieg sind groß.

Der Weg zum Mars
Jetzt geht es aber wirklich los 1.300 Höhenmeter Aufstieg und ebenso viele Abstieg warten auf uns. Ich habe schlecht geschlafen, Jo dagegen wie ein Stein. Die Angst vor der Höhenkrankheit hat eine Nachtwanderung aus meinem Schlaf gemacht. Jetzt gibt es kein zurück mehr. Über die abenteuerlich hügelige Saddle-Road fahren wir im friedlichen Morgensonnenlicht um acht Uhr hinauf zur Visitor-Station des Mauna Kea. Des größten Berges der Welt vom Meeresspiegel gemessen.

Eine Stunde Akklimatisation an die Höhe ist eingeplant. In dieser Zeit treffen wir die letzten Vorbereitungen. Die Registrierung und das Zurücklegen der symbolisch wichtigen Finisher-Shirts werden als erstes erledigt. Als wenn so ein fünfundzwanzigfacher Ironman noch nie ein Finisher-Shirt bekommen hätte. Während diese Finisher-Shirts noch nie getragen einstauben, hat das knallrote Gipfelhemd in Jo`s Augen einen wirklichen Kult-Charakter. Noch neun Liter Wasser ins Gepäck des Mannes und die gute Laune Müsli-Riegel und die Anti-Frost-Klamotten in den Rucksack der Frau und dann packen wir es an. So beginnen wir den Aufstieg um halb zehn und sind guten Mutes vor dem Sonnenuntergang um halb sechs wieder da zu sein.

Ab dem ersten Meter geht es immerzu bergauf und was zunächst noch ein breiter Gehweg ist wird später zu einem schmalen Trampelpfad. Anfangs noch gut zu erkennen, weil kleine Büsche, Kakteen und die naturgeschützten Silverswords den Weg säumen, ist der Humuula-Trail später kaum noch von seiner gleichfarbig steinigen Umgebung zu trennen.

Es geht in den ersten 2 Meilen so steil auf losem porösem Lava-Gestein bergauf, dass man das Gefühl bekommt mit zwei schritten voran gehend einen zurück zu rutschen. Die Konzentration richtet sich vollständig auf die Trittsicherheit, die Atmung, den Rhythmus des Gehens und das regelmäßige Trinken. Wach beobachten wir die Reaktionen unseres Körpers auf die Anstrengung in der Höhe. Gegenseitiges Stellen von Rechenaufgaben überprüft die geistige Wachheit, die Ergebnisse sind amüsant langsam und schlichtweg falsch. Während der ersten zwei Meilen ist eine schnelle laute Atmung bei uns beiden zu hören gepaart mit leichtem Kopfdruck, doch das wird danach überraschend immer besser. Gewöhnung scheint einzutreten und das fühlt sich gut an. Die Beobachtung der Umgebung wird möglich, aber was gibt es hier zu sehen????

Eine rötlich-braun gefärbte Marslandschaft. Kark und steinig ohne jegliches Gefühl von lebendiger Natur. Gesteinshügel und kleine vulkanische Krater in den Farben  rost-rot über verschiedenste Brauntöne bis zu einem tiefen schwarz leuchten in der Sonne. Es ist ein sonnig klarer Tag mit winzig kleinen tanzenden Wölkchen im Tal. Der Blick zurück lässt im Tal die grasgrüne Ebene der Saddle-Road erkennen mit der schwarzbraunen Silhouette des beinahe genauso hohen Mauna Loa im Hintergrund.

Im klaren Rhythmus mit regelmäßigem Trinken und einem Müsliriegel gegen den Hungerast geht es drei Stunden, mit Ausnahme von ständigen Pinkelpausen, flüssig voran. Wir passieren noch einen von Steinhügeln eingekreisten See, in dem das Auge jegliches Grün vermisst und treffen bei Meile 5 auf die Straße. Sie führt die letzte Meile der Wanderung zum Summit hinauf.

Große weiße Kuppeln der Observatorien erscheinen im Blickfeld. Sie bilden die größte Sternwarte der Welt. Die klare Luft, die gedämpfte Beleuchtung der Inselstädte und die Höhe des Berges, lassen so klare Sternbilder und Galaxien erkennen, dass es für einen jeden Astronomen eine Herausforderung ist, hier zu forschen. Zurück von den Sternen zum Tagesgeschehen: empfindlich kalt ist es  beim Knacken der viertausend Meter Marke geworden. Vier Grad Celsius haben Mütze Schal und Windjacken eingefordert. Unsere Stimmung ist aber alles andere als frostig. Froh über den festen Boden unter den Füßen und das nahende Ziel drehen wir ein kurzes Filmchen. Befinden, Stimmung, Gleichgewichtsfähigkeiten via Yoga-Übungen und Rundumblick werden, begleitet von geistreichen kurzatmigen Kommentaren, für die Nachwelt festgehalten. Im Nachhinein betrachtet war unser IQ zu diesem Zeitpunkt schon deutlich angeschlagen.

Den Gipfel schon im Blick als kleinen rötlichen Hügel abseits der Straße kam dann doch der schlechte-Laune-Zug zu mir angetuckert. Unterzuckerung und plötzlicher Kopfschmerz machten die letzten Meter zu einer Herausforderung. Ein Müsliriegel und kurzes Durchatmen lassen uns aber gemeinsam nach dreieinhalb Stunden den 4215m hohen Gipfel erklimmen. Typisch hawaiiianische hölzerne Opferaltare mit bunten Plumeria-Kränzen erinnern in dieser Karkheit an die blühenden Inselteile im Tal des Mauna Kea.

Wir haben es geschafft und mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen. Der wunderbar einzigartige Ausblick auf diese skurile Marslandschaft belohnt die Anstrengung. Mein Kopfschmerz ist besser, alles psychosomatisch, und Jo geht es super. Die Kälte, der eisige Wind und die erschwerte Atmung lassen uns nur kurz verweilen.

Der Weg zurück
Abwärts geht es dann wirklich ratz fatz über den gleichen Trail. Jo überkommt noch eine leichte Übelkeit während des Abstiegs, aber unser Tempo ist wahnsinnig. Halb trabend geht es abwärts getragen von der Freude und Erleichterung. Mit jedem Meter geht es körperlich besser. Die Beine werden dennoch müde und der tiefe Choco-Crossie-Untergrund, wie Jo das Lavasteingeröll getauft hat,  fordern noch einmal volle Konzentration. Die ersten Pflänzchen am Wegesrand und der Blick auf die Station kündigen schon nach zwei Stunden das Ankommen an.

Nach sechs Stunden und siebenundzwanzig Minuten (Timex-Triathletenzeitmessung ;-), müden Beinen, heißen Fußsohlen und einigen Symptomen der Höhenkrankheit hat die Zivilisation uns wieder. Anstatt einer gemütlichen Ankunft in einsamem Ambiente wird uns wieder bewusst, dass Big Island eine Touri-Insel ist. Acht Kleinbusse beladen mit Sushi- essenden Japanern belagern den Parkplatz der Visitor-Station. Sie werden in Schneeanzügen zum Sunset auf den Gipfel gekarrt. Als naturnahes Erlebnis wird dieses Event verkauft. Wir fühlen uns wie echte Helden. Die Belohnung sind kultige Finisher-Shirts des Mauna Kea, eine Instant-Suppe die abscheulich schmeckt und vor allem das Gefühl es geschafft zu haben. Zu Risiken und Spätfolgen fragt uns gerne unter: www.komatraining.com


Aloha
Andrea und Jochen

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Gewinnspiel, Timex Uhren zu gewinnen

Zum großen Finale des Kona-Blogs verlost 3athlon.de unter den registrierten Nutzern von 3athlon.info drei der brandaktuellen neuen Uhren, die beim New York Marathon zum Einsatz kommen. Es müssen lediglich 2 Fragen korrekt und zeitnah beantwortet werden. Die erste Uhr geht an die schnellsten richtigen Einsendungen, die beiden anderen Uhren werden unter allen Einsendungen verlost. Die Farben der Gewinneruhren können von der gezeigten Abb. abweichen.
Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen und die Gewinner werden zum Teilnahmeschluss am 08.11.2009, 22:00 Uhr ermittelt.
  • Frage 1: Wie heißen die neuen "Ironman"-Uhren?
  • Frage 2: Welche UVP gibt der Hersteller in Euro für diese Uhren an, die beim New York Marathon alle 30 Tempoläufer am Handgelenk tragen werden?
Sind die Gewinnerinnen und Gewinner übermittelt, stehen ab dem 09.11.2009 an dieser Stelle die Namen der glücklichen Neu-Eigentümer der Timex Ironman Sleek 150 Lap:
  • Ulf T. (erste richtige Einsendung)
  • Sandra K.
  • Markus L.
Im Frühjahr 2010, zur Markteinführung in Deutschland werden voraussichtlich erneut weitere Sleek 150er, diesmal von Timex Deutschland bei 3athlon.de in den Lostopf geworfen. Schon jetzt wünsche ich viel Spaß und Erfolg.

Bild: TIMEX

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Neu im Rennkalender, Ironman 70.3 Racine Triathlon

Racine (Wisconsin, USA) - Der früher unter dem Namen Racine Triathlon geführte Mitteldistanzklassiker über 1,9km Schwimmen, 90km Radfahren und 21km Laufen findet erstmalig unter der Flagge der Ironman 70.3 Weltserie am 18. Juli 2010 statt. Mit der jüngsten Addition ist die Weltserie auf 40 Events angewachsen, die in dem WM-Finale in Clearwater (Florida, November) gipfeln.

Anmeldungen sind für das Rennen und Ryan Richards ab dem 1. November 2010 online via www.ironmanracine.com möglich. Das Schwimmen findet am North Beach im kristallklaren Lake Michigan statt, bevor  es auf den welligen Radkurs rund um Racine County und den Halbamarathon in Richtung  Racine Zoo und den Küstenstreifen des Lake Michigans geht.

Ironmanracine.com

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30 Oktober 2009

RoadID, für den Notfall


"Was hat denn Craig Alexander da am Handgelenk und zeigt in die Kamera?" So oder so ähnliche lauteten die Mails. Hier die Auflösung. Das ist kein neues Charity-Armband, sondern RoadID. Auf dem kleinen Metallblättchen können nach dem Erwerb persönliche Adressdaten und Notfall-Kontakte inklusive Telefon und E-Mail angegeben werden. Mehr dazu unter RoadID.com.

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Eddie would go, die Geschichte des Edward Ryan Makua Hanai Aikau

Edward Ryan Makua Hanai Aikau (*Kahului, Hawaii, 04.05.1946 – 17.03.1978) war ein auf ganz Hawaii berühmter Surfer, der in stürmischer Nacht auf den Wellen des Pazifiks während einer Rettungsmission verschwand. Als der erste Rettungsschwimmer an der Bucht von Waimea (Oahu) überhaupt, rettete er viele Leben und wurde die erste sportliche Berühmtheit über Oahu hinaus. Eddie Aikau gewann viele Surfevents und Preise, wie die 1977 Duke Kahanamoku Invitational Surfing Championships.

1978 nahm Eddie als 31-Jähriger an einer historischen Reise der Polynesian Voyaging Society teil, die in einem nachgebauten Kanu die 4.000 Kilometer lange Route der Polynesier nachfolgend über 30 Tage auf See sein sollte. Bei der Nachzeichnung des Wegs von Hawaii nach Tahiti verließ das Ausleger-Kanu (Hokule) Hawaii am 16. März 1978, schlug jedoch auf der Reise früh leck und havarierte rund 19 Kilometer südlich der kleinen hawaiianischen Insel Molokai, die früher als Leprakolonie diente.

Der Marketingslogan "Eddie would go!" rührt aus einer mündlichen Respektbezeugung der Hawaiianer, als sich Eddie in jener Nacht, als die Not groß war bei stürmischer See mit seinem Surfboard ohne Kompass und Hilfsmittel auf den Weg zur nächstliegenden Insel Lanai machte. Tragischerweise wurden seine Bootskollegen später von der U.S. Küstenwache gerettet, während Eddie für immer verschollen blieb und selbst die größte durch Flugzeug gestützte Suche in der Geschichte Hawaiis ohne Ergebnis blieb. "Eddie" ist eine Vorbild für die noch immer auf Hawaii spürbare altruistische Lebenseinstellung.

Foto: Wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/File:Eddie_Aikau.jpg)

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29 Oktober 2009

Deutscher Alpenverein, Sektion Kona #1: "I against Mauna Loa - ha ich bin doch ein Ironman..."

Mauna Loa (Big Island, Hawaii) - Der Deutsche Alpenverein (DAV), Sektion Kona hat zugeschlagen und Wege abseits der ausgetretenen Touristenpfade an den Küsten betreten. Es folgt nun der Leidens- und Lebensbeichte von Ironman Hawaii Rookie Manfred "Manni" Scherer (TSG Kleinostheim 1908 e.V.) aus der Post-Rennwoche des Ironman Hawaii Triathlons:



Fünf Tage lag mein erster Start inklusive Finish beim wohl legendärsten aller Ironman Rennen nun zurück. Damit sich die lange Reise auch lohnt, bleibe ich natürlich noch länger hier auf Big Island und plane eine Tour auf den Vulkanriesen Mauna Loa. Dieser ist nach dem Mauna Kea der zweithöchste Berg hier auf der Insel. Im Vorfeld bin ich fast aufgeregter vor meiner Erstbesteigung als vorm Ironman. Da wusste ich schließlich was auf mich zukommt. Bei einer Dreitagestour über einen Trailpfad auf 4.000m Höhe wusste ich nur, was kommen kann durch Erzählungen.

Daumen raus
Via Hich Hiking gings also an einem Donnerstagmorgen um 8 Uhr los Richtung Volcanopark. Die ca. 150 km schaffte ich mit vier verschiedenen, allesamt sehr netten Locals, in doch recht ansehnlichen 4 Stunden. Zum Besteigen des Mauna Loas braucht man eine sogenannte Permit (Erlaubnis). Die gibt es bei den Rangern im Volcano Center. Nach einer ausgiebigen Unterweisung und den unzähligen Hinweisen auf die Gefahren einer solchen Tour gab es dann die benötigte Permit ohne Probleme mit einem großen "BUT".

But: "Don't walk in the dark - it`s very dangerous!!!"
Meine Planung, die auch so bei den Rangern hinterlegt war, sah so aus: Tag 1 Aufstieg auf die Red Hill Cabin in 3.000m Höhe  - Tag 2 dann auf den Gipfel in 4.039m Höhe - Tag 3 dann Abstieg über die Red Hill Cabin bis zum Volcano Center. Soviel zur Planung. Ausgangspunkt des Trails ist das Ende der Mauna Loa Road, an einem der auf Big Island öfters ausgeschilderten "Senic Views". Der befindet sich auf 2.000m Höhe. "You better find a friend who drives you there" gab mir der Ranger noch mit auf den Weg. Nach einem Blick auf die Karte wusste ich dann auch warum: Bis zu diesem Aussichtspunkt waren es von der Rangerstation 26km inklusive 800 Höhenmeter Fußmarsch. Natürlich fand ich keinen "Freund" und so kam ich nach Viereinhalb Stunden Fußmarsch und bei Dunkelheit am Ende der Road, dem Mauna Loa View, an. Mit dem Einsetzen der Dunkelheit wurde es auch gleich mal "saukalt".



Lager auf kargen Boden
Ich richtete also mein Lager für die erste Nacht auf Betonboden in einer offenen Raststelle ein. Da ich für vier Wochen inklusive Ironman Gepäck aus Deutschland mitgebracht hatte, war mein Equipment für diesen Trip aufs Nötigste beschränkt. So lag ich also auf einer BW-Unterlage aber immerhin in einem 130 Euro teuren neuen Schlafsack eingepackt bis über beide Ohren bei knapp über 0°C und versuchte ein wenig Schlaf zu finden. Um 6:00 Uhr weckte mich dann die Sonne und um 6:30 Uhr schälte ich mich aus dem Schlafsack. Hier gab's immerhin ein Plumsklo mit Klopapier. Mein T-Shirt und die Jacke waren leider vom Aufstieg noch komplett durchgeschwitzt. Und getrocknet ist des Nachts natürlich auch nix. Na ja ein trockenes Shirt hatte ich ja noch an und die Sonne schien ja auch strahlend vom Himmel.

Red Hill Cabin, Anu's weisen den Weg
Um 7:00 Uhr machte ich mich dann also auf, die Red Hill Cabin auf 3.000m zu erklimmen. Laut Roadmap vom Ranger brauchte man für die 12,1 km mit 1.000 Höhenmetern 4 - 6 Stunden. Ha, da ist wohl noch kein Ironman hoch dachte ich. Mit ca. 20 kg Gepäck ging's also rein in den Trail. Der erste Teil der Strecke war noch deutlich sichtbar als ausgetretener Pfad erkennbar.

Das änderte sich allerdings recht schnell und nun war die einzige Orientierung in den Lavafeldern die sogenannten "Anu`s" - kleine Felstürmchen weisen einem den Weg. Ich hielt mich also an die Gefahrenhinweise und ging nie weiter ohne den nächsten Lavahaufen im Auge zu haben. "Don`t get lost, nobody would find you" klang es in meinen Ohren, und nun wusste ich auch warum. Die Lava erstreckt sich kilometerweit und alles sieht gleich aus. Wenn man hier vom rechten Weg abkommt wird's happig.



So langsam bekam mich, nennen wir es einmal einen gewissen Respekt, vor meinem Vorhaben. Desto länger ich unterwegs war umso langsamer wurde ich. Die Füße schmerzten, mein Rucksack scheiterte beim Versuch mich umzubringen und ich sah immer wieder auf die Uhr, die erbarmungslos meinen Übermut bestrafte. Nach sage und schreibe 4 Stunden und 20 Minuten stand ich glücklich und überwältigt von den Eindrücken unterwegs endlich an der Red Hill Cabin auf 3.000 Meter Höhe. Ich "harter" Ironman war allerdings auch komplett am A.....



*******-Sternenhimmel a la Hawaii
Die Hütte ausgestattete mit 8 Stockbetten stand mir ganz allein zur Verfügung. Auch hier gab's ein Plumsklo und eine Regenwassertonne. Wasser ist das Wichtigste was man bei so einer Tour braucht und das gab's ausnahmslos hier. Nachdem ich meine schweißgetränkten Kleidungsstücke der Sonne zum Trocknen anvertraute gab's 'ne Suppe und ich machte mich mit der näheren Umgebung vertraut. In der Hoffnung noch Besuch zu bekommen, behielt ich die beiden Trails im Auge, den nach oben zur Summit Cabin und den von dem ich gekommen war. Es kam aber niemand mehr vorbei. Mitten in der Nacht, das heißt um 20:00 Uhr abends, bin ich dann noch mal, dick eingepackt, raus und habe mir das Firmament angeschaut. Mit Worten lässt sich das allerdings nicht im Geringsten beschreiben. Der Himmel erscheint scheinbar greifbar, alle Himmelskörper sind irgendwie grösser und die Milchstraße hat ihren Namen verdient. Fassungslos starre ich ewig in den Himmel.

Als ich dann den Hügel erklommen hatte der den Blick auf den Volcanopark preisgab, bekam ich den nächsten "Brandingmoment". Überall sah ich glühende Lava. Am Tage von hier aus lediglich als Rauchsäulen sichtbar, bot sich mir jetzt ein Schauspiel, das mir einmal mehr den Atem raubte. Selig ging ich dann irgendwann zurück in meine Cabin und versuchte Schlaf zu finden. War zunächst gar nicht so einfach denn hier war's still. Also richtig still: Nix. Ich mein gar nix. Wahnsinn.

Abstieg
Irgendwann schlief ich dann und mein Wecker klingelte pünktlich um 5:30 Uhr, schließlich wollte ich den Sonnenaufgang erleben. Der blieb mir dann allerdings leider verwehrt da Wolken und Nebel keinen Horizont erkennen ließen. So packte ich also langsam meinen Rucksack und machte mich bereit für den Abstieg. Da mein gesunder Menschenverstand noch funktionierte, hatte ich mich tags zuvor schon entschlossen mir den Gipfel für ein anderes Mal aufzuheben. Zurück schaffte ich die Strecke dann auch deutlich schneller. Zurück am Ausgangspunkt und nach zwei Tagen ohne eine Menschen gesehen zu haben, war ich stolz und schwer beeindruckt von meinem kleinen Trip auf den Mauna Loa.

Fazit:
Auch hier war ich sicherlich nicht das letzte Mal und beim nächsten Mal werde ich sicherlich besser vorbereitet solch ein Unternehmen angehen. Hang loose Sunnymanni...

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Anmeldung Vineman Ironman 70.3 ab dem 1. November 2010

Sonoma County (CAL, USA) - Die Anmeldung für den Vineman Ironman 70.3 2010 im kalifornischen Weinanbaugebiet rund um Sonoma öffnet am 1. November 2010.Neben 5 Profi-Slots für die WM im Ironman 70.3 Triathlon in Clearwater, Florida werden 45 Altersklassentickets für das Saisonfinale im November 2010 vergeben.

Vineman Ironman 70.3

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28 Oktober 2009

Standup Paddle (SUP), auf historischen Spuren

Der Montag nach der Awards Party stand ganz im Zeichen des Erholungs-Chill-Out-Sports. Von hawaiianischen Surflehrern eingeführt, verspricht das Stand-Up Paddling (Aufrecht stehend mit dem Stechpaddel ein Surfboard antreiben) ein tolles und spaßiges Training für Gleichgewichtssinn, diverse Muskelgruppen, uvm.
Wer also seinen kleinen Hangover auf die lustige Tour kurieren möchte, sollte montags nach dem Huggos- und Lulus-Stelldichein am Abend zuvor am Strand neben dem "Lua Ground" des "Kingkam" Hotels seine koordinativen Fähigkeiten - vielleicht auch als Duo auf einem Surfbrett unter Beweis stellen.

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27 Oktober 2009

Warum laufen Frauen schneller? Taktische Überlegungen zum Ironman Hawaii 2009

Bei Betrachtung des Ironman Hawaii 2009 und dem Vergleich zwischen dem Rennen der Frauen und Männer fällt auf, dass die Frauen einmal mehr ihre Laufzeiten steigern konnten – während die Männer verhältnismäßig langsam per pedes unterwegs waren.  Warum laufen – relativ betrachtet – die Frauen also schneller?

Die Lösung ist vielleicht einfach oder auch sehr komplex. Ich fokussiere mich auf einen Aspekt. Seit den Siegen von Normann Stadler und Faris Al-Sultan in den Jahren 2004 und 2005 in der Lavawüste von Big Island wurde allen Triathleten klar, dass man vielleicht doch den Ironman Hawaii als starker Schwimm-Biker oder Nur-Biker mit einem soliden Laufsplit für sich entscheiden kann. Stadler belegte diese These 2006 ein weiteres Mal mit seinem 2. Sieg nach bewährtem Muster – quasi mit Ansage.

In  der unmittelbaren Folge haben die starken Läufer allesamt einen neuerlichen Schwerpunkt auf das Radfahren gelegt und dabei vielleicht ein klein wenig Laufstärke eingebüßt und zusätzlich als wesentliches Momentum wird offensichtlich in den letzten Jahren auf Big Island wieder schneller und kraftintensiver mit dem Rad gefahren. Vor allem die erste Stunde gleicht eher einem Non-Drafting Kurztriathlon, als einer mehrstündigen Langzeitausdauerbelastung mit der Vermeidung von Belastungsspitzen. Fahren die Männer über ihre („Lauf“-) Verhältnisse? Ja, aber im Ziel entscheidet die kürzeste Zeit über den Sieg und nicht der schnellste Marathon oder Bike-Split.

Bei den Frauen scheint, neben dem allgemein verzeichneten Leistungssprung seit 2008, primär das Laufen m Fokus zu stehen. Einer Disziplin in dem sie neben dem Schwimmen noch eher an die Leistungen der Männer anknüpfen können. Mit dem Auftauchen einer kraftorientierten Athletin, die halbwegs laufen kann, könnte sich auch hier der Fokus verschieben.

Wenngleich durch Chrissie Wellington für die nächsten 2-3 Jahre eine Athletin dominant erscheint und es die Mitbewerberinnen schwer haben werden an einem guten Tag an der Britin vorbeizuziehen. Sie passt, wegen ihrer Laufstärke, nicht ganz in das oben skizzierte Raster. Die mehrfache Weltmeisterin trainiert anders, als die meisten Profi-Triathletinnen ausschließlich mit Männern ihre Einheiten auf dem Rad.

Daher ist weiterhin davon auszugehen, dass die Männer sich durch den Gruppendruck weiterhin auf dem Rad übernehmen und nur wenige mit halbwegs Radtalent ausgestattete Profis ausreichend Geduld zeigen werden, um mit einem Marathon deutlich unter 2:40 Stunden Kona zu gewinnen. Die Frauen hingegen werden weiter an den Bestzeiten im Marathon kratzen, bis die Top-Bikerin die T1 auf dem Pier in Kailua-Kona besteigt.

Bild: 3athlon.de (Normann Stadler auf dem Weg zu seinem 1. Hawaii Sieg im jahr 2004)
Bild: Ironman.com (Mirinda Carfrae legt einen Marathon par excellence auf den Alii Drive)

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Yvonne van Vlerken schwimmt nicht mehr alleine!

Die Niederländerin Yvonne Van Vlerken, immerhin Zweite des Ironman Hawaii 2008 schwimmt seit dem 18. Oktober nicht mehr alleine in der Bay von Kona. "Wir waren zu zweit in der Bucht, auf dem Weg zum Wendepunkt, als ich plötzlich einen großen Schatten gesehen habe" erklärt sie am Dienstagmorgen am Pier. Einen Tag später wurde auf Maui ein Surfer von einem Hai gebissen.

Der Schatten hat sich nach eigenen Recherchen als relativ harmloser grauer Riffhai entpuppt, der aber mit seiner stattlichen Größe von deutlich über 2 Metern für einen ordentlichen Adrenalinschub gesorgt hat. Van Vlerken hatte, ähnlich wie ihre Kontrahentin Sandra Wallenhorst am Renntag mit etlichen Problemen zu kämpfen, darunter auch technische mit einem unter zu viel Spannung stehenden hinteren Schaltzug, der das Schalten beeinträchtigt hat.

Foto: Albert Kok / Wikipedia

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26 Oktober 2009

Chris Lieto, vom Biker zum Läufer?

Ein 3:02:35er Marathon hört sich nicht sonderlich schnell an, ist es aber, wenn man zuvor einen 4:25:11er Bikesplit in die Lavawüste gehämmert und den unmittelbaren Mitbewerbern in der zweiten Disziplin über 10 Minute abgenommen hat.

Der Aufwärtstrend bei Chris Lieto war schon in den letzten beiden Jahren spürbar. 2009 scheint er endgültig den Bogen herausbekommen zu haben und dabei - ganz wichtig - den schmalen Grat zwischen austrainiert und überzockt nicht auf der falschen Seite heruntergerutscht zu sein. Obwohl extrem austrainiert und mit vergleichsweise in der Saison 2009 sehr dünnen Beinen ausgestattet, hat er trotz forciertem Lauftraining mit US-Laufstar Ryan Hall ausreichend Kraft für die zweite Disziplin konserviert. "Ich habe versucht meinen Körper optimal auf den Marathon vorzubereiten, ohne meine Stärke auf dem Rad zu verlieren. Ich bin froh, dass das so weit ganz gut geklappt hat."

Was kann man von Lieto 2010 erwarten? Eine Gazelle wird er nicht, aber vielleicht kommt er auf einen 2:55-2:58er Marathon hinunter und wäre damit eine Gefahr für jeden Podiumskandidaten: "Noch fehlen mir einige Minuten" fasst der US-Boy zusammen und befindet sich da mit dem Norminator beinahe auf Augenhöhe. Der Unterschied? Zwei Siege in Kona...

Bild (c) Ironman.com

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Ironman 70.3 UK nach vier Stunden fast ausgebucht

Exmoor (GBR) - Ironman Triathlon boomt und wer Beweise sucht findet sie in den Buchungszeiträumen des Ironman 70.3 UK im englischen Exmoor. Bereits nach 4 Stunden waren über die Hälfte aller Plätze vergeben, nach 24 Stunden über 1.000 der rund 1.200 Startmöglichkeiten auf einem der anspruchsvollsten Kurse der Weltserie. England, als Insel mit langer Zeitfahrtradition mausert sich zusehends zum Triathlon-Stern auf allen Distanzen und Disziplinen.

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25 Oktober 2009

XTERRA WM Maui, Spanier Eneko Llanos und Britin Julie Dibens mit Hattrick bei den Cross-Triathleten, Michi Weiss mit Bronze, Carina Wasle auf Rang 4

Makena Beach (Maui, Hawaii) - Der Spanier Eneko Llanos und Julie Dibens (GBR) haben die XTERRA Weltmeisterschaft auf der Hawaiiinsel Maui in 2:37:22 und 2:56:42 Stunden gewonnen. Nach 1,5 km Schwimmen, 32 km Radfahren mit dem Mountainbike und einem abschließendem Crosslauf über 11 Kilometer siegte der Spanier in einem Rennen mit vielen Positionswechseln vor dem Franzosen Nicolas Lebrun und dem Österreicher Michi Weiss. Dibens kontrollierte die Konkurrenz von Beginn an und verwies die Schottin Lesley Paterson und Melanie McQuaid (USA) auf die Plätze.

Dibens locker zum Hattrick
Souverän gestaltete Julie Dibens das Frauenrennen und führte schon nach dem zweiten Disziplin nahezu uneinholbar vor McQuaid und Landsfrau Shonny Vanlandingham. Als Runnerup des Tages erwies sich Paterson, auf dem Weg zu einer souveränen Silbermedaille, die sie knapp McQuaid abnahm. Das beste Ergebnis aus dem deutschsprachigem Raum fuhr Carinna Wasle aus Österreich mit Rang 4 ein. Pech hatte hingegen die Schweizerin Renata Bucher, die nach dem Schwimmen aussichtsreich im Feld liegend mit zwei Plattfüßen fast liegengeblieben wäre und auf Ersatzmaterial aus dem Feld der männlichen Konkurrenten zurückgreifen musste, um auf einen sicherlich enttäuschen 13. Rang aller Frauen am Makena Beach einzulaufen.

Llanos macht das Double
Mitfavorit Llanos, als 14. beim Ironman Hawaii Triathlon 14 Tage zuvor unter den eigenen Erwartungen geblieben, bestieg mit engen Kontakt zu den Spitzenschwimmern das MTB, bevor es auf dem anspruchsvollen MTB-Kurs rund ging und Streckenrkrodhalter und Ex-Weltmeister Conrad Stoltz (RSA) mit dem Franzosen Franky Batelier mächtig Druck machte. Betalier, mit vier Saisonsiegen ebenfalls ein heißer Kandidat auf den Gesamtsieg riss einen phasenweise entfesselt fahrenden Llanos und den US-Amerikaner Josiah Middaugh ebenfalls mit sich, während sein Llanos' hochfavorisierter Landsmann Ruben Ruzafa bereits vor dem Startschuss wegen einer Sturzverletzung in der Rennvorwoche die Segel streichen musste.

Auf dem Weg zum vierten Sieg in der Doule-Wertung, bestehend aus der Ergebnisaddition von Ironman Hawaii und XTERRA WM Maui zeigte Llanos seine Klasse, als er sich schon nach 3,2 Laufkilometern an die Spitze des Gesamtfeldes setzte. Indessen schoben sich von hinten der Franzose Nicolas Lebrun und der sich Dopinganschuldigungen durch den ehemaligen Radprofi Bernhard Kohl ausgesetzt sehende Österreicher Michi Weiss. Schon einmal wurde der 25. des Ironman Hawaii 2009 wegen einer Schutzsperre aufgrund zu hoher Hämatokritwerte im 2007 und Kooperation mit dem Mediziner Andreas Zoubek auf, der selbst Doping durchgeführt haben soll. "Ich habe mich heute selbst überrascht. Hätte nie gedacht, so ein Rennen nach Kona zu haben! Das war denke ich die beste Antwort, die ich geben konnte. Ich bin 100% clean, und wäre gerne- zusätzlich zum RTP (Registered Testing Pool) in Österreich- in allen möglichen Kontrollsystemen. Es fühlte sich heute wie ein Vulkanausbruch an" erklärt Weiss nach dem Zieleinlauf gegenüber 3athlon.de. Nach dem besten Cross-Triathleten Weiss aus dem deutschsprachigem Raum kommt als bester Deutscher Felix Schumann al Siebter in Ziel und kann den zwischenzeitlich in den Top 5 fahrenden und als 10. Einlaufenden Nico Pfitzenmaier auf Platz 2 der Deutschlandwertung verdrängen. Sascha Wingenfeld wurde 24.

Ergebnisse
Bilder

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XTERRA WM Maui LIVE!

Wer noch etwas Zeit mitbringt und nicht mehr auf Hawaii weilt, kann sich die XTERRA WM im Cross-Triathlon LIVE! geben.



Video: XTERRA.TV

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Ironman 70.3 Longhorn Triathlon, Richie Cunningham und Joanna Zeiger siegen - Nicole Hofer aus der Schweiz mit Bronze

Austin (Texas, USA) - Keine Atempause nach den Weltmeisterschaften im Ironman Triathlon auf Hawaii zeigt sich in dem jüngsten Rennen der World Triathlon Corporation. Die Halbdistanz Ironman 70.3 Longhorn Triathlon über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen haben die amtierende Ironman 70.3 Weltmeisterin Joanne Zeiger (USA) in 4:14:53 Stunden und Richie Cunningham (AUS) in 3:48:55 Stunden gewonnen.

Die 39-Jährige überzeugte bereits im Schwimmen mit deutlich bester Zeit aller Frauen (23:47 Minuten), um den erzielten Vorsprung bis ins Ziel kontrolliert zu abzubauen und 2:21 Minuten zwischen sich und die Verfolgerinnen zu bringen. Silber sicherte sich nach schlechtem Schwimmen (32:06') Heather Jackson mit starker Rad- und Laufleistung vor U23-Athletin Nicole Hofer aus der Schweiz.

Bei den Männern hielt die Startliste alle Versprechen und zeigte ein bis zum Schluß spannendes Rennen. Nachdem der US-Amerikaner Brian Fleischmann nach dem Schwimmen (22:35') knapp vor dem späteren Sieger Cunningham (22:57') führte, drückte dieser wie auch der Australier Luke Bell auf der 90 km langen Radstrecke mächtig auf das Tempo, während von hinten der Italiener Massimo Cigana mit Radbestzeit (2:08:14) heranbrauste und sich seinem zwischenzeitlich auf Platz 4 etablierten Landsmann Alessandro Degasperi an die Fersen heftete. Im Ziel behielt der 36-jährige Cunningham durch den überraschend starken Radsplit mit 1:48 Minuten deutlich die Überhand, bevor Fleischmann (3:50:43) und Degasperi (3:51:51) das Podium vor Bell (3:51:51) und Cigana (3:52:28) besetzten.

Ergebnisse

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Andreas Raelert, in der Weltspitze etabliert

Andreas Raelert hat sich bei seinem Debut in Kona auf Anhieb in der Weltspitze des Langdistanz-Triathleten etabliert. Die Bronzemedaille beim ersten Rennen in Kailua-Kona hat die Stärken und Schwächen des Rostockers in einem Rennen voller Herzblut offenbart.

Nachdem der zweifache Top 12 Olympia-Finisher bei der Ironman EM in Frankfurt am Main noch um einen Platz am Podium vorbeigeschossen war, bereitete er sich konsequent auf das Projekt Kona 2009 vor. Im Rückspiegel betrachtet, standen die Zeichen in Frankfurt nicht auf 100 Prozent. Ein schwerer Eisenmangel und entsprechende Eisenkur unmittelbar vor und während seines Starts in Frankfurt am Main waren maßgeblich an seinem Magenrumoren mit der obligatorischen Toilettenpause beteiligt - die Leistung war ebenfalls noch nicht dort, wo sie viele Außenstehende erwartet hatten.

Diese Probleme wurden bis Kona endgültig behoben und Raelert folgte den Empfehlungen seiner Trainer und siedelte sich oberhalb von 600 Metern in den Honolua Bergen von Kona an, um in der Nacht besser schlafen zu können. Auf den Rennverlauf und den Einbruch beim Marathon angesprochen, entgegnete der analytische Rostocker: "Wenn man auf Hawaii gewinnen möchte, muss man etwas riskieren."

Viel Wahrheit liegt in diesem einem Satz. Mit einem konservativen Rennen, kann allenfalls eine dominante Athletin, wie Chrissie Wellington gewinnen. Doch auch sie entscheid sich für die aggressivere mit mehr Risiko behaftete Variante, um noch deutlicher zu gewinnen.

Raelert fühlte sich eingangs des Marathons gut und drückte - auch im Überschwang mit dem Titelverteidiger auf Schulter-, respektive Augenhöhe zu laufen - weiter auf das Tempo. 2009 musste er dafür noch bezahlen und hätte mit einer Renngestaltung in Bracht- oder Cam Brown-Manier vielleicht Silber gewonnen. Den Stier auf dem Weg zu Gold bei den Hörnern zu packen und mit Crowie anzulaufen und mitzuziehen verdient aber allen Respekt. Raelert bewegt sich damit auf traditionellen deutschen Pfaden...

Bild (c) Ironman.com

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24 Oktober 2009

Surfen auf Hawaii

Ich mag es zu surfen, auch wenn ich nicht gut bin. Ein schön zu lesender Bericht über Oahus North Shore Surf-Kultur und eine stimmige Momentaufnahme vom Surfen rund um Hale’iwa und der Mentalität an sich liefert der Artikel auf SpOn (Spiegel Online) von Dimitri Ladischensky. „Schere nie aus deiner Welle“ spricht von der Sicht der Welle der Hawaiianer ähnlich detailliert, wie die Inuit Ausdruckmöglichkeiten für Schnee haben. Lesen

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23 Oktober 2009

Ehre, wem Ehre gebührt, Christian Müller bester Agegrouper

Christian Müller führte die gute Tradition der Deutschen weiter, in dem er den Overall-Weltmeistertitel aller Altersklassenathleten bei den Ford Ironman World Championship gewann. Die Kollegen von Slowtwitch haben dem ehemaligen Radfahrer und Softwareentwickler mit 1:00:21 Schwimmsplit, 4:47:09 Radzeit und einem 3:08:11er Marathon im englischen Interview auf den Pelz gerückt.



Bild: Slowtwitch

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Der neue PowerBar Online-Shop, ab sofort die offizielle Adresse für Sporternährung

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Rapanui, kleiner kulinarischer Geheimtipp

Rapanui, ein klitzekleines Restaurant, gleich um die Ecke von einem der großen Banyan Trees am Alii Drive, "Tante's" Restaurant und "Scandinavian Shaved Ice" gelegen, ist in Fischsachen ein kleiner Geheimtipp. Rapanui liegt versteckt in dem kleinen Einkaufszentrum "Banyan Court". Dem von der neuseeländischen Familie O'Halloran geführten Betrieb (75 Alii Drive, Kailua-Kona, HI 96740; Tel: +1-808-329-0511) merkt man den ausgebildeten Koch und Eigentümer an. Der Name leitet sich von dem neuseeländischen Heimatort der Familie ab...

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Ohne Atempause, Longhorn Ironman 70.3 Austin

Die Ironman-Welt dreht sich weiter. Bereits 14 Tage nach der Ironman WM auf Big Island trifft beim Longhorn Ironman 70.3 Austin der Titelverteidiger Richie Cunningham (AUS) auf Zyemtsev (UKR), Sean Bechtel (CAN), Luke Bell (AUS), Fraser Cartmell (GBR), Massimo Cigana (ITA) und Landsmann Alessandro Degasperi.

Titelverteidigerin Lisa Bentley (CAN) verzichtet auf einen Start und hinterlässt den verwaisten Spitzenplatz vielleicht Foster Grant Ironman 70.3 Weltmeisterin Joanna Zeiger (USA), Kate Bevilaqua (AUS), Erika Csomor (HUN), Ali Fitch (AUS), Nina Kraft (GER), Tereza Macel (CZE) und Angela Naeth (CAN).

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Hurricane Neki zieht an Hawaii vorbei

Neki, der große Hurrikan wird die Inseln von Hawaii wohl in den nächsten 24-48 Stunden im Respektabstand von rund 500 bis 600 Meilen rechts liegen lassen. Trotzdem spürt man am Donnerstagabend eine sehr angenehme und starke Brise in Downtown Kailua-Kona und an den ganzen Westküste. In seinem Gefolge werden aber einige ordentliche Wellen, ideal zum Surfen erwartet.

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22 Oktober 2009

Papayas und Kokosnüsse

Da es am Mittwoch nach dem Schwimmen Thema am Lava Java war, greif ich meinen Tipp bezüglich des Farmer's Market erneut auf:

Wer sich in Kona mit heimischen Gemüse- und Obstsorten eindecken möchte und nicht in den großen Discountern oder entsetzlich teuren ABC-Stores zuschlagen möchte, sollte nicht nur sondern muss einen Besuch bei einem der heimischen Wochenmärkte planen. Die Qualität und der Geschmack sind fantastisch. Mehr Sonne haben auf der Welt kaum Früchte getankt...



In Kona direkt gegenüber dem Hale Halewai findet zwischen Donnerstag und Sonntag regelmäßig ein Markt statt. Hier kann man vor allem Papayas ab 5-7 Stück für einen US$ und organische Bananen erstehen. Frische Kokosnüsse gibt es natürlich auch und Litschis, Ananas, Drachenfrucht, etc...

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Virginia Berasategui Luna, spanischer Wirbelwind lernt Radfahren

Bisher war das spanische Leichtgewicht Virginia Berasatgui Luna bei ihren zwei Siegen beim Canarias Ironman Lanzarote bekannt für ihre Kletterfähigkeiten, die sie auch schon in Deutschland beim Ironman Germany 70.3 in Wiesbaden zeigen konnte.

Schon nach dem ersten Start in Kona wurden schnell die Schwächen der ehemaligen ITU-Triathletin erkannt und in den nächsten beiden Jahren in Angriff genommen:
Kraftausdauereinheiten auf flachem Gelände in Aeroposition wurden neben der beständigen Laufstärke zur wichtigen Waffe im Kampf um den Platz auf dem Podium.

Ein wenig Wehmut schwingt beim 3. Platz der Ironman WM 2009 dennoch bei der kleinen Baskin mit, schließlich hat sie "fest mit Platz 2 im Marathon gerechnet" und zeigte sich dann auch sehr überrascht, als der australische Roadrunner Mirinda Carfrae zum Schlußspurt ansetzte.

Bild (c) Ironman.com

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XTERRA Cross-Triathlon WM auf Maui, Europäer Favoriten für Gesamtsieg und das Double aus Ironman und XTERRA

Keine zwei Wochen nach den Ford Ironman Hawaii World Championship auf Big Island trifft sich auf der Nachbarinsel Maui eine kleine Schar von Ausdauerjunkies, die sich bei den nächsten Weltmeisterschaften einer privaten Rennserie messen wollen.

Die XTERRA World Championship küren über 1,5 Kilometer Schwimmen im Südpazifik, 30 Kilometer Mountainbike über zum Teil halbmetergroße und extrem scharfe Lavabrocken auf Privatgrundbesitz rund um den Haleakalá Vulkan und abschließende 11 Laufilometer über eben diese "Lavapiste" und gegen Ende der Tortur tiefen, rötlichen oder orange-gelben Flugsand die neuen Weltmeister im XTERRA Cross-Triathlon.

Bei den Frauen wird die britische Titelverteidigerin Julie Dibens voraussichtlich am härtesten von Renata Bucher aus der Schweiz gefordert. Die Favoriten bei den Herren sind schnell genannt: Titelverteidiger und MTB-Profi Rubén Ruzafa (ESP) trifft auf den in dieser Saison beständig gute fahrenden Franzosen Franky Batelier. Mit einem Fragezeichen muss Challenge Roth Überraschung Richard Ussher versehen werden. Der Kiwi mit Außenseiterchancen könnte allen Favoriten auf der Jagd nach dem Podium die ein oder andere lange Nase zeigen. Die deutschen Fahnen hoch halten Nico Pfitzenmaier, Felix Schumann und Sascha Wingenfeld.

Aus Österreich kommt gleich einer der beiden Top-Kandidaten für die Double-Wertung, bei der die beste Platzierung bei der Ironman- und XTERRA WM addiert wird: Michael Weiss überzeugte in Kona mit dem 25. Platz der Männer in 8:55:54 Stunden, sieht sich aber einmal mehr aktuellen Dopingvorwürfen durch den ehemaligen Radprofi Bernhard Kohl ausgesetzt. Die entsprechenden staatsanwaltlichen Unterlagen sind laut Kurier.at auf 7.000 Seiten angeschwollen. Im Jahr 2005 soll er Kunde bei der Wiener Blutbank Humanplasma gewesen sein, so meint sich zumindest Kohl erinnern zu können. Ebenfalls zu den Top-Favoriten auf das Double zu zählen, ist der Spanier Eneko Llanos. 2009 konnte der Silbermedaillengewinner beim Ironman 2008 nur den 14. Platz beim Ironman in Kona holen. Es bleibt spannend, wie er den Dämpfer verdaut hat und ob der dreifache Double-Champ nicht zu viele Körner auf dem Alii Drive gelassen hat. Noch vor Llanos und Weiss einlaufen könnte auch der Australier Luke McKenzie. Als 15. von Kona hält er sich auch noch alle Optionen für den Gesamtsieg offen.

Die Veranstalter sollten sich indessen erneut überlegen, ob sie nicht wieder zurück auf den traditionellen Termin, nur eine Woche nach der Ironman WM gehen. 14 Tage später sind nicht mehr allzu viele Ironman Athleten auf Hawaii und das überschaubare und familiäre Feld dünnt sich weiter aus. Nach der Hektik in Kailua-Kona sicherlich ein angenehmer Nebeneffekt.

Foto: Eneko Llanos ist Top-Favorit auf das Double (© Kai Baumgartner)

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Haiangriff auf Surfer, Testschwimmen für XTERRA WM fällt aus

Am Montag, wenige Tage vor der XTERRA WM auf Maui haben ein paar Haie das Trainingsschwimmen zahlreicher Cross-Triathleten beeinträchtigt. Offiziell ging erst einmal wenig bis gar nichts, da einige Strände an der Südküste Mauis gesperrt waren. Gottlob stehen auch die großen Gesellen eher auf Fisch und Schildkröte, denn auf Speedsuits und Mager-Trias. Der letzte richtig große Zwischenfall mit einem Säugetier liegt einige Jahre zurück.

Bei dem montäglichen Angriff am Kalama Bowls Beach Park (Ortsteil Kihei) wurde ein 54-jähriger Surfer nur 300 Meter vom Strand entfernt am Bein oberhalb des rechten Knies verletzt und ins Maui Memorial Medical Center gebracht. Bei der Spezies soll es sich um einen Sandhai gehandelt haben. Der Surfer war gegen 6:00 Uhr den verlockenden Wellen gefolgt und saß bei der Attacke auf seinem Board und ließ die Beine in den Pazifik baumeln, als der zwei bis zweieinhalb Meter lange Jäger zubiss. Mit diesem Angriff zeigt sich erneut, dass man die frühen Morgen- und Abendstunden für ungeschützte Aktivitäten im Ozean nur mit fachkundiger Anleitung ausüben sollte.

Beim bereits dritten Zwischenfall mit Menschen in diesem Jahr waren stets verschiedene Spezies involviert. Am 16. März wurde ein Open-Water Schwimmer von einem Zigarrenhai 16 Kilometer nordwestlich von Upolu Point auf Big Island gebissen. 6. August soll ein Tigerhai, ebenfalls auf Big Island, bei Kawa Kau bei einem "Testbiss" die Spitze eines Surfbretts abgerissen haben.

Foto: Dr Tony Ayling, Wikimedia

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21 Oktober 2009

Mirinda Carfrae, schneller als viele Männer

Was haben Chrissie Wellington und Mirinda Carfrae gemeinsam? Beide stehen für Rekorde. Während Wellington die Männer mit ihrer Gesamtleistung schockiert, überzeugte Carfrae als Kona Rookie mit einem bravourösen Marathon von 2:56:51 Stunden - Streckenrekord für die 42.000 und ein paar wenige Meter.

Für die kleine Australierin gerieten der Anstieg an der Palani Road und der Weg aus dem Natural Energy Lab zum Triumphmarsch. Mit einem Stakkato - wie aufgezogen - fegte die Ironman 70.3 Weltmeisterin von 2007 schneller als die meisten männlichen Kollegen die Anstiege hinauf.

Von 3athlon.de auf ihre Ziele in den nächsten zwei Jahren befragt entgegnete die Ironman-Debutantin selbstsicher und weitsichtig: "Ich möchte mich auf dem Bike verbessern, um näher an Chrissie und die anderen Girls heranzukommen. In Kona kann einem so leicht etwas dazwischenkommen." Die nächsten 2-3 Jahre werden zeigen, ob sie das Zeug zur Queen of Kona hat.

Bild (c) Ironman.com

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20 Oktober 2009

Chrissie Wellington, auf der Suche nach mehr

Wer in der Annahme ist, Chrissie Wellington als dreifache Weltmeisterin im Ford Ironman Triathlon unter die Rubrik Talent des Jahrzehnts ablegen zu können, wird der agilen Britin nicht gerecht. Sportlich gesehen hat sie im Ironman Triathlon eigentlich schon jetzt alles erreicht. Weltbestzeit auf der Langdistanz, Streckenbestzeit auf dem Kurs der WM auf Big Island, drei Siege in Folge.

Jetzt fehlen der vor der Kamera stets gut aufgelegten ehemaligen Entwicklungshelferin nur noch die offizielle Weltbestzeit auf einem Original Ironman Kurs - sofern darauf Wert gelegt wird - und noch der ein oder andere Sieg in Kailua-Kona. Ob tatsächlich etwas an den Gerüchten dran ist, den olympischen Spielen von London 2012 eine Chance gegeben zu wollen, wollte uns die ehemalige Europameisterin im Ironman bei einem Gespräch im Lava Java nicht offenbaren.

Offenbart hat uns die mediengewandte, in diesem Jahr austrainierter und noch dünner wirkende Triathletin aber schließlich dann doch etwas. Triathlon "hat mir in den letzten 2 bis 3 Jahren so viel gegeben. Ich möchte dies gerne irgendwann dem Sport zurückgeben." Schon jetzt spürt man den Drang nach mehr, den Wunsch als Botschafterin, vielleicht auch als Politikerin des Sports den Lifestyle und das Mission Statement für einen gesunden Lebensstil zu kommunizieren.
Wenn das Wunder aus den Bergen des Himalajas den Schritt schafft, authentisch zu bleiben scheint die Karriere schon zur Zeit als Aktive vorgezeichnet.

Wellingtons erschreckender 23 Platz in der Gesmatwertung führte im tendenziell gehässigen Smalltalk der "Post Post-Awards Party" im Huggos schon zur Empfehlung, dass alle männlichen Profis, die hinter Wellington im Gesamtklassement liegen im Folgejahr zwangsweise ins Amateurlager zurückwechseln sollten.

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19 Oktober 2009

Craig Alexander, mit Höhenluft, Understatement und Zielstrebigkeit zum Titel

"Ich wollte eine würdige Titelverteidigung zeigen und einen würdigen Titelverteidiger" erklärte Craig "Crowie" Alexander am Renntag. Dies ist dem zweifachen Gewinner des Ford Ironman Hawaii auch mehr als gelungen. Herausragend wird der zweite Sieg des Australiers, wenn man betrachtet wie wenigen anderen Triathleten die Titelverteidigung geglückt ist!

Das Bravourstück verlangte dem Aussie nach dem deutlichen Sieg von 2008 mehr ab, als er gedacht hatte. Hitze, ein brutales Tempo auf dem Rad und zu Beginn des Marathons zwangen den ehemaligen Ironman 70.3 Weltmeister zu einer taktischen Meisterleistung.

Ganz tief unten in der Senke am des Natural Energy Labs, als die Hitze und Müdigkeit kurz vor dem Maximum standen, setzte sich der Schulter an Schulter mit dem Deutschen Andreas Raelert laufende Champion durch einen Zwischenspurt ab. Durch die Kraftanstrengung verschaffte er sich einen ausreichend großen Vorsprung, um die letzten 400 Meter auf dem Alii Drive austrudeln und ausgiebig feiern zu können. Noch hat der familienorientierte Australier die ITU WM in der Heimat im Rennkalender stehen. 3athlon.de gegenüber zeigte er sich kurz vor seiner Abreise noch unschlüssig - Tendenz: DNS oder DNF.

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18 Oktober 2009

Umfrage und Gewinnspiel von GORE zur Verbesserung von Outdoorausrüstung

GORE als Entwickler hochwertiger Outdoor-Ausrüstungen möchte mit einer Umfrage mehr über die Bedürfnisse der aktiven Sportlerinnen und Sportler erfahren. Diese können sich aktiv an der Entwicklung zukünftiger Outdoorausrüstung beteiligen. Dazu ist eine Umfrage erstellt worden, für dessen Teilnehmerinnen und Teilnehmer einige Preise in Form von brandneuer Outfits GORE RUNNING WEAR (TM) und GORE BIKE WEAR (TM) Ausstattung winken...

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17 Oktober 2009

Flops, das ging dann wohl daneben

Die Ironman WM auf Big Island ist auch immer wieder die Momentaufnahme des Leidens. Manche Triathleten haben einfach diesen schlechten Tag oder zeigen nur eine durchschnittliche Leistung in einer Form, an der eigentlich alles stimmt aber die überdurchschnittliche Tagesform die Konkurrenz innehat. Oder man geht auf Risiko, setzt auf Sieg oder Podium und verliert dabei eben sehr viel. Hawaii kann man aber nicht ohne das Eingehen von Risiken gewinnen - so die einhellige Meinung aller Profis.

Es ist eigentlich unfair mit Timo Bracht in dieser Listung anzufangen. Er ist zweitbester Deutscher und hat sich einmal mehr in den Top 10 etabliert. Allerdings zeigt sich im Pazifik, was in Frankfurt noch duch den Neoprenanzug kompensiert werden kann, die relativ schlechte Schwimmleistung des Eberbacher Europameisters. Auf Big Island muss Bracht, der einmal mehr einen soliden Marathon in 2:56:27 zeigte, 1-3 Minuten schneller Schwimmen, um der kraftzehrenden Aufholjagd auf dem Bike zu entgehen und den ersehnten Sprung auf das Podium zu packen.


Diese Jagd blieb dem zweifachen Hawaii Champion Normann Stadler ebenfalls nicht erspart. Mit dem üblichen Rückstand nach 3,8 km Schwimmen, versuchte sich der Norminator in der Jagd auf die Spitze, wie seinerzeit 2004 und 2006 und in Ansätzen auch 2005 erfolgreich gezeigt - musste aber einmal mehr mit Krämpfen eine herbe Niederlage hinnehmen. Nach seinem starken Auftritt bei der Challenge Roth 2009 mit beachtlicher Solofahrt auf dem Rad sicherlich umso enttäuschender für den Ausnahmetriathleten. Als Ursache vermutet Stadler schon länger Probleme mit der Ernährung und der Mineralzuführung. "Es kommt einfach zu spät an" gibt sich der junge Familienvater ratlos, ob der Massen an Kohlenhydraten, die sein Körper während des Kraftakts auf dem Rad benötigt.


Enttäuscht sein dürften auch Stadlers Teamkollege Marino Vanhoenacker, der früh den Angriff auf dem Bike lancierte, um dann völlig hochzugehen und auch Eneko Llanos aus Spanien. Der Vorjahreszweite ist mit vergleichsweiser schwacher Radleistung und einem 3:05:03er Marathon aus den Top 10 herausgerutscht. Damit verliert er den Status sich nicht erneut über einen Ironman qualifizieren zu müssen. Ebenfalls etwas unglücklich agierte der Schweizer Ronnie Schildknecht. Nach einer Penalty wegen Blockings während eines Überholvorgangs kam der Dominator der Schweizer Rennen nicht mehr so richtig ins Rollen.

Die eigene Ansprüche an sich selbst und die Rennrealität müssen die Deutschen Jan Raphael, Markus Fachbach und Frank Vytrisal überdenken. Während Raphael die Ursachen im ungewohnten Umfangstraining und den damit einhergehenden Verlust der Intensitäts- und Laktattoleranz sieht, überlegt Vytrisal trotz finanziell guter Jahre zurück in seinen Beruf als Lehrer zurückzukehren. Vielleicht eine Weise Entscheidung, um dem Körper und Kopf eine Entlastung vom Renngeschehen zu geben.


Einen rabenschwarzen Tag erwischte die phasenweise den Ironman anführende Lucie Zelenkova, die sich anders als Teamkollegin Terza Macel nicht in den Top 5 etablierte. Sie ist, wie viele weitere Top 10 Anspirantinnen in der Hitzeschlacht auf Big Island gescheitert. Doch auch für alle "gescheiterten" Athleten gilt eine Weise sicherlich. Die Athletinnen und Athleten konnten in den Lavafeldern wieder viel über sich lernen und sind vielleicht schon für die Ausgabe 2010 für eben diese Herausforderung bei der Mutter aller Triathlons gewachsen.

Fotos: (c) Ironman.com

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16 Oktober 2009

Sonja Tajsich talks: Nachbetrachtungen zum Ironman Hawaii 2009

Nach dem Rennen war ich erst einmal am Boden zerstört. Gestern allerdings konnte ich mich bereits etwas darüber freuen es nur 17 Monate nach der Geburt meiner Tochter bis zur Nummer 14 der Ironmanwelt geschafft zu haben.

Nach dem schlechtesten Schwimmen meines Lebens musste ich erst einmal einen der tiefsten Punkte meiner Rennkarriere während eines Wettkampfs überkommen und habe es mit 5:14 Stunden doch noch geschafft einen vernünftigen Bikesplit abzuliefern. Dummerweise habe ich über meinen Schwimmkummer vergessen genug Salz einzunehmen und dann auf dem Rad auch noch Krämpfe bekommen. Der Marathon lief erst ganz gut, aber bei km 30 bekam ich plötzlich Bauchkrämpfe und musste langsamer machen.

In Anbetracht der Umstände bin ich im Nachhinein doch noch ganz zufrieden mit dem Rennen, speziell in dem Bewusstsein eine vernünftige Schwimmzeit alleine hätte mich an mein Ziel, die Top 10 zu erreichen gebracht. Vor allem freut es mich einmal mehr meine große Willenskraft bewiesen zu haben mit der ich mich aus diesem unendlich erscheinendem Tief nach dem Schwimmen gekämpft habe. Aller guten Dinge sind 3 und wir werden uns in Kona 2010 wieder sehen!

Meine Saison 2009 ist damit zu Ende gegangen und ich möchte mich an dieser Stelle bei Euch allen für die tolle Unterstützung und die entgegengebrachten Sympathien bedanken. Obwohl der für mich perfekte Abschluss mit dem Verfehlen der Top 10 auf Kona nicht stattgefunden hat, war es eine tolle Saison mit großen Erfolgen. Ich hoffe auch die von Euch in mich gesetzten Erwartungen erfüllt zu haben. Zuerst einmal werde ich jetzt meinem Körper eine Pause gönnen um all die Wehwehchen auszukurieren und die Energiespeicher wieder aufzuladen. Außerdem gibt es doch Einiges, das in den letzten Monaten der Hawaiivorbereitung liegen geblieben ist.

Mein nächstes großes Rennen wird IM South Africa im April sein. Die Planungen und Vorbereitungen für 2010 möchten wir bis Ende November abgeschlossen haben und werden Euch darüber auf dem Laufenden halten.

Aloha

Sonja

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15 Oktober 2009

Tops, die positiven Überraschungen des 2009 Ford Iroman Hawaii

Was ist überraschend? Ein Andreas Raelert, der auch als Rookie mit einem sechsten und einem zwölften Platz bei den olympischen Spielen als Mit-Favorit angereist war und sich minutiös auf den Schlacht auf dem Queen K Highway eingestimmt hat? Sicherlich nicht. Dann schon eher der Däne Rasmus Henning, der trotz gebrochener Hand, auf den anderen Lenker versetzten Schalthebeln und zusammengetapten Fingern ebenfalls als Rookie Platz 5 sicherte.

Zu den Überraschungen ist sicherlich der US-Amerikaner Chris Lieto zu zählen. Kontinuierlich und konsequent hat er in den letzten 3 Jahren an seiner Laufschwäche gearbeitet und dabei auch das Schwimmen im Auge behalten. Noch einmal einige Pfund leichter ist er angetreten, so dünn, dass ich ihn nicht mehr den gezeigten Radsplit von 4:25:11 Stunden zugetraut habe und hat einen noch respektablen 3:02:35er Marathon folgen lassen. Mit einer 3:00:00 wäre er vielleicht der neue Champion, wenngleich Craig Alexander die letzten 400 Meter das Bad in der Menge genossen hat und Zeit auf dem Alii Drive verschenkt wurde.

Als ebenfalls positive Überraschung werte ich persönlich den 10. Platz von Weltmeister Faris Al-Sultan, auch wenn er nun für die Vereinigten Arabischen Emirate gemeldet ist. Ich habe bis mindestens zum nächsten Europarennen im Sommer 2010 mit der Verzögerung eines kleinen Comebacks gerechnet. Auch mit 92% Leistungsvermögen ist Show, Ergebnis und Haltung alle Anerkennung wert! Wenn er und McCormack sich bei der nächsten Siegerehrung wieder die Hand geben, ist auch dort die Triathlonwelt wieder in Ordnung - muss er aber nicht.


Ebenfalls ein "Daumen hoch" verdient Maik Twelsiek, der sich 2009 zunehmend und dauerhaft aus dem Schatten von Normann Stadler und Marino Vanhoenacker gekämpft hat. Die Mutige Radfahrt schloss er mit einem 3:09:27er Marathon im Rahmen seiner Möglichkeiten ab. Schafft er es hier noch 5 bis 10 Minuten abzubauen, spielt er im Konzert der großen mit.





Die kleine Baskin Virginia Berasategui Luna ist den radsportverrückten Fußstapfen ihres Vaters gefolgt, der die spanische Flagge als erster Triathlet auf Big Island hochgehalten hat. Letztes Jahr deutete sie nach einer Umstellung ihres Trainings mit einem deutlich höheren Anteil an Flachetappen und Kraftausdauereinheiten in der Ebene ihr Talent als eines der Leichtgewichte an. Bronze ist mehr als verdient und sicherlich der größte Erfolg der spanischen Triathleten seit Eneko Llanos und Javier Gomez.

Laufraketen sieht man nach einem solidem Bike-Split immer gerne. Aussie Mirinda Carfrae hat allen Unkenrufen trotzend den Speed als Ironman 70.3 Weltmeisterin hervorragend in die Königsklasse transferiert. Wenn der Marathonrekord von 2:56:51 Stunden und Silber ein Omen sein soll könnte sie Landsmann Alexander vielleicht 2010 oder 2011 auf den Thron folgen.

Bilder (c) Ironman.com

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14 Oktober 2009

Hochzeitsglocken

Hawaii ist nicht nur das Ziel für Ironman Athleten, Surfer, Taucher und Kaffee-Liebhaber. Jedes Jahr nach dem Ironman läuten die Glocken für Altersklassenathleten und Profis an einem der schönen Strände, einem gepflegten Ressort auf oder unter Wasser. 2009 war für Kathrin Paetzold Schluss mit dem Weglaufen. Just married und Glückwunsch von meiner Seite an Braut und Bräutigam.

Hawaii ist einer der Bundesstaaten in den USA, der dem polynesischem Kulturkreis folgend die Heirat ab dem zarten Alter von 15 Jahren, zwischen Cousin und Cousine und - mit Einschränkungen - von gleichgeschlechtlichen Paaren zulässt. Für die Heirat ab 15 müssen beide Elternseiten das schriftliche Einverständnis abgeben.

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Sportlerwahl 2009 im Behindertensportverband

Ski-Ass Gerd Schönfelder und Radsportler Michael Teuber aus dem Gros des Powerbar Elite Teams sind für die Sportlerwahl 2009 des Behindertensportverbandes nominiert.Für beiden mehrmaligen Paralympicssieger, Weltmeister und Weltcupgewinner kann Online abgestimmt werden.

Foto: privat

Gewinner der Oakley Jawbone

Die Gewinner der "Oakley Jawbone Kona 2009 Ltd. Edition" sind ermittelt, die Brillen werden pünktlich zum Weihnachtsfest zugestellt und haben neben den dunklen Gläser auch orangene für schlechte, bewölkte oder regnerische Wetterbedingungen:
  • Maartjie T., Zwolle (NED)
  • Eluf P., Kolding (DEN)
Viel Spaß mit den exklusiven Kleinodien, die nur in einer Auflage von 80 Stück hergestellt wurden. Originale erkennt man daran, dass an den Gläserrändern "Kona 2009" steht.

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Besucheransturm auf 3athlon.de bricht alle Rekorde

Auch wenn wegen einer kleinen Auszeit - auch bedingt durch das Amt des Präsidenten im Hessischen Triathlon Verband und die damit verbundenen politischen Kompromisse - nicht die übliche mediale Berichterstattung aus dem Herzen des Sports erfolgte konnte ein überragender Besucheransturm verzeichnet werden.

Über 4.000 registrierte und eingeloggte User und über 11.500 Gäste versammelten sich am Renntag auf 3athlon.info. Diese 16.147 Benutzer bestätigten eine Ausnahmestellung im europäischen Raum, die sicherlich einmalig in der Triathlon Online-Medienlandschaft ist. 2010 - das ist versprochen - wird 3athlon.de und das Kona Blog wieder mehr in Wort und Bild gerockt und davor gibt es die ein oder andere Überraschung. Das ist versprochen!

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13 Oktober 2009

Neues aus dem Regelwerk-Dschungel oder Dinge, die ich gerne anders haben würde

Reißverschlüsse sollten, dem ITU-Dogma folgend, maximal 10cm auf der Brust lang sein dürfen oder noch besser gleich auf den Rücken verbannt werden. Compression Socks gehören alleine aus optischen Gründen verboten. Der Markt für die sexy Strumpfware wäre auch noch unter den Aspekten der Regeneration und des Thromboseschutzes bei Anreise vorhanden und man könnte endlich wieder medientaugliche Waderln sehen. Wenn man dann schon bei der Kleiderordnung ist, gleich die Armlinge, Halstücher, Handschuhe und diversen anderen Applikationen mit verbieten - braucht ein Ironman nicht, weil es ja kein Karneval für Warmduscher und Wärmflachennutzer ist.

Nicht mehr ganz dem Oberthema Kleiderordnung folgend könnte man auch den wirtschaftlich für die Industrie interessanten aber den sportlichen Wettbewerb verzerrenden Innovationstrieb der Schwimmanzughersteller eindämmen. Es sollte zumindest dem Regelwerk der FINA gefolgt werden. Schließlich haben, wie Weltmeister Craig Alexander (AUS) anführte, schlechte Schwimmer einen deutlichen Vorteil (a: Auftrieb, b: Kompression, c: Gewichtsverteilung, d: Aquadynamik), der dann nicht mehr mit anderen Innovationen im Sport zu vergleichen ist. Ein Aerolaufrad ändert nicht die Trettechnik und stützt alle Triathletinnen und Triathleten gleichermassen (bei gleichen Tempi). Ein Anzug macht aus einem durchschnittlichen Schwimmer mit passabler Wasserlage vielleicht sogar einen sehr guten Schwimmer. Ein sehr guter Schwimmer profitiert jedoch weniger von der Lageverbesserung, da er schon eine - nahezu - optimale - Lage hat.

Bild (c) Ironman.com

Neuordnung des Profifeldes

Die World Triathlon Corporation (WTC) wird nach der Neustruktur des Antidoping-Programms mit Zeichnung des WADA Codes und exklusivem Vertrag mit der WADA in einem nächsten Schritt die Felder der Profis ausdünnen und konsolidieren. Details wird die WTC sicherlich in den nächsten Wochen veröffentlichen.

Als Nebeneffekt wird neben einem bezahlbarem Programm gegen Doping die Qualität der Felder weiter ansteigen. Ganz nebenbei könnte ein Feld von 70-100 Triathleten mit Profi-Status zur Teilnahme bei der WM auf Hawaii dann auch von einem Ponton starten, um den Stress mit dem Wasserstart für alle Beteiligten geringer zu halten. Ironman Hawaii Weltmeister von 2005, Faris Al-Sultan sieht die Sache pragmatisch: "Die haben doch die Navy als Sponsor. Da sollen doch einfach mal die Pioniere ein Ponton aufziehen und die 90 Hanseln da runterspringen lassen."

Bild (c) Ironman.com

12 Oktober 2009

Mehr Geschwindigkeit in die Rennen...

Die Ford Ironman World Championship haben einen Faktor mehr als deutlich gezeigt. Immer mehr Triathleten aus den Serien über die Kursstrecke werden sehr erfolgreich den Sprung auf die Ironman und Ironman 70.3 Distanz schaffen.

Alleine in diesem Jahr haben drei männliche Rookies und ein weiblicher Rookie ihre Fähigkeiten angedeutet. Mirinda Carfrae (AUS) kommt mit Marathonrekord auf den Silberplatz, Andreas Raelert (GER) steht dem Projekt Ironman WM mit der Bronzemedaille kaum nach. Rasmus Henning (DEN) behauptet sich trotz Handbruch mit Platz 5, Dirk Bockel (LUX) folgt nur 2 Positionen später. Spannend bleibt es, wenn im Jahr 2 oder 3 nach dem Wechsel von der ITU-Serie zum Ironman das Fazit gezogen wird. Denn schon oft zehrten die Quereinsteiger von den Unterdistanzen 1 bis 2 Jahre von ihrem Geschwindigkeitsvermögen, bevor es systematisch durch überhohe Umfangseinheiten und begleitende Verletzungen gänzlich verloren ging. Ich bin aber überzeugt, dass die Athleten der Generation Bockel-Henning-Raelert diese bisher oft gesehenen Fehler vermeiden werden und Ihnen die Optionen für einen Sieg in den nächsten 2-3 Jahren offen stehen.

Bild (c) Ironman.com

10 Oktober 2009

Finishline mit Gänsehaut

Selten war die Finishline mit so viel Spannung versehen. Ich konnte den Zieleinlauf von Reinhold Humbold bei seinem mittlerweile nun dritten Altersklassenrekord (10:27:28, M60-64) hautnah miterleben. An der Finishline auf dem Alii Drive war dann endgültig die Hölle los, als ein Casting-Kandidat Matt Hoover der TV-Show "The Biggest Loser" nur um Minuten an der Cut-Off Zeit von 17:00 Stunden scheiterte. Hut ab aber trotzdem, weil er das Projekt Ironman erfolgreich und sichtlich fit überstanden hat.

Für viele Besucher der letzten Minuten sichtlich ergreifend wurde der Gesang der Hawaiianerin Ante, die den offiziellen Zielschluss melodisch verkündete und dabei nicht nur Chrissie Wellington zu Tränen rührte. Bernhard vorn Powerbar war an diesem Abend trotz Seeigelstacheln im Fuß endgültig von seinem Kurztrip überzeugt und dürfte wieder Blut geleckt haben.

Bild (c) Ironman.com

Die offiziellen Ergebnisse der 2009 Ford Ironman World Championship

Nach der DQ der Australierin Rebekah Keat sind nach den inoffiziellen die offiziellen Ergebnisse als PDF auf Ironman.com verfügbar. Die Deutschen können mit einmal mehr - auch mit Leihgabe aus Luxemburg (Bockel) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (Al-Sultan) - überzeugen, wenngleich die absolute Top-Platzierung ausbleibt: 6. Timo Bracht (GER), Dirk Bockel (LUX), 8. Sandra Wallenhorst (GER) und 10. Faris Al-Sultan (GER).

2009 Ford Ironman World Championship, Chrissie Wellington schafft den Hattrick

Chrissie Wellington (GBR) hat die 2009 Ford Ironman World Championship in 8:54:02 Stunden zum dritten Mal hintereinander gewonnen und damit den Hattrick geschafft und zugleich den 17 Jahre alten Rekord von Paula Newby-Fraser unterboten. Dieses Kunststück gelang seit dem ersten Ironman Hawaii im Jahr 1978 nur Paula Newby-Fraser und Natascha Badmann. Bei ihrem souveränen Sieg mit Ankündigung nach 3,8 km Schwimmen in der Bucht von Kona, 180 km Radfahren entlang der Kohala Berge und 42,195 km Laufen in den Lavafeldern Big Islands konzentrierte sich Wellington auf ihre Radstärke und suchte früh die Vorentscheidung, als sie die amtierende Ironman 70.3 Weltmeisterin Mirinda Carfrae (AUS, 9:13:59) und Virginia Berasategui Luna (ESP, 9:15:28) auf das Podium führte.

Wellington entstieg nach 54:31 Minuten und damit rund dreieinhalb Minuten dem Pazifik an achter Stelle, um schnell auf die Führenden Lucie Zelenkova (CZE), Leanda Cve (CAN) und Tereza Macel (CZE) aufzuschließen. Schon nach etwa der Hälfte der Radstrecke etablierte sich Berasategui (ESP) in den Top 5, während an der Spitze Wellington ihren Führung auf zwischenzeitlich auf 11:06 Minuten ausbaute. Der nachfolgende stets kontrollierte Marathon von 3:03:06 Stunden brachte ihr einen Vorsprung im Ziel von 19:57 Minuten. "Es war ein fantastischer Tag. Ich habe es nicht erwartet so deutlich zu gewinnen. Ich wollte schon auf dem Rad die Vorentscheidung und habe darum früh hart gedrückt. Dieses Jahr war es hart, weil es keine schützende Wolkendecke gab und es sehr heiß war. Ich bin überglücklich" fasste die dreifache Weltmeisterin im Ziel in Kailua-Kona aus. Zwischenzeitlich löste sich Berasategui Luna Teraza Macel auf dem 2. Platz ab, musste aber selbst Carfrae (AUS) den Vortritt lassen.

Beste Deutsche wurde Sandra Wallenhorst aus Hannover mit Platz 8. Ein Radunfall in der Vorwoche, eine verlorene Armauflage und eine kleiner Infekt verhinderten ein besseres Abschneiden der Bronzemedaillengewinnerin des Vorjahres.

Bild (c) Ironman.com

2009 Ford Ironman World Championship, Craig Alexander gelingt Titelverteidigung

Über das Rennen ist viel geschrieben worden, daher folgt nur eine kurze Zusammenfassung, die in den nächsten Tagen um dieverse Kommentare ergänzt wird.

Craig Alexander (AUS) hat die 2009 Ford Ironman World Championship in 8:20:21 Stunden gewonnen. Nach 3,8 km Schwimmen in der Bucht von Kona, 180 km Radfahren entlang der Kohala Berge und 42,195 km Laufen in den Lavafeldern Big Islands reiht sich der 37-jährige Triathlonprofi aus Cronulla in die exklusive Reihe illustrer Namen wie Dave Scott, Mark Allen und Tim DeBoom ein, die jeweils ihre Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen konnten. Die Silbermedaille sicherte sich Chris Lieto (USA, 8:22:56) vor Debutant Andreas Raelert (GER, 8:24:32).

Alexander entstieg nach 50:57 Minuten der Kailua Bay in der ersten großen Verfolgergruppe hinter den Führenden John Flanagan und Andy Potts aus den USA und den Verfolgerduo Pete Jacobs (AUS) und Philip Graves (GBR). "Crowie" behielt auf dem Rad mit 12:13 Minuten Rückstand an 10. Position liegend stets Kontakt zum das Rennen auf dem Rückweg vom Wendepunkt in Hawi anführenden Kalifornier Lieto. Auf Platz 2 und 3 auf den Marathon wechselnd, folgten Maik Twelsiek (GER) und Faris Al-Sultan (GER), bevor sich zwischenzeitlich Chris McCormack (AUS) bis auf einen Rang an die Führung heranschob. Im weiteren Rennverlauf zeigten Alexander und Raelert ein Laufduell der Extraklasse, als sie Kopf an Kopf über Alii Drive und Queen K Highway liefen und sich keinen Meter schenkten. Der ehemalige Ironman 70.3 Weltmeister aus Australien sollte im Natural Energy Lab bei Laufkilometer 27 durch eine Tempoverschärfung für die Vorentscheidung in diesem Duell sorgen.

Nachdem der Weg zur Verfolgung von Lieto frei geworden war, wehrte sich dieser noch kurz, um mit 2:35 Minuten Rückstand das beste Ergebnis seines Karriere hinter Alexander zu erreichen. "Es war so heiß da draußen. Kona verlangt einem als Athlet immer wieder Alles ab. Andreas [Raelert] und Chris [Lieto] haben mich immer weiter getrieben. Es ist großartig vor diesem fantastischen Publikum und an diesem einzigartigen Ort seinen Titel verteidigen zu können" führte ein sichtlich bewegter Weltmeister aus.

Von den im Vorfeld hoch gehandelten Deutschen zeigte Timo Bracht mit Platz 6 hinter dem erstmalig startenden Rasmus Henning (DEN) und noch vor Dirk Bockel (LUX) das beste Ergebnis. Faris Al-Sultan (GER) meldete sich nach längerer Verletzungspause mit dem 10. Platz zurück.

Bild (c) Ironman.com

Ironmanlive auf Ironman.com ab 7.00 Uhr Lokalzeit

Die Ford Ironman World Championship werden ab 7:00 Uhr Lokalzeit auf Ironman.com übertragen. Neu in diesem Jahr ist auf ausdrücklichen Wunsch der europäischen Leserschar ein stärkerer Fokus auf das unmittelbare Renngeschehen mit vielen Bildern der Frauen- und Herrenspitze. Ergänzt wird die Live-Show um Einspieler, Interviews und den bewährten Experten-Tisch mit Host Greg Welch, Paula Newby-Fraser, Bob Babbitt, Paul Huddle und Co.:

Gewinne eine "Kona 2009 Oakley Jawbone Ltd. Edition"

Am Renntag bei den Ford Ironman World Championship in Kailua-Kona werden zwei exklusive Oakley Jawbone unter den registrierten Nutzern von 3athlon.de verlost. Sende 3athlon.de via PM im Forum auf www.3athlon.info die Siegerzeit bei den Männern und Frauen auf die Sekunde genau (hh:mm:ss) bis maximal eine Stunde vor dem jeweiligen Finish und gewinne die Oakley Jawbone in der Kona 2009 Ltd. Edition in den Farben orange-schwarz! Der Rechtswehg ist wie immer ausgeschlossen und die Gewinner werden am Folgetag ermittelt.

Oakley Jawbone Kona Edition

Brianne von Oakley, Oakley Botschafter Greg Welch und Surflegende Layne Beachley haben zusammen mit der Oakley Crew zur Vorstellung der neuen Oakley "Jawbone 2009 Kona Edition" mit zweigeteiltem orange-schwarzem Rahmen und vieler weiterer Modelle in das Oakley Haus am Alii Drive eingeladen.

Neben den optisch herausragenden Features zeichnen sich die neuen Oakleys durch individuelle Designmöglichkeiten und gewohnt schnellem Wechsel der Gläser aus.

Ebenfalls gezeigt wurden die neuen Oakley Brillen powered by Troy Lee Designs.

Brianne zeigt nur eine kleine Auswahl der Rahmen- und Farbmöglichkeiten.

Nach der Vorstellung wurden individuelle Jawbones von Greg Welch selbst zusammengestellt.

Brutale Bedingungen bei den 2009 Ford Ironman Hawaii World Championship?

Die Serie der letzten drei Jahre könnte Unterbrechung finden. Galt 2008, 2007 und auch 2006 das Gesetz, dass die Großwetterlage der Rennvorwoche keine Aussagekraft für das Wetter zu haben scheint, wird offensichtlich am 10. Oktober das Wetter der Rennwoche den Ton angeben. Damit könnten die Bedingungen eine Mischung der Rennen von 2004 und 2005 bieten. 2004 glänzte durch überdurchschnittlich intensiven Wind in Kombination mit moderater Hitze, 2005 stand ganz im Zeichen unbarmherziger Hitze mit einer grellgelben Sonne am blauen Himmel. Diese explosive Mischung aus Wind bis hinein nach Kailu-Kona auf den Alii Drive und Sonne pur ist die Basis des brutalen Cocktails, der für Samstag mit dem Startschuss um 6:45 Uhr angesetzt wurde.

Die vielen ehemaligen ITU-Athleten werden schon im Wasser durch ihre Geschwindigkeit Druck machen, auf dem Rad ist ebenfalls keine Gnade zu erwarten. Kona 2009 verspricht durch die Zusammensetzung der Felder legendär zu werden.

Die Top 10 der Ford Ironman Hawaii Triathlon World Championship 2009

Wie in jedem Jahr lehne ich mich wieder aus dem Fenster, um ohne Begründung die Top 10 aufzustellen. Natürlich spielen das Wetter und der Rennverlauf gleich zu Beginn eine wichtige Rolle.

Männer
1. Craig Alexander (AUS)
2. Andreas Raelert (GER)
3. Normann Stadler (GER)
4. Chris McCormack (AUS)
5. Rasmus Henning (DEN)
6. Eneko Llanos (ESP)
7. Timo Bracht (GER)
8. Andy Potts (USA)
9. Marino Vanhoenacker (BEL)
10. Ronnie Schildknecht (SUI)

Frauen
1. Chrissie Wellington (GBR)
2. Sandra Wallenhorst (GER)
3. Catriona Morrison (GBR)
4. Mirinda Carfrae (AUS)
5. Yvonne Van Vlerken (NED)
6. Michellie Jones (AUS)
7. Virginia Berasategui (ESP)
8. Samantha McGlone (CAN)
9. Bella Bayliss (GBR)
10. Rebekah Keat (AUS)

09 Oktober 2009

Sonja Tajsich talks: Underpants run und Pasta Party

Gestern haben der berühmt, berüchtigte Unterhosenlauf, die Pasta Party und das Pre-Race Meeting stattgefunden. An den ersten beiden Veranstaltungen habe ich teilgenommen, da ich mich kurz vor Rennen lieber in Ruhe mental vorbereite.
Beim Pre-Race Meeting haben sich alle Profis zum ersten Mal hier auf Kona getroffen. Es fand um 13 Uhr unter einem großen Zeltdach statt und dementsprechend waren die Temperaturen darunter ca. 35 Grad. Dir Offiziellen wollten uns wohl schon mal auf das Klima im Energy Lab vorbereiten... dort haben sie für Samstag 40 Grad vorausgesagt.
Alle Profis sahen sehr konzentriert aus und es wurden kaum Zwischenfragen gestellt. Chrissie war eine der wenigen - sie wollte wissen wie der Weg für den ersten Läufer freigehalten wird. Ich nehme an sie hat vor am Kursrekord zu rütteln..
Ebenfalls erwähnt wurde, dass sämtliche Baustellen auf der Radstrecke weg sind und sehr schnelle Radsplits erwartet werden. Abhängig allerdings vom Mumuku Wind, zu dessen erwarteter Stärke nur gesagt wurde: "Kann überall von 10-60 Meilen pro Stunde liegen!"

Heute morgen habe ich mein Rad fertig hergerichtet und bin dann noch mal 30 min testgefahren, um sicherzustellen alles ist i.O. Bike check-in ist heute zwischen 12 und 14 Uhr. Morgen werde ich um 4 Uhr aufstehen und um 6.45 Uhr wird das Schwimmen, durch einen Kanonenschuss, gestartet.

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Zwei Teams mit deutscher Führung, Abu Dhabi und Commerzbank

Der Teamgedanke ist im Triathlon nicht neu. Welche Argumente sprechen für und gegen die Zusammenführung von Kräften in einer Individualsportart, die von Außenstehenden oft als egozentrisch und extrem individualisiert wahrgenommen wird? Ein Blick auf zwei Teams und die Geschichte offenbart, dass Triathleten durchaus gesellige Zeitgenossen sind und neben den sozialen Argumenten aber auch ein gehöriges Maß an Pragmatismus für die Entscheidung eines Teams sprechen. Aktuell sind neben dem Timex Triathlon Team und Team TBB aus dem deutschsprachigen Raum das Commerzbank Triathlon Team und das Team Abu Dhabi Triathlon zu Marken gereift.

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Team Abu Dhabi Triathlon, Al-Sultan auf den Weg zurück in die Weltspitze

Faris Al-Sultan führt das neu gegründete Team Abu Dhabi Triathlon an. Grund genug für 3athlon.de, beim ersten großen Auftritt der „Wüstensöhne“ bei Teammanager und Teamgründer Faris Al-Sultan nachzuhaken aber auch ein wenig über Rennen zu sprechen.

3athlon.de: Mit welchem Engagement steht der Sponsor Abu Dhabi Tourism Authority hinter dem Team?
Werner Leitner (Teammanager): Der Sponsor hat gewisse Ziele, die er mit diesem Team verfolgt, wobei das Hauptziel ist, den Namen Abu Dhabi bekannter zu machen. Es gibt priorisierte Zielmärkte, davon ist Deutschland ein ganz wichtiger in Europa. Es gibt aber auch andere, deshalb suchen wir nach weiteren Athleten aus diesen Ländern. Auch Triathlon soll ins Land gebracht werden, nicht nur mit dem Team sondern auch in Richtung Schulen, Jugend etc.

3athlon.de: Was ist der elementare Unterschied zwischen dem Team Commerzbank und Team Abu Dhabi Triathlon?
Werner Leitner: Wir haben eine ganz andere Kultur, Faris ist Gründer und mit ihm ist ein Teil der Teamkultur festgelegt, sicher ist bei uns genauso sportlicher Erfolg wichtig, aber wir achten auch auf andere Dinge wie z. B. Teamgeist, dass sich die Teammitglieder verstehen und dass die Teammitglieder den Lifetyle des Triathlons verkörpern eine gewisse Freude am Sport vermitteln.

3athlon.de: Welche Herausforderungen waren am Anfang zu stemmen?
Werner Leitner: Ziel im ersten Jahr war es, Struktur anzureißen, erste Schritte sind gemacht, in manchen Dingen ist ein gewisser Lerneffekt dabei, z. B. was es braucht, um die Athleten optimal unterstützen zu können.

3athlon.de: Wie sind die technischen Aspekte des Kurses, worauf kommt es beim Schwimmen an, sollte man am besten eine bestimmte Route schwimmen?
Faris Al-Sultan: Naja, generell muss man sagen, dass das für die Jungs wichtiger ist, die ganz vorne sind. Mittlerweile ist das Schwimmniveau so hoch, dass ich voraussichtlich in einer größeren Verfolgergruppe stecken werde.

3athlon.de: Wie wichtig ist es, sich die Kräfte hier einzuteilen, zumal ein stürmischer Renntag prognostiziert wird?
Faris Al-Sultan: Natürlich ist es umso wichtiger nicht zu früh sein Pulver zu verschießen. Je härter die Bedingungen auf dem Rad sind, umso wichtiger ist der energetische Aspekt. Aber nach wie vor werde ich versuchen, möglichst flott anzufahren und so weit möglich die Verfolger abzuschütteln und die Schwimmspezialisten Flanagan, van Akkeren und Potts [Anm. d. Red. ergänzt um Bockel und Rasmussen] einzusammeln.

3athlon.de: Welche Zeiten sind beim Laufen hier möglich?
Faris Al-Sultan: Ich denke, sofern es wieder heiß wird und auf dem Rad schwer, sind Zeiten um 2:44 Stunden das Limit und auch diese nur von wenigen Athleten realisierbar. Nach wie vor gilt wer in der 70kg Klasse 300 Watt fährt und 2:50 Stunden läuft gewinnt das Rennen.

3athlon.de: Welche energetische Taktik wendest Du an und was ist hier im Vergleich zu anderen Rennen eher einfach, was eher schwierig?
Faris Al-Sultan: Generell gilt je heißer ein Wettkampf desto schwerer die Nahrungsaufnahme. Oft starten wir alle so euphorisch auf dem Rad, dass wir vergessen, rechtzeitig zu essen und zu trinken. Das kann spätestens auf dem Rückweg von Hawi verhängnisvoll sein!
Viel hängt von den äußeren Bedingungen die, da die Radstrecke an sich sehr einfach ist und auch das Schwimmen durch Salzwasser im Falle keines starken Seegangs relativ übersichtlich ist. Das schwerste bei einfachen äußeren Bedingungen ist die Laufstrecke. Wenn Hitze und starke Seitenwinde aufkommen zählt dieser Wettkampf natürlich schon von Beginn an zu den härtesten überhaupt.

3athlon.de: Wie ist Dein Maximal- und Minimalziel?
Faris Al-Sultan: Maximalziel wäre natürlich ein Sieg, aber dafür fehlen die physischen Voraussetzungen, das Minimalziel ist der 10. Platz.
Swen Sundberg: Mein Minimalziel ist eine Verbesserung zum letzten Rennen, wo ich 27. War. Jeder Platz der besser ist, den nehme ich. Die Chance, unter die TOP 20 zu kommen liegt bei 50:50.

3athlon.de: Wie siehst Du Deine Rolle im Team?
Faris Al-Sultan: Ich bin natürlich der Teamcaptain aufgrund von Erfolg und Erfahrung aber wir sind eine große Familie.

3athlon.de: Welche sportlichen Ziele hast Du noch?
Faris Al-Sultan: Nächstes Jahr wenn alle körperlichen Probleme vollständig beseitigt sind, werde ich versuchen, sowohl auf den Unterdistanzen als auch auf der Ironman-Distanz wieder Top-Niveau zu erreichen. Ein Zwischenziel wird eine neue Halbmarathonbestzeit in Ras Al Khaimah (VAE) sein. Auch meine persönliche Ironman-Bestzeit in Hawaii oder die Weltbestzeit in Roth wären natürlich interessante Angriffsziele.
Swen Sundberg: Einmal TOP 10 auf Hawaii und einmal ein großes Rennen gewinnen.

3athlon.de: Wie lief Deine Vorbereitung?
Faris Al-Sultan: Meine gesamte Vorbereitung litt unter orthopädischen Problemen, von denen ich glaube dass die Ursachen behoben sind, meine Stärken liegen lediglich in meiner Leidensfähigkeit, meiner Hitzetoleranz und meiner Erfahrung.
Swen Sundberg: Die Vorbereitung war durch Louisville sehr eingeschränkt, aber ich war sehr überrascht, wie schnell ich mich doch von den Rennen erholt habe und relativ bald mit Faris ins Training einsteigen konnte und da vor allem beim Schwimmen und Radfahren alle Einheiten mitmachen konnte.

Lediglich die langen Läufe musste ich reduzieren aber im Großen und Ganzen fühle ich mich eigentlich sehr gut vorbereitet.
(TWM, Kai Baumgartner, Bild: Dr. med. Andreas Kreutz)

Ironman.com mit mehr Bildmaterial

2009, so der aktuelle Planungsstand wird bei der Übertragung der WM im Ford Ironman Triathlon 2009 deutlich mehr Bilder vom Rennen zeigen. 3athlon.de hat das Feedback seiner Leser vorgetragen und sofern Signale zur Verfügung stehen soll mehr vom Rennen zu sehen sein.

Ducktape, und es geht doch!

Ich denke, dass ich den Dänen Rasmus Henning in meiner am Samstagmorgen deutscher Zeit erscheinenden Top 10 Renntipps doch etwas höher einstufen sollte. Beim gestrigen "lockeren" Schwimmen, zogen wie von einem Bogen abgeschossen Dirk Bockel und Rasmus Henning an mir vorbei. Henning hat für Kona seinen rechten Ringfinger und Kleinfinger aneinander getapt. Jetzt bleibt nur noch die Frage, wie er das mit dem Flaschengreifen machen will...

Nach der Wettkampfbesprechung zur Dopingkontrolle

Für die Profis aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hieß es in einer konzentrierten Kontrollaktion direkt im Anschluss an die Wettkampfbesprechung der Profis eine Dopingkontrolle über sich ergehen zu lassen. Unisono kommt das neue Abkommen der WTC mit der WADA jedoch sehr gut bei den europäischen und auch den meisten ausländischen Profis an, obwohl das ADAMs-System mit der Einpflege der Whereabouts eine zusätzliche Belastung für manchen Triathleten darstellen dürfte. Allerdings haben viele Verbände bereits eigene Kontrollsysteme etabliert und die meisten Triathlonverbände fördern auch gezielt die Kader auf der Langstrecke.

Stimmen von der Pressekonferenz

Der Pressekonferenz im King Kamehameha Beach Hotel mit dem Fokus auf Triathleten mit besonderen Herausforderungen, die auch in der geplanten NBC Übertragung Beachtung finden werden folgte die Konferenz der Profis, in der auch die Thematik der Speedsuits angesprochen wurde. Hier klang grundsätzlich der Tenor der Beibehaltung der innovativen Entwicklung an, lediglich Titelverteidiger Craig Alexander wünscht sich die Rückkehr zum Sport ohne die Schwimmtechnik veränderte technische Hilfen, wie sie Speedsuits mit ihren Auftrieb erzeugenden Materialien darstellen.

Chrissie Wellington (GBR): Ich liebe den Sport und ich liebe es an das Limit zu gehen. Ich weiß, dass dort in mir noch mehr steckt und ich möchte stärker werden. Ich möchte mit der am Renntag schnellstmöglichen Zeit den größtmöglichen Abstand zwischen mir und meine Konkurrentinnen legen. Niemand kann höhere Erwartungen an mich stellen, als ich mir selbst. Ich bin als Doppelweltmeisterin vorbereitet sehr tief, bis an meine Grenzen zu gehen.
Wenn dabei der Streckenrekord fällt ist das schön aber nicht mein Ziel. Paula Newby-Fraser, die den Rekord noch immer hält ist eine großartige Triathletin. Es wäre eine Ehre in ihre Fußstapfen zu treten.
In Roth war der Rekord sicher auch eine Folge der Umstände. Starke Konkurrenz, geschlossene Strecken haben zu dieser tollen Zeit geführt. Es hat so viele tolle Änderungen gegeben, etwa dass die WTC den WADA Antidoping Code gezeichnet hat.

Es wäre schön, wenn es mehr Rennen auf allen Distanzen geben würde. Von vielen Veranstaltern mit der Möglichkeit den Zugang einfacher zu machen, um eine Bewegung von unten auszulösen.

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08 Oktober 2009

Abnehmen nach Vytrisal

Profijahre sind oftmals keine Herrenjahre. Für Frank Vytrisal, den ehemaligen Berufschullehrer und Profi fielen die Entscheidung zum Profisport und Rückschläge eng zusammen. Zahlreiche kleiner Infekte verhinderten in der heißen Trainingsphase oder beim Tapering oftmals herausragende Leistungen, die er noch als Halb-Profi bringen konnte.

Nach neuerlichen Erkältungen im Rahmen des Ironman Frankfurt griff der Darmstädter auf erfahrenen Rat zurück. Der Griesheimer Ralf Ebli, immerhin ehemaliger Nationaltrainer der DTU hat sich des "Problems Vytrisal" angenommen und die Vorbereitung lief offensichtlich hervorragend. Etliche Kilos sind gepurzelt und die Gesundheit steht am Donnerstagmorgen, kurz vor dem Profimeeting wie eine 1. "Ich habe auf die vielen Süßigkeiten verzichtet und bin auf einem guten Weg. Ich fühle mich gut" fasst Vytrisal beim Plausch im Rahmen der Powerbar Breakfasts zusammen.

Zimmergenosse Enrico Knobloch wird indessen langsam nervöser und möchte noch immer seine Stärken auf dem Rad an den Anstiegen ausspielen. Er sollte sich stets bewusst sein, dass der Mumuku auf dem Rückweg unerbittlich die letzten Energiereserven auf den Weg von Kawaihae zum Airport aus den Triathleten saugen wird, bevor Alii Drive und das Natural Energy Lab in gemeinsamer Verschwörung mit der unbarmherzigen Sonne die Körperkerntemperaturen an die 40°-Schallmauer treiben werden.

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Powerbar Breakfast, Stelldichein der Profi-Triathleten

Powerbar, Sponsor der Ford Ironman Hawaii World Championships und vieler weiterer Ironman-Events auf der Welt haben wir in den letzten Jahren etabliert am Donnerstagmorgen ins Kingkamehameha Beach Hotel zum Frühstück geladen.

Neben Goodies und einem Blick auf das ein oder andere neue Produkt waren auch Powerbar Europa PR-Chef Bernhard Fichtl, Ernährungsguru Asker Jeukendrup und zahlreiche WTC Mitarbeiter anwesend.
Doch auch zahlreiche Profis von A, wie Faris Al-Sultan über M und N wie Catriona Morrison und Andreas Niedrig bis R und T, wie Christian Ritter und Maik Twelsiek vertreten und haben sich Rührei, Breadpudding und Schinkenstreifen schmecken lassen.

Für einen guten Zweck: Catriona Morrison, eine der Top3-Kandidatinnen unterschreibt für die Auktion von Leanda Cave.

Hintergrundinformationen zum Anti-Doping Pilotprojekt der Commerzbank

Das Anti-Doping Pilotprojekt der Commerzbank wurde auf NADA Seite durch Matthias Blatt, Leiter des Doping-Kontroll-Systems, und auf Management-Seite von der international anerkannten Anti-Doping-Expertin Sylvia Schenk entwickelt. Das Programm gilt durch das Zusammenspiel einer hohen Kontrollzahl mit Langzeitprofilen von allen Teammitgliedern sowie dem Einfrieren von Proben mit präventiven Maßnahmen und einer klaren Null-Toleranz-Haltung als beispielhaft. Es beinhaltet je Athlet jährlich mindestens 10 bis 12 unangekündigte Kontrollen außerhalb der Wettkämpfe sowie weitere ein bis zwei Kontrollen in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung.

Mit der Vielzahl an Proben ist es möglich, aussagekräftige Blut- und Steroidprofile der Commerzbank Athleten über einen längeren Zeitraum anzulegen und so ein engmaschiges Kontrollnetz zu knüpfen, denn das Monitoring indirekter Blutparameter über eine längere Zeit gibt Aufschluss über auffällige Werte.

Darüber hinaus werden sowohl Blut- als auch Urinproben eingefroren, die jederzeit eine nachträgliche Untersuchung mit neuen Analysemethoden oder auch auf zuvor noch nicht bekannte Substanzen ermöglichen. Ebenso gehören die Athleten alle freiwillig dem Registered Testing Pool (RTP) der NADA an, der die strengsten Meldepflichten nach dem WADA-Code beinhaltet. Dies gilt auch für die ausländischen Sportler im Team.

Teile der Prämien für die Athleten werden erst drei Jahre nach Vertragsende ausgezahlt. Und zwar nur, wenn die zuvor eingefrorenen Proben der Athleten auch zu diesem Zeitpunkt nach den neuesten Analysemethoden negative Ergebnisse aufweisen. Besondere Bedeutung hat die Einbeziehung der drei ausländischen Athleten, da die NADAs anderer Länder zum Teil noch deutlich geringere Kontrollzahlen aufzuweisen haben. Insofern wird auch ein Beitrag zur Chancengleichheit deutscher Athleten geleistet.

Entscheidender Gesichtspunkt ist bei alldem, dass der Sponsor Commerzbank lediglich die Kosten für das gesamte Kontrollprogramm einschließlich weiterer Präventionsmaßnahmen übernimmt, das Konzept als solches und dessen Umsetzung aber völlig unabhängig in der Hand der NADA liegen. Diese Vorgehensweise unterscheidet sich von anderen Modellen, in denen eigene Team-Ärzte eingesetzt werden.

Positive Zwischenbilanz des Commerzbank Anti-Doping Projektes im Triathlon

Wenige Tage vor dem Ironman Hawaii kann das Commerzbank Triathlon Team nach gut zwei Jahren eine positive Zwischenbilanz des Anti-Doping Pilotprojektes ziehen. Das 2007 gestartete Programm umfasst mit Normann Stadler, Timo Bracht, Maik Twelsiek, Marino Vanhoenacker, Mathias Hecht, Jan Raphael, Markus Fachbach und Scott Neyedli inzwischen acht internationale Top-Athleten. Es gilt durch das Zusammenspiel einer hohen Zahl von Kontrollen (60) mit Langzeitprofilen der Teammitglieder, dem Einfrieren von Proben, präventiven Maßnahmen und einer klaren Null-Toleranz-Haltung als beispielhaft.

Jetzt präsentierte die NADA die aktuelle Anzahl an Kontrollen aus 2009. Im Rahmen von unangekündigten Trainingskontrollen (Out-of-Competition Tests) der NADA wurden 2009 (Stichtag 15.09.09) bei 60 Kontrollen insgesamt 130 Proben genommen. 43 Kontrollen wurden als kombinierte Urin/Blut-Kontrollen durchgeführt, wobei teilweise drei Proben genommen wurden: Urin, Blut für das Blutprofil sowie Blutserum für den Wachstumshormon- und CERA-Test. Hinzu kamen weitere sechs so genannte Pre-Competition Tests (unmittelbar vor einem Wettkampf) und sieben Wettkampfkontrollen durch Veranstalter. Zudem gab es drei Out-of-Competition Tests, die nicht von der NADA, sondern von einer anderen Anti-Doping-Agentur
durchgeführt wurden. Insgesamt liegen von den Athleten 145 Proben in 2009 vor. Alle Kontrollergebnisse waren negativ.

Auch die mit großem Aufwand angelegten Blutprofile ergaben keine Auffälligkeiten. 51mal wurden Blutproben für das Kleine Blutbild genommen, u.a. für die Pflege der langfristigen Blutprofile. 30 Blutproben wurden für den Test auf das Wachstumshormon hGh genommen. Die insgesamt 57 Urinproben wurden immer auch auf EPO untersucht, was außerhalb dieses Programms nicht in allen Sportarten routinemäßig vorgesehen ist.

Alle Athleten des Commerzbank Triathlon Teams gehören freiwillig dem Registered Testing Pool (RTP) der NADA an, der die strengsten Meldepflichten nach dem WADA-Code beinhaltet.
Dr. Göttrik Wewer, Geschäftsführer der NADA: „Das Commerzbank Anti-Doping Projekt eröffnet uns die Chance, beispielhaft ein optimales Kontrollsystem umzusetzen. Dieses resultiert aus umfassenden Analysen und Langzeitbeobachtungen sowie einer klaren Null-Toleranz-Haltung. Das hilft uns auch im Bestreben, das Umfeld der Athleten in den Blick zu nehmen, da dies mitentscheidend im Anti-Doping-Kampf ist.“

„Mit dem Anti-Doping Projekt der Commerzbank unterstreichen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung im Rahmen unseres Sportengagements“, so Uwe Hellmann, Leiter Brand Management der Commerzbank. „Wir wollen damit einen zukunftsweisenden Impuls für den Sport setzen und hoffen, dass unser Modell noch viele Nachahmer findet.“

Sonja Tajsich talks: Registrierung und 53 Mitbewerberinnen

Gestern hat das Raceoffice eröffnet und ich bin am Nachmittag zur Registrierung. Offensichtlich hatte ich Glück mit dem Timing, denn es gab fast keine Schlange und in 15 min war ich mit allem durch und hatte mein Armband.
54 pro Frauen sind auf der Liste registriert und wirklich jede die einen Namen in dem Sport hat war darunter. Mein persönlich gesetztes Ziel unter die ersten 10 zu kommen wird sicherlich kein leichtes Unterfangen werden.

Beim Nachmittagslauf später habe ich Lucie Zelenkowa getroffen (sie hat IM South Afrika dieses Jahr gewonnen und war dann in Klagenfurt allerdings hinter mir). Sie hat erzählt wie sie Anfang August bei einem Rennen gestartet ist und beim Radteil 15 min auf Virginia Bersategui verloren hat, weil sie sich irgendwie burned out gefühlt hat. Nach dieser Erfahrung hat sie eine kurze Pause genommen und fühlt sich jetzt wieder frisch und bereit für das Rennen. Sie war heute erst aus Korea angekommen wo sie mit TBB ein 4 wöchiges Trainingslager absolviert hatten. Heute, nach 4 Wochen hat sie ihren Lebensgefährten zum ersten Mal direkt auf Big Island wieder getroffen - das einzige Problem ist, dass er sich jetzt nach Urlaub mit ihr fühlt - sie aber nach Racing...

Ansonsten lass ich z.Zt. die Beine hängen so kurz vor dem Rennen und verbringe viel Zeit mit meiner Tochter und meinem Mann, entweder auf dem Sofa oder im Pool :-)

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Gesellige Kiwis

Keine Nation ist sich des Zusammenhalts so bewusst, die Australier und Neuseeländer. Die Kiwis, mitsamt allen Profis haben sich traditionell am Mittwoch im Royal Kona Resort getroffen und sich vor dem Saisonhöhepunkt ausgetauscht. Cameron Brown ist als einer der beständigsten Triathleten beim Ironman Hawaii auch 2009 wieder ein Favorit auf die Top 5.

Underpants run

Er war als ironischer Seitenhieb auf die enganliegenden und für us-amerikanischen Verhältnisse denkbar knapp ausfallende Bademode der Europäer gedacht. Der Underpants run hat es zu Kultstatus gebracht, fast mehr bei den Nordamerikanern als bei den bespöttelten Triathleten des alten Europas.







Am Donnerstagmorgen tummelt sich eine bunte Mischung aus fitten Bodies aller Altersstufen und klassischen hawaiianischen Schönheitsidealen, die sich in gewagten, sehr gewagten, lustigen und einfallsreichen Outfits vom Surfshop der McMichaels stadtauswärts bewegen. Während bei den Männern schlichte weiße und gelegentlich schwarze Farben bevorzugt werden, lassen sich die Triathletinnen von modischen Strömungen leiten und wagen den beherzten Griff zu rot, rose, grell-grün und einer bunten Mischung aller Regenbogenfarben.Mit Eingriff und ohne, mit M-Dot, Bunny, Lieblingsauto oder frech-frivol – für jeden Geschmack ist etwas dabei…







Europäer Favoriten auf das Podium, Llanos, Bracht, Vanhoenacker auf dem Weg nach vorne

Es sind nicht nur die großen Namen aus Ozeanien und den USA, die in den letzten Jahren der WM im Ironman ihren Stempel aufgedrückt haben und Sieg und Niederlage vor einem Millionenpublikum zelebrierten. Neben Titelverteidiger Craig Alexander (AUS), der sich in der Vorbereitung auf Kona in Boulder ausdrücklich der Verbesserung im Radfahren gewidmet hat ist es Landsmann Chris McCormack, der als Weltmeister von 2007 sogar die Pressekonferenz meiden möchte. Gerüchten zufolge ist er fokussiert wie nie, um dem Ausscheiden wegen technischen Defekts aus dem Vorjahr einen großen Auftritt mit Showeffekt folgen zu lassen. Show hin oder her, das nächste große Ziel von „Macca“ liegt wohl nicht mehr ganz beim Sport. Wenn man den durch den Mumuku Winden herangewehten Sprachfetzen rund um Hawaii trauen mag, plant McCormack den Eintritt in das Showgeschäft – Hollywood entbietet seine Grüße.

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Ironman.com: Chancen für Deutschland und Schweiz auf Top 5 und das Podium für Wallenhorst, Badmann, Tajsich

Man muss schon einige Jahre zurückblättern in den Annalen des Ironman Hawaii. In jenes Jahr, als Natascha Badmann 2004 den Sieg in Kona zuerkannt wurde datiert die letzte Top-Platzierung des Frauenwettbewerbs bei der WM in Kona aus dem deutschsprachigen Raum.

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07 Oktober 2009

Bilder der Nationenparade

Die dienstägliche Nationenparade stand ganz im Zeichen der Altersklassenathleten. Kaum ein Profi konnte sich mit Blick auf das nahende Rennen dazu hinreißen lassen an der Nationenparade teilzunehmen. Ein Umstand, den die Agegrouper und schönes weiches Abendlicht wettmachen konnten. Von den Profis gesichtet wurden innerhalb ihrer Landeskontingente Natascha Badmann (Schweiz), Fernanda Keller (Brasilien) und Scott Neydeli (Großbritannien).














Die schnöde Wirklichkeit, Doping

Da glaubt man noch an das Gute im Sport, unterhält sich im Lava Java mit den Jungs vom Commerzbank Team über ihre gestrige Dopingkontrollpause und den FAZ-Artikel von Michael Eder über Timo Bracht und seine so ganz normalen Blutwerte (FAZ, 4.10.2009, Der gläserne Athlet) und dann sow etwas. Jetzt hat es eine Brasilianerin erwischt: 6 Jahre Sperre.

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06 Oktober 2009

Pinkelpause am Energy Lab

Das Commerzbank Triathlon Team hatte am Montag ganz besonderen Besuch. Unmittelbar vor einer Radausfahrt des gesamten Teams in Richtung Scenic Point kamen die netten Kontrolleure der NADA für eine Trainingskontrolle vorbei. Sportlich, wie die Kontrolleure eingestellt waren, konnte das Team jedoch unter den Argusaugen losfahren und dann am Energy Lab die Dinge tun, die man vor dem Kontrolleur so machen muss. Auch das ist eine Facette des sauberen Sports, der durch die neuen Whereabouts eine hohe Belastung an die Athleten stellt. Der Sanktionskatalog nach 1 bis 3 "Missed Tests" sieht verschiedene sich stetig verschärfende Strafen vor.

Koffersorgen, Natascha Badmann 3 Tage ohne Ausrüstung

Es ist in jedem Jahr das gleiche Problem. Manchen Triathletinnen und Triathleten kommen bei der zum Teil ganztägigen Anreise die Ausrüstungsgegenstände abhanden. In diesem Jahr hat es die sechsfache Siegerin Natascha Badmann aus der Schweiz erwischt. Natascha Badmann und Trainer und Lebensgefährte Toni Hasel, mussten 3 Tage auf ihr Equipment verzichten und quasi virtuell aus dem Handgepäck leben.

Sonja Tajsich talks: Supermarkt und Blick auf Niedrigs Karriere

Im Supermarkt gestern waren Hühnchenbrust, Fischfilet und die 1 % Fett Milch zu meiner Überraschung ausverkauft. Dann bemerkte ich all die rasierten Beine und die verschiedenen Sprachen die um mich herum gesprochen wurden und mir wurde klar was los war. Die große Zahl der Ironman Teilnehmer, die Agegroup Athleten, waren an diesem Wochenende angekommen. Seitdem haben sich die Dinge in Kona dramatisch verändert. Außer dass viele Sachen plötzlich ausverkauft waren sind die Preise im Supermarkt auch in die Höhe geschnellt. Als ich dann heute zu meinem Morgenschwimmen entlang Alii Drive gefahren bin wußte ich, dass die Weltmeisterschaft nur noch um die Ecke sein konnte. Um 7 Uhr war die Straße bereits mit Radlern, Läufern und anderen Leuten die das Spektakel beobachteten gefüllt.

Am Nachmittag sind wir zu Sports Authority um endlich den Speedo Badeanzug zu kaufen, auf den ich schon lange ein Auge geworfen hatte. Und da er in Deutschland fast das Doppelte kostete habe ich ihn mir bis jetzt nicht geleistet - heute aber war es soweit. Natürlich war dieses Geschäft voll mit Ironman Athleten. Gerade angekommen lief mir auch schon ein bekanntes Gesicht über den Weg - Andreas Niedrig. Erinnert ihr euch an den Mann der vor einem knappen Jahr den Film "Vom Junkie zum Ironman" in die Kinos brachte?

Er war einer der großen Namen im Sport als Thomas Hellriegel den ersten Weltmeistertitel im Ironman nach Deutschland holte. Während wir uns unterhielten erzählte er unter anderem über sein medizinisches Missgeschick. Als er sich einen Schleimbeutel entfernen ließ hatten die Ärzte versehentlich seine Achillessehne durchtrennt. Dennoch schaffte er wieder einmal auf die Beine zu kommen und sich im Alter von 42 Jahren noch einmal als Profi vor ein paar Wochen in Louisville für die WM zu qualifizieren. Es wird sein letztes Rennen hier sein und er wollte zum Abschied einfach noch einmal dabei sein beim legendären Ironman Hawaii. Mit ihm verliert der Sport einen der großen Athleten.
Bild (c) Sonja Tajsich

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Lance Armstrong plant Start beim Ironman Triathlon

Lance Armstrong, texanischer x-facher Tour de France Sieger plant definitiv einen Auftritt beim Ironman. Seine Verträge mit dem Team RadioShack sehen dies ausdrücklich vor. Nach Insiderinformationen von 3athlon.de soll der Start im Jahr 2011 - möglicherweise in einer Altersklassenwertung - erfolgen. Damit dürfte dem ein oder anderen Profi ein großer Stein vom Herzen fallen.

Kaffee-Boot

Seit Dienstag ist es wieder unweit des Piers auf der Schwimmstrecke anzutreffen. Das Kona Coffee Boat lädt zum Verweilen auf dem Rückweg zum Schwimmausstieg ein. Achtung, Suchgefahr!

Das Boulder Kartell

Boulder (Colorado) entwickelt sich zusehends neben San Diego in Kalifornien zum Hot-Spot der us-amerikanischen Triathlon-Szene. Neben Chrissie Wellington sind auch Titelverteidiger Craig Alexander und Timothy Deboom quasi ganzjährig in der Höhe anzutreffen. Womit wir nun ganz tief drinnen im Thema wären. Craig Alexander vereint derzeit 2 Attribute. Er ist sich seiner psychologischen und psychischen Fähigkeiten bewusst und ist vielleicht einer der wenigen männlichen Triathleten, die erfolgreich ihren Titel im Folgejahr verteidigen konnte. Das letzte Mal ist dies dem US-Amerikaner Tim DeBoom gelungen. Der wiederrum hatte bei den vergangenen Auftritten in Kona verschiedene Niederlagen hinnehmen müssen, die meisten aus gesundheitlichen Gründen. Doch 2009 könnte das Jahr des Amerikaners werden, der 2001 kurz nach den Anschlägen auf die Twin Towers in New York das angeschlagene Gemüt der USA mit seinem Sieg pflegen konnte. "Crowie" Alexander spricht zumindest in hohen Tönen von seinem Sparringspartner "Tim hat die ganze Trainingsarbeit mitgemacht und ist sicherlich so fit wie lange nicht mehr" fasst Alexander die Form seines Partners zusammen. DeBoom könnte - ohne den Druck der Medien - vielleicht der Coup gelingen und an alte Tage anknüpfen können.

05 Oktober 2009

Das Wetter-Orakel

Die ersten Gespräche mit den lokalen Wetterorakeln haben stattgefunden. Die Chancen stehen gut auf ein Rennen, wie wir es 2006 gesehen haben. Relativ viele Wolken treffen auf etwa mehr Wind als seinerzeit 2006 und der ein oder andere Regenschauer könnte ebenfalls auf die Läufer herunterkommen. Tendenziell könnten die Radfahrer und schwereren Athleten bevorteilt sein.

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Blowing in the wind, was wäre wenn?

Wären die Ford Ironman Hawaii Triathlon World Championships letzten Samstag gestartet worden - was wäre dann? Es hätte viele geschockte Gesichter gegeben. Der Mumuku zeigte sich mit seiner ganzen Gewalt und Kraft, so dass nicht wenige Triathletinnen verzweifelt abstiegen und nach den Begleitwagen telefonierten. Auch so manche Profi-Frau hatte einen weisen Verschluss getroffen und das Rad geschoben. Beobachtet wurden Szenen, die an manche historische Rennen erinnern. Räder die angehoben wurden "lagen" nahezu horizontal im Wind. Normann, I'm sorry - but race day is one week later!

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Sandra Wallenhorst mit Bike-Crash

Zuerst die gute Nachricht, Sandra Wallenhorst sah beim heutigen Schwimmen entspannt aus und wird sich noch in den nächsten 3 Tagen den richtigen Speedsuit heraussuchen. Die schlechte Nachricht ist, dass Sandra einen Radsturz mit Abschürfungen am Schulter und Knie auf den heißen Asphalt von Kona hingelegt hat. Glück im Unglück muss man der Hannoveranerin an diesem Tag sicher attestieren. Wenn der Kopf mitspielt, könnten die Zeiten wieder auf Sturm stehen. Vielleicht stürmt sie 2009 auch wieder in die Top 5. Das Frauenfeld ist stark wie in den letzten Jahren nicht mehr. Dazu aber später mehr.

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Deutsch ist Amtssprache

Der Morgen am Pier hat eines klar herausgestellt. Deutsch in allen Nuancen ist die offizielle Amtssprache am Pier von und Downtown Kailua-Kona. Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Kontingente Europas losgelassen und nutzen die langen Ferienmöglichkeiten der sozialen Marktwirtschaft. Ebenfalls zahlreich sind die Spanier, Franzosen und Italiener vertreten - diese überzeugen auch bei den Reiseveranstaltern über die Buchung von All-Inclusive Paketen mit Insel Roundtrip und dem vollen Programm. Ab Dienstag werden die US-Amerikaner und Kanadier erwartet, für die Hawaii das etwa andere Mallorca ist. Noch später werden die Asiaten einlaufen. Der Donnerstag und Freitag steht ganz im Zeichen der Töchter und Söhne Koreas und Japans. Die ersten werden - den wenigen Ferientagen geschuldet - schon nach dem Einlaufen auf der Finishline die Koffer packen. Jene, die die Ferien bis zum Ende Ausreizen bleiben bis Sonntag oder Montag.

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Zurück in Kona - weil es gut ist.

Ich kann die Leser von 3athlon.de beruhigen. Das Blog findet auch 2009 zur Ironman Hawaii Triathlon in Kona statt. Einige kleinere Sitzungstermine in Deutschland haben nur den Flug vor der lang erwarteten WM etwas heraus gezögert. Sonntagabend Ortszeit hieß es, raus aus dem Flieger und Bestandsaufnahme gemacht: FLug mit Lufthansa und United via LAX wie immer eine kleine Qual und das erste Rennen vor dem Rennen. Transfer via Ocean & Sports zum Royal Kona Resort verlief ohne Probleme und auch die Palmen stehen noch da wo sie hingehören. Kona kann nach dem ersten Sushi, einem Early Bird Run um 5:00 Uhr am Morgen und dem Abschwimmen der Original-Schwimmstrecke in der Kailua Bay nun wirklich kommen.

Mahalo Kai

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01 Oktober 2009

Ironman Hawaii 2010 rückt näher

Am 10. Oktober 2010 ist es wieder so weit. Dann kocht die Kona Bay nach dem Kanonenschuss vom Pier mitsamt von über 3.000 Armen und Beinen. 3athlon.de ist auch 2010 wieder nah dran am Renngeschehen und berichtet vom hawaiianischen Jahreshöhepunkt der Triathleten.

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