07 Oktober 2008

Navy Seal David Goggins on a mission

Ich habe David Goggins beim 22. Ultraman Hawaii 2006 kennengelernt. Ultraman ist eine beinharte 3-Tages-Ausdauer-Erfahrung auf Big Island, die mit Kleinigkeiten wie 10km Schwimmen + Anfahrt zum Vulcano National Park (hauptsächlich bergauf) und einem Doppelmarathon aufwartet. 3athlon.net-Blogger Holger Spiegel aka hoolaboy hälte noch immer den Streckenrekord des „Invited only“ Klassikers.

David ist ehemaliger Navy Seal, Sonderkommando mit vielen Einsätzen hinter den feindlichen Linien. Auf die Frage nach seinen Aufträgen und Berufsalltag wird man wohl meist ein „Du willst gar nicht wissen, was ich gemacht habe“ erhalten und dabei sollte man es dann auch belassen. David ist ein supernetter Typ und passt nicht so richtig zum beinharten Killer, der in der Ausbildung ruhig einmal mit Flossen und vollem Gepäck ausgerüstet irgendwo vor der Küste von San Diego aus dem Helikopter springt, um dann stundenlang in Rückenlage, den kiloschweren Rucksack auf Brust und Bauch geschnallt Richtung Ziel zu stampfen.



David, der optisch schon eine klare Ansage macht, wo er herkommt (Kraftsport) ist mittlerweile aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und hat sich zum Ausbilder weitergebildet. Er hat jetzt die neuen Aktiven unter seinen Fittichen und beklagt das verschwindende körperliche Fitnessniveau der Anwärter.

Schon beim Ironman Hawaii 2007, hat der Mann, der auch schon den Badwater Lauf in seiner typischen Art (weder schnell noch schön, aber „steady state“) gefinisht hat, wie in einem Jahr auch schon Mal die stolze Zahl von 7 100 Kilometer-Läufen. Auch bei seiner Silbermedaille im Ultraman 2006 war der Mann weder beim Schwimmen oder Laufen zu knacken.

Selbst beim Radfahren hinderte ihn eine derart brutal durch den Reifen geschlagene Schraube zwar zunächst an der Weiterfahrt, aber nicht am Finish mit erhobenem Kopf. Felge und der Rahmen wurden damals durch die Schraube beschädigt und David beendete die restlichen 260 km welliger Radstrecke rund um die Insel und durch die Kohala Mountains auf einem Leihrad mit Haken und Riemen...



Beim Ironman Hawaii 2008 wird er zusammen mit Kollegen, wie im Vorjahr in Froschmann-Outfit vor den Startschuss aus einem Helikopter abspringen, um dann - nicht wie im Vorjahr unter Wasser das Schwimmen abzusichern – sondern in wohl exklusivster Manier an die Startlinie zu schwimmen. Nach einem schnellen Wechsel möchte er die volle Distanz gehen und finishen.

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Raddiebstahl, Orbea Ordu in der Farbkombination schwarz-rot gestohlen.

Langfinger und böse Buben haben einem Hawaii-Qualifikanten die wohlverdiente WM verdorben. Ein kurz abgestelltes und leider ungesichertes Rad wurde dem Ladenburger Mathias Phäler zum Verhängnis. „Mein Renner wurde gestern vor der Hannes-Zentrale gestohlen, als ich kurz im Büro war. Das Rennen ist für mich jetzt zur totalen Nebensache geworden u. ich könnte schreien vor Wut.“




Hinweise werden gerne im „Kona by the Sea“, Apartment 222 oder via 3athlon.de (E-Mail) angenommen. Die Kontaktadresse kann dort ebenfalls angefragt werden. Vielleicht erbarmt sich auch der Dieb und sorgt für die Wiederbeschaffung des Rades, indem er es etwa im Ironman Rennbüro abgeben lässt.

Die aktuelle Ausstattung:
  • Rad - Orbea Ordu
  • Seriennummer BI-0038
  • Rahmengröße S (nach Orbea 50 cm - Sitzrohrlänge)

  • Schwarz - rot
  • Zipp 404 Schlauchreifen vorne
  • Zipp 808 Schlauchreifen hinten
  • Dura-Ace komplett
  • Profile Aerolenker Carbon
  • Lenkerband ist (war) weiss
  • Look Keo Carbon Pedale

Update vom 8. Oktober: Orbea hat mittlerweile reagiert und ein Bike samt Übertragung der Einstellungen leihweise der Expo entnommen und dem Athleten übergeben.

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Does and dont’s, Pokapoka

Geehrter Ironman-Teilnehmer,
anbei erfolgt eine offizielle Mitteilung der WADA Hawaii:

Hawaii mit seinen Inseln und insbesondere das traditionsbewusste Eiland Big Island hat eine lange Historie – dazu zählen auch Dinge wie Kava*, eine Extrakt aus der Kava-Pflanze. Es wird von vielen Einheimischen und Kamaainas zum Ausklang des Abends ab und an getrunken. Der bitter-säuerliche eher eklig schmeckende Trank sorgt für leichte örtliche Betäubung und je nach körperlicher und seelischer Konstitution für eine minimale Benebelung der Sinne.

Pokapoka hat auch eine Tradition in der Region, steht aber auf der Liste der verbotenen Substanzen im Sport. Wenn Ihnen also zwischen Lava Java und Bubba Gump Shrimps ein Local mit einem großen dunklen Abfallbeutel zu später Stunde eine solide Einkaufstasche mit etwa 5 Litern Pokapoka* zu USD 10,- verkaufen möchte, handelt es sich nicht um einen Lei-Blumenkranz! Auch wenn er ohne zu zögern gleich auf 3,- Dollar herunterhandelt sollte man die 2,- Euro steckenlassen.

Während manche Locals am Abend die Lagerfeuer am Strand am Wochenende offensichtlich vorzugsweise mit Pokapoka anzünden und auch keine Bedenken zu haben scheinen, die schnellwachsende Pflanze als Primärbrennstoff zu verwenden, um sich dann im Kreis um die Schwaden zu setzen, sollte der geneigte Besucher aus Europe dann doch etwas Abstand wahren und sich nicht komplett auf den kulturellen Exkurs einlassen.

Bitte NICHT aufsetzen oder umhängen. Bitte nicht mit einer Pokopoka-Lei um den Hals einen Sheriff nach dem Weg fragen. Das wäre dann doch vielleicht ein zu großer Test für die bekannte Toleranz der Ordnungshüter gegenüber den Traditionen und Mythen der Hawaiianer... Bei der für diesen Preis in die Hand gedrückten Menge kann man eher damit rechnen noch vor dem Start des Ironman Hawaii 2008 in den Heimatflieger gesetzt zu werden ;-)

Wer sich bekiffen mag, möge das körpereigene Endorphinsystem nutzen und mal ordentlich Biken und Laufen oder vor dem Schwimmen 5 bis 10 Mal in eine Plastiktüte ein- und ausatmen…


Hochatungsvoll
WADA Kona, Alii Drive

* Verschiedene Schreibweisen und Synonyme sind geläufig. Bildquelle: Wikipedia, GNU Free Documentation License, Version 1.2

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