07 Oktober 2008

Stephan Vuckovic kandidiert für den Vorsitz im BWTV

Der Reutlinger Olympia-Zweite Stepan Vuckovic und mittlerweile arrivierte Ironman-Triathlet möchte für das Amt des Spitzenfunktionärs im Baden Württembergischen Triathlon Verband (BWTV) kandidieren.



Sollte „Vucko“ die Wahl am 25. Oktober gewinnen und annehmen (wovon ich ausgehe), wird er bereits als neuer Präsident im Ehrenamt an der wegentscheidenden DTU-Sitzung am 8. November 2008 teilnehmen. „Wir müssen uns stärker auf die Jugendarbeit konzentrieren“ erklärte er mir in einem lockeren Gespräch am Abend in einer lustigen Runde mit Meike Krebs, Wenke Kujala, Thomas Hellriegel und weiteren Agegroupern von Hamburg bis tief in den Süden Deutschlands.

Eine weitere Wahl steht im ebenfalls wichtigen Hessischen Verband im Februar 2009 an. Der langgediente Präsident Rolf Kather hatte schon bei der letzten Jahreshauptversammlung seinen Rückzugswunsch angekündigt.

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18 Januar 2007

Bananenrepublik Deutschland

Die Printmedien hatten das Thema von mehreren hundert versäumten Trainingskontrollen bereits in den vergangenen Wochen und Tagen aufgegriffen, doch es muss schon die "Erste" aller möglichen Reihen sein, um eine deutliche und verständlicherweise nervöse Reaktionen aus der Otto-Fleck-Schenise hervorzurufen. Zugegeben, der Bericht war etwas reißerisch und an manchen Stellen ungenau und vage, aber im Kern hat er das Ziel genau getroffen. Dabei hat es leider erneut die mittlerweile immer stärker gebeutelten Triathleten erwischt, die sich im Jahr der WM im eigenen Land darum Mühen nicht in den Topf mit den chronischen Dopingsündern aus dem Radsport, Skilanglauf und der Leichtathletik geworfen zu werden.

Auf die Kernpunkte der ARD-Kritik wird leider vom DTU-Präsidenten nicht eingegangen. Kann er auch eigentlich nicht, weil sich das Problemfeld völlig seiner Kenntnis entzogen haben dürfte. Solche Pannen, wie bei den Anti-Doping Kontrollmechanismen durch die NADA in Bonn geschehen kann man gutgläubig gar nicht für geschehen halten.
Leider werden jetzt wieder nur Schuldige für die augenscheinlich vorhandenen Versäumnisse in anderen Institutionen, nämlich der offensichtlich durch Banalitäten im Kommunikationsmanagement völlig überforderten NADA gesucht.

Zur gleichen Zeit werden Forderungen zur schnellst möglichen Beseitigung undichter Löcher gestellt: Es kann schließlich nicht sein, dass Interna verbreitet werden. Interna, die vielleicht aus lauter Frust wegen der täglich von den Kontrolleuren zu erduldeten Ignoranz weitergegeben wurden. Einmal mehr muss eine handfeste öffentliche Diskussion die Schwachstellen eines Systems offenlegen, um (vielleicht) endlich genug Druck zu erzeugen.

Die rosarote Brille der Saubermänner im Deutschen Spitzensport ist beiseitegelegt, nein richtiggehend heruntergerissen worden - mal sehen wir lange die nachhaltige Betroffenheit andauern wird. Der Rest der Welt zeigt derweil zuweilen etwas hämisch mal wieder mit dem Finger auf die Bananenrepublik Deutschland und übersieht dabei geflissentlich, daß die restlichen 4 in eine andere Richtung deuten.

Vielleicht hat auch der allerletzte Funktionär im Jahre 2007 endlich begriffen, dass die Zeit zum Aufräumen und die Änderung traditioneller Verhaltensmuster in den Chefetagen gekommen ist. Sonst geht es dem Spitzensport in seiner jetzigen Form tatsächlich an den Kragen und in weniger als einem Jahrzehnt verwaltet man sich nur noch selbst, seine Verfehlungen im Jahrzehnt nach dem Millenium und ein paar Jackenknöpfe.

Wie kann der Kampf gegen den Sportbetrug in wenigen Jahren aussehen, wenn sich zumindest auf der Kontrollebene etwas bewegen sollte?

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29 Dezember 2006

Was darf eine WM kosten?

Während in Kona weiterhin der Winter Einzug hält und der Pazifik „frischer“ wird freut sich Triathlon-Deutschland auf seine WM im Herbst und mit entsprechendem Aufwand wird die Werbetrommel gerührt.

Die WM in Hamburg soll das größte einheimische Starterfeld der Agegrouper stellen. Eine große Herausforderung, wenn man bedenkt, dass in der Vergangenheit die Athleten aus Deutschland bei den Weltmeisterschaften der International Triathlon Union meist mit Abwesenheit glänzten und in manchen Jahren Spannungen zwischen Athleten und „DTU-Beauftragten“ vorherrschten.

Völlig geschockt zeigt man sich bei Betrachtung der aufzubringenden Startgelder für das Event das die schnellsten Herren deutlich unter 2 Stunden absolvieren werden . Satte 259,- Euro werden für den kurzen Spaß auf der Olympischen Distanz veranschlagt. Herkömmliche erstklassig organisierte Rennen über diese Strecke sind zwischen 40 und 80 Euro zu haben. OK, man bekommt dann auch endlich ein Teamleibchen, um endlich optische Geschlossenheit demonstrieren zu können, teuer ist es aber dann noch immer.

So schön und positiv eine Weltmeisterschaft im eigenen Lande durchaus zu bewerten ist, stellt sich erneut die Frage nach tragfähigen Konzepten, die der organisierte Sport für den "Breitensport" auf die Beine stellt. Denn nichts anderes ist (bei aller verdienten Achtung vor der Leistung und dem Trainingsaufwand der Agegrouper) eine WM der Altersklassen, die den oft berufstätigen Startern neben den Kosten für Trainingslager, Ernährung und Ausrüstung den nächsten Kostenbatzen vor den Latz knallen. Das sehen die Verantwortlichen vielleicht ähnlich. Nur so läßt sich erklären, warum die Förderung der Alterklassen in solchen Startgeldern mündet...

Triathlon ist teuer, Ironman hat seinen Preis und wird für den Tagesspaß auch immer „relativ“ teuer sein, aber rund 260 Euro sind Abzocke.

Ein anderes, den Sport unterstützendes Kostenmodell hätte ich mir da eher gewünscht. Den „Puffer“ zum Decken des Haushalts bilden schließlich auch die Massen der normalen Starter in den offenen Klassen – hier hätte man Quersubventionieren können oder an anderer Stelle im DTU-Haushalt sparen sollen.

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05 November 2006

Kommentar: DTU-Verbandstag, ein abgerungenes Loblied auf den Ironman?

Na also, es geht doch. Nachdem DTU-Vize Herr Bentele so richtig tief in die Nesseln gesetzt hat, rudert DTU-Präsident Dr. Klaus Müller-Ott beim Verbandstag in Leipzig öffentlich zurück. Nicht nur das, er setzt sogar noch ein Sahnehäubchen drauf: Der Ironman und seine Protagonisten aus Deutschland erhalten endlich mal die Würdigung, die ihnen gebührt.

Stellt sich nur die Frage, ob es aus (innerer order sportpolitischer) Überzeugung kam oder nur aus realpolitischer Notwendigkeit. Wichtige Landesverbände sind "Pro" Ironman eingestellt, weil sie schlicht den Markt, die Anfrage der Sportlerbasis analysiert haben. Herr Dr. Müller-Ott hat darum richtig gehandelt, um sich aufbauenden politischen Druck geschickt zu kanalisieren.

Ich persönlich wäre sehr erfreut, wenn sich das Mitglied des Executive Boards der ITU wirklich positiv und konstruktiv mit dem Ironman und dem Ironman 70.3 auseinandersetzen würde. Derzeit sehe ich aber nur 1-2 neue kräftige Gewitterwolken am WTC-ITU(USAT)-Horizont aufkommen, die engagiertes und konstruktives Handeln aller Parteien erfordert. Dabei geht es nicht nur um einen Helmaufkleber...

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25 Oktober 2006

Awards Party und After Party am Sonntag

Ich bin ja kein großer Fan von förmlichen Förmlichkeiten. In Kona ist das aber alles irgendwie erträglich. Grund dafür ist sicher neben den 5 verschiedenen Brownie-Sorten am Awardabend auch die lockere Kleiderordnung. Die Chance einen ersten kleinen Zusammenschnitt der NBC-Crew des Rennens zu sehen ist ebenfalls immer ein Ansporn doch vor Ort zu erscheinen und sich den Weg zu bahnen, bis in die Reihe, die einem am besten zusagt.

Klassisch sind eigentlich die Reden von Natascha Badmann. In diesem Jahr mußte das Publikum aber darauf verzichten, wie auch schon bei der Pressekonferenz (Sorry, Welchie) vor dem Rennen. Die Chancen stehen aber ganz gut, daß die Schweizerin und sechsfache Siegerin auch 2007 wieder mit Abendkleid und traditionellem Blütenzauber an das Mikro treten wird. Die Rede von Michellie Jones war emotional-authentisch, Normann war ebenfalls wieder lustig und hat Abbitte für einen Fauxpas geleistet. Dazu aber später (Morgen oder so) mehr in unserer Kulturecke.

Nach der offiziellen Party ging es dann wie gewohnt bis ca. 24:00 Uhr zur Triathlete Magazine Party. Danach wurden dann die Zelte im Lulu’s aufgeschlagen, um dann nahtlos nach einer kurzen Verschnaufpause gegen 1:45 Uhr am Morgen in diversen privaten und sehr privaten After-After-Partys zu verlaufen. Fotos vom Lulu’s im fortgeschrittenen Stadium sind leider der Zensur zum Opfer geworden. Wer nicht da war, hat halt so richtig dickes Pech gehabt…



P.S.: Wer findet den Sultan aus München gleich 2 Mal?

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24 Oktober 2006

Kommentar: Seichtes desinteressiertes und unglaubwuerdiges Geblubber aus dem Verband

Der Erfolg ist erneut da. Der Ironman Hawaii, der wichtigste Triathlon der Welt hat einmal mehr einen herausragenden Sieger aus Deutschland und einen wunderbaren dritten Platz gesehen. Normann Stadler und Faris Al-Sultan sind Gallionsfiguren, Förderer und Botschafter des Triathlons. Ihre Reichweite bekommt der gesamte nationale Verband (DTU) mit seiner Ressourcen verschlingenden Struktur in seiner gesamten Geschichte nicht zusammen.

Dachte ich wenige Tage zuvor noch, daß in der Zeit nach dem Erdbeben nicht viel vom DTU-Gremium an Verlautbarungen zu erwarten sei mußte ich erkennen, daß dies wohl anders sein würde. Als Präsidiumsmitglied Rolf Ebeling der Presse mitzuteilen hatte, daß er anscheinend verzweifelt versucht hat, die Athleten und Familien auf Big Island stunden-, nein tagelang telefonisch zu erreichen wurde man tatsächlich eines Besseren belehrt: Es gibt immer noch Aussagen, die zu toppen sind.
Zwar ging wenige Stunden nach dem Beben bereits wieder das Telefon und das Internet war in Big Island nur für Minuten gestört. Aber vielleicht hat er auch nur mitten in der Nacht angerufen, sofern er überhaupt die Telefonnnummern der Athleten haben sollte. Dies würde mich wirklich wundern.

Die Gründung der Deutsche Triathlon Stiftung empfand der naive Triathlet endlich einmal als Signal der DTU mit ins Horn der Befürworter des Sports auf der Langstrecke zu stoßen und zu den aufrichtigen Gratulanten anzugehören. Doch dann liest man in der Presse den wohl durch den offiziellen Presseverteiler versendeten O-Ton von Präsidiumsmitglied Herrn Bentele:
Die Deutsche Triathlon Union (DTU) erhöhte in der Stunde des Triumphes unterdessen im Anti-Doping-Kampf den Druck auf die World Triathlon Corporation (WTC): "Normann und Faris haben gezeigt, dass man auch Spitzenleistungen erbringen kann, wenn man in einem Anti-Doping-Kontroll-System integriert ist wie dies in Deutschland seit 2005 auch für die Elite-Athleten auf der Langstrecke der Fall ist", erklärte DTU-Vizepräsident Martin Bentele: "Wir würden uns wünschen, dass die WTC dieses Vorgehen als Standard übernimmt und als Startvoraussetzung vorschreibt."

Mit diesem Geblubber wird also der Druck erhöht? Ein verbales Geplätscher, daß noch nicht einmal als formale Anfrage in der Chefetage angekommen ist. Da bleibt mir als Triathleten aus Leib und Seele doch glatt der Brownie im Hals stecken. Das ist also Alles, was man an Kommentaren und Glückwünschen als Deutscher Athlet nach seinem Sieg in Kona zu erwarten hat? Thomas Hellriegel erging es unter Dr. Martin Engelhard so, Normann Stadler hatte ein bißchen mehr Glück und Faris bekam auch einen positiven Nebensatz.
Letztlich wird aber sofort eingleisige Politik gemacht ohne darauf zu verweisen, daß das Finanzierungsmodell des sogenannten Elitepasses in Deutschland nicht die Kassen des eigenen Verbands einbeziehen möchte. Die Veranstalterabgaben und Gebühren aus den Mitgliedschaften werden beim Geschäftsführer indessen sicher freudig registriert. Insbeondere, da ein Sieg in Kona signifikant und spürbar in den Mitgliedszahlen des Verbands niederschlägt.
Michellie Jones, Siegerin des Ironman Hawaii aus Australien hat in ihrer Karriere zwei Weltmeistertitel auf der Kurzstrecke, einen Vizetitel bei den Olympischen Spielen und nun den Ironman Hawaii gewonnen. Ihr hat erstmalig ihr Premierminister per Fax gratuliert... Die Deutschen rocken also im dritten Jahr in Folge Kona. Statt aufrichtiger Gratulation wird ein Statement abgeliefert, daß den Hauch, einen ganz kleinen Hauch von Schmutz auf den Sieg legt. In der Gratulation wird ganz unschuldig der Trojaner "Doping" platziert. Was soll der Lobbyistenquatsch?
Nicht daß ich nicht offen über Doping reden würde. Ich bin sicher ein Hardliner, der zwar künstliche Höhensimulationen mit Hilfe von O2-Zelten akzeptieren würde, dem aber schon der Schmerzmitteleinsatz im Sport auf den Zeiger geht. Aber warum dann explizit nur beim Langstrecken-Triathlon? Ist die Kurzstrecke der Saubermann der Nation?

Schon beim Ironman in Frankfurt wurde die Bombe in Echtzeit zum Platzen gebracht, als der "Fall Zäck" in einem "völlig überraschenden" TV-Interview publik wurde. Natürlich hat sich damals der vom Moderator überumpelte Präsident in allen Ehren aus der Affäre gezogen und standhaft das Banner des sauberen Sports vorangetragen und mit seiner Redegewandheit überzeugt - mich aber nicht...

Manchmal wünschte ich mir nur, daß die Präsidiumsmitglieder sich einen Rat in der Signatur der Forenmitglieder von 3athlon.info zu Herzen nehmen würden: "Einfach mal die F***** halten, wenn man keine Ahnung hat!" Und wenn das nicht gehen sollte vielleicht einfach die Wahrheit sagen und aufhören mit der Charadenspielerei und den tumben Lippenbekenntnissen...

Aloha
Kai

Foto: Walter J.Pilsak, german wikipedia, original upload 29. Feb 2004

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20 Oktober 2006

Wo hingehen nach dem Rennen?

Es gibt zwei Klassiker, wo man nach dem Rennen hingeht. Zuerst nach der "Awards" auf die "Invite-Only" Triathlete Magazine USA Party. Wer Glück hat kennt einen, der einen kennt, der den Duke kennt.
Wenn sich diese Sause gegen 12.00 Uhr dem Ende zuneigt verlagert sich die Partymeile ins "Lulu's". Spätestens wenn der 3 breit-wie-hohe hawaiianische Rausschmeißer gegen 2:00 Uhr in der früh das Ende anmahnt sollte man wirklich gehen und die wenigen Minuten hinter Haus und auf dem Alii Drive genießen, bis 911 endgültig dem Spuk ein Ende bereitet - bis zum nächsten Jahr...

Foto: Glynn Turquand

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03 Oktober 2006

Deutschland im Partyfieber: Fans feiern auch 2006 den Ironman gemeinsam

Es sind noch rund 3 Wochen bis zur Ironman Hawaii Triathlon WM, doch schon jetzt sammelt sich die Szene, um gemeinsam das Event am 21. Oktober zu genießen. 2005 kamen über 150 Zuschauer in Cinemaxx Darmstadt zum Triathlonsaisonabschluß zusammen, um die Liveuübertragung des IRONMAN Hawaii mitzuerleben.

Im Jahr 0 nach der Fußball-WM und mit zwei ganz heißen Siegkandidaten bei den Herren aus Deutschland (Faris Al-Sultan und Normann Stadler) und zwei Damen aus dem deutschsprachigem Raum (Natascha Badman und Kate Allen) sollte diese Zahl doch locker zu toppen sein! Ebenfalls gefeiert wird in Axel’s Laufladen (Sonthofen) und an weiteren Orten, ob so wild wie in Kona wissen wir am 23. Oktober 2006. Weitere Infos zu diesen Events und anderen im Forum.

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