31 Oktober 2009

Pater Damien Molokai und Kohala, Seligsprechung nach Aufoperung für die Leprakranken


Pater Damien (* 03.01.1840 – 15.04.1889) oder der Heilige von Molokai wurde von Papst Benedict XVI am 11.10.2009 im Petersdom heiliggesprochen, nachdem bereits 1995 Papst Johannes Paul II die Seligsprechung durchgeführt hatte. Sein Gedenktag in der Liturgie ist der 15. April. Unter dem bürgerlichen Namen Jef de Veuster geboren, setzte sich der Ordenspriester der Arnsteiner Patres

1863 wurde das siebte Kind einer Bauernfamilie nach anfänglicher Ausbildung an einer Handelsschule auf eigenen Wunsch in die römisch-katholische Missionsarbeit in die Mission auf die Sandwich-Inseln (den heutigen US-Bundesstaat Hawaii) entsandt. Dort empfing er schon zwei Monate später die Priesterweihe und wurde zunächst auf die Insel Hawaii, nach Puna und Kohala, direkt in die Region der Radstrecke des über hundert Jahre später stattfindenden Ironman Hawaii gesandt.

Pater Damian war für seine gute Konstitution bekannt und erbaute eine Reihe von Kapellen mit eigenen Händen. Auf eigene Bitte hin ließ er sich 1873 auf die Insel Molokai bringen, wo etwa 600 Leprakranke von der Gesellschaft ausgestoßen und ohne jede medizinische Betreuung lebten. Durch sein Wirken unter den Kranken erlangte Pater Damian große Bekanntheit und Verehrung als „Apostel der Leprakranken“. Schließlich infizierte er sich mit der damals tödlichen Krankheit. 1885 wurde sie diagnostiziert, vier Jahre später starb Pater Damian. Seine sterblichen Überreste wurde 1936 nach Belgien überführt und in einem Grabgewölbe des Klosters in Löwen beigesetzt, das heute zu einer Stätte der Verehrung geworden ist. Pater Damian ist seitdem der Schutzpatron der Leprakranken. Dieses Patronat wurde in den 1980ern von Aids-Selbsthilfeeinrichtungen inoffiziell übernommen, da Infizierte und Erkrankte teilweise ebenso wie Aussätzige behandelt wurden.

Foto: Wikimedia, Hawai'i State Archives in Honolulu (Hi), 1988 (ein Jahr vor dem Tod, des von der Lepra gezeichneten Paters)

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30 Oktober 2009

Eddie would go, die Geschichte des Edward Ryan Makua Hanai Aikau

Edward Ryan Makua Hanai Aikau (*Kahului, Hawaii, 04.05.1946 – 17.03.1978) war ein auf ganz Hawaii berühmter Surfer, der in stürmischer Nacht auf den Wellen des Pazifiks während einer Rettungsmission verschwand. Als der erste Rettungsschwimmer an der Bucht von Waimea (Oahu) überhaupt, rettete er viele Leben und wurde die erste sportliche Berühmtheit über Oahu hinaus. Eddie Aikau gewann viele Surfevents und Preise, wie die 1977 Duke Kahanamoku Invitational Surfing Championships.

1978 nahm Eddie als 31-Jähriger an einer historischen Reise der Polynesian Voyaging Society teil, die in einem nachgebauten Kanu die 4.000 Kilometer lange Route der Polynesier nachfolgend über 30 Tage auf See sein sollte. Bei der Nachzeichnung des Wegs von Hawaii nach Tahiti verließ das Ausleger-Kanu (Hokule) Hawaii am 16. März 1978, schlug jedoch auf der Reise früh leck und havarierte rund 19 Kilometer südlich der kleinen hawaiianischen Insel Molokai, die früher als Leprakolonie diente.

Der Marketingslogan "Eddie would go!" rührt aus einer mündlichen Respektbezeugung der Hawaiianer, als sich Eddie in jener Nacht, als die Not groß war bei stürmischer See mit seinem Surfboard ohne Kompass und Hilfsmittel auf den Weg zur nächstliegenden Insel Lanai machte. Tragischerweise wurden seine Bootskollegen später von der U.S. Küstenwache gerettet, während Eddie für immer verschollen blieb und selbst die größte durch Flugzeug gestützte Suche in der Geschichte Hawaiis ohne Ergebnis blieb. "Eddie" ist eine Vorbild für die noch immer auf Hawaii spürbare altruistische Lebenseinstellung.

Foto: Wikipedia (http://en.wikipedia.org/wiki/File:Eddie_Aikau.jpg)

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23 Oktober 2009

Rapanui, kleiner kulinarischer Geheimtipp

Rapanui, ein klitzekleines Restaurant, gleich um die Ecke von einem der großen Banyan Trees am Alii Drive, "Tante's" Restaurant und "Scandinavian Shaved Ice" gelegen, ist in Fischsachen ein kleiner Geheimtipp. Rapanui liegt versteckt in dem kleinen Einkaufszentrum "Banyan Court". Dem von der neuseeländischen Familie O'Halloran geführten Betrieb (75 Alii Drive, Kailua-Kona, HI 96740; Tel: +1-808-329-0511) merkt man den ausgebildeten Koch und Eigentümer an. Der Name leitet sich von dem neuseeländischen Heimatort der Familie ab...

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22 Oktober 2009

Papayas und Kokosnüsse

Da es am Mittwoch nach dem Schwimmen Thema am Lava Java war, greif ich meinen Tipp bezüglich des Farmer's Market erneut auf:

Wer sich in Kona mit heimischen Gemüse- und Obstsorten eindecken möchte und nicht in den großen Discountern oder entsetzlich teuren ABC-Stores zuschlagen möchte, sollte nicht nur sondern muss einen Besuch bei einem der heimischen Wochenmärkte planen. Die Qualität und der Geschmack sind fantastisch. Mehr Sonne haben auf der Welt kaum Früchte getankt...



In Kona direkt gegenüber dem Hale Halewai findet zwischen Donnerstag und Sonntag regelmäßig ein Markt statt. Hier kann man vor allem Papayas ab 5-7 Stück für einen US$ und organische Bananen erstehen. Frische Kokosnüsse gibt es natürlich auch und Litschis, Ananas, Drachenfrucht, etc...

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14 Oktober 2009

Hochzeitsglocken

Hawaii ist nicht nur das Ziel für Ironman Athleten, Surfer, Taucher und Kaffee-Liebhaber. Jedes Jahr nach dem Ironman läuten die Glocken für Altersklassenathleten und Profis an einem der schönen Strände, einem gepflegten Ressort auf oder unter Wasser. 2009 war für Kathrin Paetzold Schluss mit dem Weglaufen. Just married und Glückwunsch von meiner Seite an Braut und Bräutigam.

Hawaii ist einer der Bundesstaaten in den USA, der dem polynesischem Kulturkreis folgend die Heirat ab dem zarten Alter von 15 Jahren, zwischen Cousin und Cousine und - mit Einschränkungen - von gleichgeschlechtlichen Paaren zulässt. Für die Heirat ab 15 müssen beide Elternseiten das schriftliche Einverständnis abgeben.

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09 Oktober 2008

A propos Style, die Sache mit den Speedos und den Locals

„Da kine gay people at the Lifeguard house…“ ist kein wohlgesonnes „Hallo, willkommen auf Big Island” sondern gezielte Frotzelei einiger Locals am White Sands Beach. Viele Europäer sind sich nicht der Kleiderordnung auf Hawaii bewusst.

Am Pier mögen enge Speedos für Männer akzeptabel sein, doch schon auf dem Weg in die Stadt, sollte man als Gast den Landessitten folgen und diese sehen im Falle von Männern T-Shirts oder freien Oberkörper und Board Shorts vor – beides möglichst groß und auf jeden Fall sehr „baggy“. Was dem Kane recht ist der Wahine, dem weiblichen Pendant billig: Hier darf es ganz macholike durchaus knapp, knapper am knappsten sein.

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08 Oktober 2008

Style Fragen

Pünktlich, eine Woche vor dem Rennen gabs die Übersicht zu den TV-Übertragungen am IM-Weekend. Enttäuschend, dass es in diesem Jahr offenbar keine Live-Schalte nach Kona gibt, aber so ist es nun mal und so muss man sich in der Nacht mit dem Ticker und somit mit zu später Stunde viel zu spärlich eintrudelnden Neuigkeiten von der Laufstrecke zufrieden geben, auf der hoffentlich bei 40Grad ein episches Duell zwischen Macca und dem Norminator ausgefochten wird, dass den „Ironwar“ für alle Zeiten in den Schatten stellen wird, und sich in der Zwischenzeit zum Wachbleiben die vielen fachkundigen Kommentare der anderen Insomniacs im Forum reinziehen.

Am Sonntagnachmittag, auf ORF etwas früher als in den ersten beiden Reihen des deutschen Fernsehens, wartet dann, wenn man es bis dahin aus dem Bett geschafft hat, das verdiente visuelle Leckerchen - die Zusammenfassung. Der Bericht am Sonntag dient zumindest für die Online-Junkies nur noch der entspannten Fernwehpflege nach dem Motto, „Was meinst du Schatz, soll ichs nächstes Jahr nochmal probieren?“, denn die Platzierungen und Split-Zeiten der ersten 30 Athleten hat man ja in der Nacht bereits ausgewertet und selbstverständlich auswendig gelernt, um beim Schwimmtraining am Montagabend mit gewohnt legendärer Detailkenntnis zu glänzen.

Wie gesagt, wenn es keine Live-Bilder gibt, bei denen man, wie vor kurzem bei Frodos unvergleichlichem Hammerrennen in Peking, auf dem Sofa vor Aufregung mehrere Flaschen eiskaltes blaues Gatorade verschüttete, dann muss man sich bei der Zusammenfassung wohl oder übel auf andere Dinge konzentrieren. Einen erfreulichen Kontrast zur öden, schwarzen Lavawüste bilden seit Anbeginn der Triathlonzeitrechnung die wunderbar exotischen, und vielfältigen Outfits der tapferen Gladiatoren, und waren und sind wichtige Eyecatcher in jedem professionell produzierten TV-Beitrag zu einem Ironman.

Es ist nämlich keineswegs so, wie der unbedarfte „Zivilist“ normalerweise denkt, wenn er das erste Mal von einer Sportart hört, bei der bereits der ambitionierte Freizeitsportler eine wöchentliche Trainingszeit im zweistelligen Bereich vorweisen kann, nämlich, dass diese eisenharten Athleten froh sein können, wenn sich zwischen das ganze Training noch ein bisschen Broterwerb, Nahrungsaufnahme und eventuell, hin und wieder, ein wenig Schlaf quetschen lässt. Weit gefehlt, denn auch wenn es bei ersten Hinsehen vielleicht nicht so aussieht, die meisten Triathleten verwenden einen signifikanten Teil ihrer kostbaren (Frei)zeit für ihr „Styling“.

Exzentrische Rennbekleidung ist eine historische Errungenschaft unserer Sportart, und geht vermutlich auf einige der frühen Protagonisten zurück. Ultraknappe Speedos und Tops waren Jungs wie Scott Tinley oder Kenny Souza einfach nicht cool genug, es mussten auch noch grauenhafte Graffiti-Prints auf die knappen Fummel, und auf gar keinen Fall durfte das ganze farblich mit den zumeist neonpinken, thermonuclearprotection Oakley Blades und en Schuhen harmonieren.

Neonpink kann aber auch ganz gut aussehen...dabei denke ich mit einem Hauch von Wehmut die jungen, knackigen Zeiten einer großen Stilikone der Triathletenzunft. Fernanda Keller war es, die in den späten 80ern eindrucksvoll vorführte wie gut ein sehr, sehr wirklich sehr knapper pinker Bikini auf einem sonnenverwöhnten brasilianischen Hintern aussieht. Wie dem auch sei, in den 80ern war es immer ein kleines Spießrutenlaufen, wenn man mit seinem sorgfältig zusammengekauften „Scott Tinley Lookalike“-Outfit auf einer ostwestfälischen Volkslaufveranstaltung auftauchte.

Denn selbst wenn am Sonntagvormittag die Sonne schon mit Vollgas vom Himmel dröhnte, und man es selbst im Schatten kaum aushalten konnte. Man wurde schief angeschaut, wenn man sich in Badehose und mit gelben Sock Racern an den Füssen neben die etablierte „Provinzlaufprominenz“ in die erste Reihe stellen wollte. Dass man in einem solchen Dress in der Triathlon Szene im Mainstream unterwegs war konnten die unwissenden Läuferwichte, die Chucky V vermutlich für den Bassisten von Black Flag halten würden, wenn sie ihm in San Diego auf der Straße begegnen damals nicht wissen. Vermutlich hatte ihnen metholbasiertes Massageöl das Hirn vernebelt.

Mittlerweile haben die Läufer sich angepasst und modernisiert, sie haben (von finnischen Triathleten „salonfähig“ gemachte) Gürtel mit kleinen Trinkflaschen, die es mittlerweile im Runnerspoint gibt, sie essen Powerbars und Gels (aus der Sportabteilung im Kaufhof) - und, es ist traurig aber wahr: Sie tragen Nasenpflaster und Kompressionsstrümpfe. Was die (meisten) Läufer allerdings noch immer nicht verstanden haben, es geht hier nicht immer nur um Funktion, es geht um Style und Lebensgefühl, und deshalb werden sie den Triathleten was Coolness angeht für alle Zeiten hinterher laufen.


(Bild: tri-express.de)

Noch besser als durch farblich angepasste und möglichst radikal-funktionelle Rennbekleidung, kommuniziert man triathletische Vibes immer noch mit dem Pre-Race-Outfit. Während man im Bereich der Rennbekleidung, zumindest, wenn man ambitioniert unterwegs ist, aus funktionellen, speziell auch aerodynamischen Gründen auf die begrenzte Produktpalette einiger Triathlon-Bekleidungshersteller angewiesen ist, kann man beim Pre-Race-Outfit seiner Phantasie und Persönlichkeit freien Lauf lassen.
Beim Pre-Race-Outfit ist besonders in den letzten Jahren ein Trend zur Hang-Loose Mode garniert mit subtilen Zitaten aus der Welt des modernen Hightech Athleten angesagt. Besonders gut lassen sich die entsprechend Trends auf den „Laufstegen“ der Triathlonszene, den Messen am Rande der großen Ironman Veranstaltungen studieren.

Die Athleten befinden sich in einer Taperphase in der das morgendliche Schwimmtraining ausfällt und so gibt es genug Zeit um vor dem Spiegel ein wenig zu optimieren, bevor man sich auf den Weg macht um auf der Messe noch schnell ein paar Ersatzventiladapter und Erdbeer-Powergels zu besorgen. Wenn es das Wetter zulässt, wählen viele Athleten für diesen Zweck entweder (als Hightech Zitat) einen Nike Free Schuh und kombinieren diesen mit einer möglichst lässigen "“Toes to the Nose“ Surfshorts. Für die die lieber gleich in Konastyle konformen FlipFlops herumschlappen, bietet es sich, vor allem bei etwas kühlerer Witterung, das HighTech Zitat etwas nach oben zu verlegen und unter den Boardshorts einfach ein paar Beinlinge zu tragen.

Um nicht als übermäßig nervöser Rookie, sondern als abgebrühter Veteran rüberzukommen empfiehlt es sich, die zur notwendigen Hydratation unverzichtbaren Elektrolytgetränke im Rucksack (nein, nicht der den man bei der Startnummernausgabe bekommen hat, sondern den von Embrun 1987) verstecken und stattdessen ständig eine halbvolle Grand Latte von Starbucks („du weisst ja, ich brauch morgens erstmal, 17 Tassen Kaffe sonst komm ich nicht in Schwung“) mit sich herumzutragen.

Oben rum trägt man am besten ein Funktions-Longsleeve mit ein paar achtlos aufgetackerten Powerbaraufnähern und hochgekrempelten Ärmeln unter einem halboffenen kurzärmligen Hawaiihemd, dass - es sei denn man ist Hannes B, - eher dezent gemustert daherkommen sollte. Auf der Brust darf auch gerne ein CNC-gefrästes Leitröllchen oder alternativ ein stilisierter Fischhaken aus südpazifischen Pottwalknochen getragen werden. Als Kopfbedeckung kommen, besonders bei großer Hitze besonders lässig wirkende, Wollstrickmützen von Independent Skatepunk Lables, oder von zahlreichen Wettkampfreisen in jeden Winkel der Welt abgewetzte Schlapphüte in Frage, oder wenn der Rest des Outfits noch keine „watch out ich bin Tiathlet“ Hinweise für Insider enthält auch gerne eine seltene Rip and Hammer oder eine Oakley Kappe von 1986. Bei der Sonnenbrille gibt es keine Regeln, aber auch hier sollte man sich von etablierten Lables abwenden, wenn man nicht allzu Mainstreamig rüberkommen möchte.

Ich finde das Pre-Race-Outfit ist eine gute Erfindung, denn anders als die ganzen Triathlon Messestände die irgendwann zwangsläufig langweilig werden, gibt es immer wieder spannende, innovative Styles zu sehen, außerdem gibt‘s auf der Messe keine Kameras und wir können dieses Spielchen sozusagen „unter uns“ spielen.
Ein bisschen lästig sind die hoffnungslosen Exzentriker die vor dem Rennen kaum auffallen und dann am TagX vor laufender Kamera modisch ganz, ganz vorne sein möchten. Manche von denen tragen Handschuhe beim Laufen, die anderen lächerliche Netzstrümpfe. Letztes Jahr, da hatte sich der Typ der als erstes über die Ziellinie gehüpft ist sogar einen Haufen Schwämme ins Oberteil gestopft – vom Drittplatzierten jährlich mehr verhüllten Dänen ganz zu schweigen.

Wir dürfen also gespannt sein, was die Zusammenfassung am Sonntag dieses Jahr bietet, denn am Montag bei der Arbeit kommen dann die Kollegen mit den Fragen „hör mal du machst doch auch so was hin und wieder, du läuft aber nicht in Strümpfen und mit Handschuhen und hast Sponge Bobs im Oberteil?....“

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07 Oktober 2008

Abzweig Kona Coffee nicht verpassen

Ab Dienstagmorgen weisen zwei einheimische Wahines am Pier und ein Plakat auf dem Grund der Kailua Bay auf die Existenz einer Pitstop-Möglichkeit für leckeren Kona Kaffee hin. Wem also bei Schwimmmeter 500 die Puste ausgeht, darf sich selbst auf ein Tässchen mitten im Pazifik einladen.

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Does and dont’s, Pokapoka

Geehrter Ironman-Teilnehmer,
anbei erfolgt eine offizielle Mitteilung der WADA Hawaii:

Hawaii mit seinen Inseln und insbesondere das traditionsbewusste Eiland Big Island hat eine lange Historie – dazu zählen auch Dinge wie Kava*, eine Extrakt aus der Kava-Pflanze. Es wird von vielen Einheimischen und Kamaainas zum Ausklang des Abends ab und an getrunken. Der bitter-säuerliche eher eklig schmeckende Trank sorgt für leichte örtliche Betäubung und je nach körperlicher und seelischer Konstitution für eine minimale Benebelung der Sinne.

Pokapoka hat auch eine Tradition in der Region, steht aber auf der Liste der verbotenen Substanzen im Sport. Wenn Ihnen also zwischen Lava Java und Bubba Gump Shrimps ein Local mit einem großen dunklen Abfallbeutel zu später Stunde eine solide Einkaufstasche mit etwa 5 Litern Pokapoka* zu USD 10,- verkaufen möchte, handelt es sich nicht um einen Lei-Blumenkranz! Auch wenn er ohne zu zögern gleich auf 3,- Dollar herunterhandelt sollte man die 2,- Euro steckenlassen.

Während manche Locals am Abend die Lagerfeuer am Strand am Wochenende offensichtlich vorzugsweise mit Pokapoka anzünden und auch keine Bedenken zu haben scheinen, die schnellwachsende Pflanze als Primärbrennstoff zu verwenden, um sich dann im Kreis um die Schwaden zu setzen, sollte der geneigte Besucher aus Europe dann doch etwas Abstand wahren und sich nicht komplett auf den kulturellen Exkurs einlassen.

Bitte NICHT aufsetzen oder umhängen. Bitte nicht mit einer Pokopoka-Lei um den Hals einen Sheriff nach dem Weg fragen. Das wäre dann doch vielleicht ein zu großer Test für die bekannte Toleranz der Ordnungshüter gegenüber den Traditionen und Mythen der Hawaiianer... Bei der für diesen Preis in die Hand gedrückten Menge kann man eher damit rechnen noch vor dem Start des Ironman Hawaii 2008 in den Heimatflieger gesetzt zu werden ;-)

Wer sich bekiffen mag, möge das körpereigene Endorphinsystem nutzen und mal ordentlich Biken und Laufen oder vor dem Schwimmen 5 bis 10 Mal in eine Plastiktüte ein- und ausatmen…


Hochatungsvoll
WADA Kona, Alii Drive

* Verschiedene Schreibweisen und Synonyme sind geläufig. Bildquelle: Wikipedia, GNU Free Documentation License, Version 1.2

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04 Oktober 2008

Das obligatorische Suhsi-Posting

Jürgen Zäck mag Suhsi und viele andere Triathleten auch. Wo kann man in Kona gut Sushi essen? Für die grössere „Trainingslagerversorgungsschlacht“ kann man bei Costco ab ca. 16 US$ Platten kaufen, die für ¼ deutschen Triathlonradbären bis 2 US-Agegoup-Triathletinnen ausreichen dürften. Aber alle Discounter von Walmart über KTA bis Sack’n’Save haben abgepacktes Sushi und Sashimi.


Im Bereich der Restaurants gibt es im Coconut Grove mit Wasabis und Shinio (?) zwei ordentliche Restaurationsbetriebe, wobei Wasabis gemütlicher ist. Der Snack zwischendurch kann mitten auf dem Parkplatz bei Sushi& Bento vor dem Sack’n’Save an der Palani Road genossen werden.

Wer den Fisch lieber gekocht, gebraten oder gedünstet essen möchte kann z.B. Rios (Coconut Grove), Huggo’s (neben Royal Kona Resort) oder Jameson’s by the Sea (direkt am White Sands Beach) testen.

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03 Oktober 2007

Murky waters

Heute habe ich gegen eine der Open-Water Grundprinzipien verstoßen. Nach heftigen Regenschauern in der Nacht, habe ich mich entschlossen doch in der Bay zu schwimmen. Das sollte man aus verschiedenen Gründen nicht machen.

1. Ist das Wasser trüb und man sieht weniger Fische.
2. Auch Haie sehen unter Wasser schlechter und könnten mich in klassisches Chloroprene gehüllt für eine Schildkröte halten (nicht nur deshalb;-).
3. Durch den Regen wird Süßwasser und damit auch Abwasser von der Straßenoberfläche ins Meer eingespült. Damit steigt die Zahl von Krankheitserregern messbar.
4. Man könnte gegen eine eingespülte Kokosnuss schwimmen ;-)


Foto: privat

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02 Oktober 2007

Motto des IRONMAN 2007: kupau

Das Thema des IRONMAN Hawaii 2007 lautet "kupau".

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01 Oktober 2007

In Erinnerung an Dave Bending

Dave Bending ist im August verstorben. Bekannt dürfte er vor allem als Betreiber vom Dave's Bike Shop sein. Gleich neben dem Kingkamehameha gelegen griff auch Normann Stadler stets auf seine Dienste zurück, wenn es darum ging ein Leihbike für die Rennwoche für sich und die Entourage zu besorgen.

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Was ist neu in Kona?

Wenig. Trotzdem gibt es immer wieder kleine Änderungen im Ortsbild. An den Trafficjam hat man sich seit den letzten 2-3 Jahren mittlerweile gewöhnt. In schöner regelmäßig staut es sich vom Flughafen bis zur Palani Road. Ein neues Restaurant direkt am Alii Drive neben Torchy's und ganz in der Nähe des Pier hat mit dem Fishhopper geöffnet. Der Fisch ist ganz ordentlich, die Preise erträglich und die Location luftig und sauber.

Für Partysüchtige kann mitgeteilt werden, dass „Hooters“ jetzt auch in Kona ist. Nach dem Casting im letzten Winter ist der Laden mit den knapp bekleideten Damen in sportlichen Outfits noch immer nicht so richtig angelaufen. Vielleicht liegt es daran, dass die Mädels auf Hawaii sowieso relativ knapp bekleidet sind.

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23 Januar 2007

Der Spiegel: Trip nach Molokai

Der Spiegel hat in seiner Online Edition einen kleinen Abstecher auf die wohl ursprünglichste Hawaii-Insel gemacht, die in der Vergangenheit das Refugium für die Leprakranken war.

"Ritt zum Abgrund der Welt: Mit dem Maultier die Klippen entlang, haarscharf an Felskanten vorbei, auf Serpentinen zum Strand hinab. Ole Helmhausen stand auf Hawaii Ängste aus - auf einem winzigen Eiland, das sich die ursprüngliche Kultur und Natur des Archipels erhalten hat."

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17 November 2006

Mini-Tsunami Ping-Pong

Das kräftige Erdbeben am 15. November im Süd-Ost-Pazifischen Raum (7,7 Richterskala, Kuril Islands) hat kleine schwache Tsunami-Ausläufer bis nach Kailua-Kona und die Nachbarinseln geschickt. Interessanterweise kam es zu einer Art Ping-Pong Effekt in den Kanälen zwischen der Insel. Die Wellen wurden - schwächer werdend – hin und her geworfen. Dabei haben sie sich teils addiert aber auch gegenseitig die Kraft genommen. Die auflaufende kleine Tsunamiwelle sorgte sogar dafür, dass die Wellen bis auf den Pier schwappten. Wie allgemein üblich sammelte sich zuvor das Wasser, um „Luft zu holen“ und zog sich etliche Meter vom Ufer zurück. Dabei ist ein Tourist direkt am Strand des altgedienten Kinkamehameha Hotels zwischen Piermauer und Alterssitz des Königs hinaus in die Bay gezogen worden. Das am Strand ansässige Tauchgeschäft hat den mit dem Schrecken davongekommenen Urlauber aber wohlbehalten zurück ans Ufer gebracht.

Foto: Pacific Tsunami Warning Center

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15 November 2006

Walgemetzel zur Kaffeezeit

Die gestrigen Vermutungen waren gar nicht so falsch. Ein kranker und angeschlagener Wal hat tatsächlich aus dem Norden von Waikoloa kommend rund 20 Tigerhaie angezogen. Diese sind dann in aller naturgmäßen Brutalität am Banyan Tree, wenige hundert Meter vom White Sands Beach an die Arbeit gegangen. Naturgemäß wehren sich Wale durch die Herde, Ignoranz oder Flossenschlagen und Springen. Die zwei Haie unmittelbar am Whitesands waren wohl die Nachzügler.

Jeff ein Bekannter und recht erfahrener Taucher ist versehentlich mit Flossen, Schnorchel und einer gehörigen Portion Mut ins Wasser gegangen. Aber nachdem um ihn herum Kürbiskopfgroße Walfleischteile schwammen ganz, ganz schnell wieder zurück an das Ufer gegangen. Irrtümlicherweise hat er von dem Gespräch zwischen mehreren Japanern im Hause nur das Wort Wal aufgeschnappt und sich auf eine entspannte Begegnung unter Wasser eingerichtet. Der Wal, umschwärmt von bis zu 5 Meter langen Kolossen war bereits am Nachmittag Geschichte, sein Gerippe ist gemächlich hinabgesunken und bildet eine schöne Grundlage für das nächste Riff.

Eine alte Hawaiianische Anglerweisheit bringt die grundsätzliche Situation wenige Meter vor Kona ganz richtig auf den Punkt. Sinngemäß heißt es da: „Du kannst in Kona mit blankem Haken große Fische fangen – das Problem ist es sie in einem Stück oder überhaupt ins Boot zu bekommen.“ Der alte Mann und das Meer lassen grüßen… Tatsächlich machen viele der Tiger ihre Beute an den ausgelegten Angelködern oder mit den frisch angeschlagenen Großfischen, die oft genug angefressen eingeholt werden.

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Ein paar Meter Tigerhai am Vormittag, lebend

Die News vor kurzer Zeit muss so etwas wie eine Warnung gewesen sein. Anscheinend ist die Walsaison eingeläutet und in ihrem Schlepp tauchen vermehrt die ersten größeren Haie vor der Küste auf. Heute Vormittag gegen 11:00 Uhr hieß es also auch in diesem Jahr "Shark Sighted! Get all out". Zwei respektable 3 bis 3 1/2 Meter lange Tigerhaie scherten sich nicht daran wenige Dutzend Meter vor dem White Sand Beach (aka Magic Sands, aka Disappearing Sands Beach) zu cruisen.

Unter den Triathleten ist der wenige hundert Meter lange Abschnitt ob seiner Body-Board-Qualitäten geliebt und auch gefürchtet und nur knapp 2 Meilen von meiner normalen Schwimmstrecke entfernt. Noch am Nachmittag patrouillierte einer der kleinen flinken Helikopter an der Küste zwischen Kahaluu-Beach und den Resorts im Norden entlang, die Surfboards lagen fast alle in den Pickup-Trucks oder unter den Haustreppen und die roten Flaggen waren an den Stränden gesetzt.

Morgen werden wir es sicher in der Westhawaii lesen und am Abend in den Nachrichten sehen – Fotografen und TV waren zumindest ebenfalls nach kurzer Zeit vor Ort.

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13 November 2006

Was man im Meer so findet: Aug in Aug mit der Natur

Tja, nun hat es also doch mal wieder einen Wasserfreund gestern in Kihei (Maui) erwischt. Zwar hat der Hai nur leicht am Bein und der Hand des 29-Jährigen gezuppelt, Spaß macht das sicherlich auch dann nicht, bei der Schärfe der Zähne und der Kraft der Kollegen. Das ist für diese Saison der 3. Angriff rund um die Inselgruppe. Bei den Massen an Wasserratten nüchtern gesehen wirklich eine statistische Marginalie - so lange man nicht exakt zu dieser Gruppe gehört.

Selbst als erfahrener und ziemlich entspannter Schwimmer erlebt man ab und an, beim falschen Schattenwurf dann doch hin und wieder im Meer diese kleinen Panikattacken. Ganz gemein ist es, wenn man dann der letzte der Gruppe ist und sich vorstellt, wie der Bulle, Tiger oder weiße Kumpan sich von hinten wie ein Torpedo anschleicht, die Rückenflosse die Wasseroberfläche durchschneidet und mit einem herzhaften 'Kraschmatz' ein Stück Abdomen inkl. Bauchnabel herausreißt. Ne das gefällt wirklich nicht und ich habe kein Interesse einem der obigen Kollegen zu begegnen, wenn sie mehr als 1,50 bis 2 Meter lang sind..

Um das Thema mal positiv abzurunden. Wir sind heute an der Coast Guard Boje vor Kona einem schönen Manta begegnet, der unter uns fleißig sein Maul auf und zugeklappt hat, um Nahrung einzufiltern. Den Kollegen auf dem Bild kann man relativ häufig direkt am Pier treffen, wenn sie bei mittlerer bis niedriger Tiede Algen an Mauer und Felsen oder die Abtrennleine des Bootsbereichs benagen.


Foto oben: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Tigerhai1.JPG

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29 Oktober 2006

Erdbebenkostenschätzung

Auf rund 200 Millionen US$ wird der Gesamtschaden des Erdbebens auf den Hawaiianischen Inseln eingeschätzt. Auf Big Island hat er vor allem den Hafen im Norden erwischt, bei dem wohl ein ganzer Pier für rund 20-30 Millionen US$ repariert werden muß. Inwieweit bestehende Altschäden in die Statistik eingeflossen sind und welchen Einfluß das Alter der Baustruktur hatte ist noch nicht geklärt. Klar ist nur eine Sache, eine etwas längere Dauer des Bebens hätte für erheblich höheren Sachschaden und Personenschäden gesorgt.

Wer Bilder aus dem Alltag nach dem Erdbeben sehen möchte, kann bei Westhawaiitoday reinschauen.

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28 Oktober 2006

Hohe Ehren für Hawaii-Sieger

Michellie Jones (AUS) und Normann Stadler (GER) wird große Ehre zuteil. Beiden Siegern der Ironman Hawaii Triathlon World Championship gratulieren hohe Landesvertreter. Zu den schriftlichen Gratulanten von Michellie Jones gehört Herr John Howard, amtierender Premierminister von Australien. Dem Deutschen Champ Normann Stadler gratulieren per Fax und Brief Frau Dr. Angela Merkel (Bundeskanzlerin), Herr Helmut Rau (Minister für Kultur, Jugend und Sport) und Herr Günther H. Öttinger (Ministerpräsident des Landes Baden Württemberg).

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26 Oktober 2006

Warum man die Götter achten muß - die Sache mit dem Siegerkranz...

Normann Stadler wußte nicht, was er tat nachdem er am 21. Oktober am frühen Nachmittag zum dritten Mal den Kranz, den man ihn von hinten über Schirmmütze und Sonnenbrille stülpen wollte ablehnte. Der Haku (Hacu, Hacoo), der spirituelle Siegerkranz von Hawaii, gefertigt aus Blättern und Blüten ist eine hohe Ehrung.

Nicht nur, daß der Norminator die angestaute Energie des Rennens und der Zeit vor dem Saisonhöhepunkt mit all den kleinen psychologischen Scharmützeln und Nebenkriegsschauplätzen mit einem deutlich seh- und hörbaren "F*** Y**" auf der Ziellinie beendete. Stadler am nächsten Morgen beim Frühstück von mir darauf angesprochen wollte es zunächst gar nicht glauben, was ihm da so entwichen sein soll. Er hat es dann aber doch noch geglaubt... Nein, es sollte nicht nur bei dieser Eruption Stadlerscher Power bleiben, die die Spannung der letzten Wochen schlagartig entlud: Den heranstürmenden McCormack, Peter Reid's Interview und den Renndruck allgemein.

Wie gewohnt ertrug er geduldig den von den Damen gereichten Kranz eine Weile im Zielkanal auf dem Kopf, legte ihn aber dann vor den Interviews beiseite. Als zum dritten Mal der Kranz durch einen Fan oder Helfer während des NBC-Interviews den Weg von hinten zurück auf den Kopf gefunden hatte und Brille und Mütze verschob, wurde es dem Heißsporn zuviel. Ungeduldig nahm er den Kranz während des Interviews in die rechte Hand und warf ihn ohne hinzusehen zur Seite auf den Boden. "Ich wollte einfach das Ding loswerden, weil es mich gepiekst hat. Nach 8 Stunden denkt man darüber wirklich nicht sofort nach, was man da auf dem Kopf hat" erklärt Stadler wenige später.

Für den mit der Hawaiianischen Kultur wenig betrauten Europäer mag dies ein simpler Siegerkranz gewesen sein - schön anzusehen aber das war es dann auch schon. Nicht so für die Hawaiianer. Die Empörung, ob des Sakrilegs und dem herannahenden Unglück mußte begegnet werden.

Erst eine offizielle Reinigung mit hohen Vertretern des Hawaiianischen Kulturkreises schlichtete die erhitzten Gemüter und brachte gutes Karma auf den Mannheimer und Doppelweltmeister im Ironman Triathlon. "Jetzt können wir sicher sein, daß die Abreise von der Insel ohne zusätzliche Gefahren möglich ist" verdeutlicht Ben Fertic, Präsident der World Triathlon Corporation die Situation aus Sicht der Einheimischen.

Stadler selbst leistete auf der Awards Party erneut öffentliche Abbitte und verwies auf seine Unkenntnis der Details Hawaiianischer Kultur, dem pieksenden Charakter des Kopfschmucks und erklärte, daß man sich als Sportler mehr mit dem Kulturkreis und dem Land auseinandersetzen möge, in das man einen Triathlon bestreiten wolle. Wer den Mannheimer kennt, wird zwar feststellen können, daß er in den letzten drei Jahren sehr gereift ist, er ist aber noch immer auf (zu) hoher Drehzahl eingestellt. Das macht ihn kantig und vielleicht auch unberechenbar aber auch irgendwie aus. Er ist und bleibt ein eruptives Pulverfaß, der "angry Guy" auf dem Bike und tut dem Triathlon damit so richtig gut...

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13 Oktober 2006

Schwimmen mit den Delphinen

Das heutige Training der Trainingsgruppe San Diego rund um Michellie Jones, Normann Stadler, Roch Frey, Heather Fuhr, Lori Bowden und Co. hatte prominenten Besuch.

Eine Schule Delphine besuchte sie kurz vor den Wendeboje - das ZDF im Schlepptau. Damit war es vorbei mit dem organisierten Training, "Dolphin Watching" war angesagt. Der erste Bericht des ZDF-Teams am Sonntag versprichtalso interessante Bilder liefern zu können.

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Schwimmen mit Kimo

Hunde sind in Kona, wie auch an anderen Stränden der USA nicht erlaubt. Am Pier ist das alles ein wenig anders. Dobermann Kimo geht jeden Morgen mit seinem "Daddy" ins Wasser und schwimmt rund 700 Meter am Stück.

Kimo auf 4 Pfoten, Herrchen mogelt und hat sich Boogie-Board-Flossen angeschnallt.

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Kokua

Floyd Unger ist im Ruhestand. Das bedeutet aber auf Hawaii und in den USA generell nicht viel: Ruheständler sind immer aktiv. Floyd hat neben seiner Kunstgalerie am Mamalahoa Highway (Captain Cook) eine weitere Leidenschaft. Auch in diesem Jahr wird der Teilnehmer des Ironman Hawaii 1991 erneut Mitglied der Kokua-Crew irgendwo auf der Radstrecke sein und Bananenhälften und Powerbar reichen.

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11 Oktober 2006

High Surf, Zeit zum Boogie

Die ganze letzte Woche war nichts zu sehen vom „Swell“, der endlich den „High-Surf“ bringen sollte. Wer heute Morgen mit wachen Augen durch Kona geschlendert ist, mußte eigentlich nur den Augenpaaren und Köpfen der Locals und Kamaainas folgen. Es war endlich angerichtet, die ersten kleinen Boten der Wellen waren da und machten das Schwimmen beim Einstieg etwas mühsamer, als in den Tagen zuvor.

Heute sollte man auf alle Fälle das Boogie-Board einplanen. Inlandinger Wind drückt beständig das Wasser Richtung Kona und der Ritt auf den Wellen ist am White Sands Beach und Honl's Beach prächtig. Anfänger sollten sich aber vor allem am White Sands vor den hart aufschlagenden Wellen und den vereinzelt herumliegenden Steinen schützen.

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Kona bei Nacht?

Wer schon immer einmal Kona bei Nacht sehen wollte, kann sich ganz in der Nähe des Island Lava Java - dem zentralen Hotspot am Südende der Stadt ein Bild vom Alii Drive und ein paar (mal leeren oder vollen) Stühlen machen. Nachts wird die Kamera abgeschaltet, nicht wundern.

Webcam: (c) Property Network, Ltd. 75-5799 B-3 Alii Drive, Kailua-Kona, Hawaii 96740

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10 Oktober 2006

Quallenlarven in Kona

Am Montag ist es also wieder so weit. Auf dem Abschnitt der Schwimmstrecke sind zahllose Quallenlarven verschiedener Stadien mit kleinen aktiven Nesselkapseln unterwegs. Wenn am Pier also entsprechende Warnungen aufgestellt sind, sollten sich sensible Naturen sicherheitshalber in den Pool begeben. Der Pool ist bei den derzeit schwül-heißen Bedingungen sowieso die beste Option. Je nach Hauttyp kann der Kontakt mit den Quallen zu leichten bis mittleren Hautrötungen und leichtem bis mittlerem Schmerz führen. Solange aber am Pier aber keine großes Schild mit "Jellyfish" steht, ist das Schwimmen inkl. einiger Piekser für die meisten Menschen kein Problem.

Eine ganz dumme Idee ist das prophylaktische Tragen eines Schwimmeinteilers, um die Haut zu schützen. Kommen die Larven darunter fühlen sie sich zurecht bedrängt. Wenn es einen doch erwischt hat, kann man den Schmerz mit kühlem Wasser oder Essiglösung lindern und die Haut säubern.

Foto: "Die Entwicklung der Meduse". In: "Das Meer" by Matthias Jacob Schleiden (1804-1881). Copied from: NOAA photo library.

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