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Mark Allen Online talks :: HOT: WVC Triathlon Kassel HOT: Redakteure gesucht HOT: Verlosung, XTERRA Volt |
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Mark „The Grip“ Allen gewann sechsmal den Ironman Hawaii und schreibt
in seiner Kolumne seine Sicht der Dinge und Interpretationen aus Hawaii. 3athlon.de
eZine veröffentlicht exklusiv die deutsche Übersetzung. 17. Oktober 2003 Nachher werde ich noch einmal ein paar Einblicke geben, in das was hier in Kona im Moment so abgeht. Heut werde ich aber nicht auf das aktuelle Rennen eingehen, sondern mal aus meiner Perspektive beschreiben, was es braucht, um hier ein perfektes Rennen abzuleifern. Manches, was ich sagen werde wird sich mit euern Erfahrungen decken, und manches möglicherweise nicht, oder erst dann, wenn man tatsächlich an der Startlinie steht. Hoffentlich kann ich mit meinen Gedanken zu einem besseren Verständnis der Herausforderung Ironman Hawaii beitragen, und herausstellen, was ihn so besonders macht. Ich habe 12 Mal in Kona teilgenommen. Ich habe 6 von diesen Rennen gewonnen. Keins von den Rennen war leicht, und sie waren alle nicht so, wie ich es mir in meinen Szenarien für ein perfektes Rennen zurechtgelegt hatte. Aber jedes hat mir eine neue Facette gezeigt und mir die Möglichkeit gegeben, auch andere Aspekte meines Lebens mit anderen Augen zu sehen. Das Rennen in Kona startet an dem Tag an dem man sich entscheidet zu starten. Die Herausforderung spiegelt sich in den endlöosen Trainingsstunden, die nötig sind um sich zu qualifizieren. Ironman beginnt schon auf dem Weg dort hin, denn es heißt sich konzentriert und konsequent auf ein Ziel vorzubereiten, und mit der Einsicht, daß wir alle Menschen sind und unsere Grenzen haben. Gleichzeitig lernen wir aber auch den Begriff Limit neu zu definieren. Wir sehen, daß wir Dinge erreichen können, die unmöglich erschienen, und zwar im Training und im Rennen, man lernt auch, daß niemand absolut unschlagbar ist. Das passiert, wenn man im Rahmen seiner persönlichen Fähigkeiten die Grenzen nach oben erweitert ohne das System zu überlasten. Das ist es, was Ironmanrennen fordern. Viele denken, daß ein gutes Ironman Rennen auf einem eisernen Willen beruht. Das stimmt zu Teil, aber jeder der schon mal seinen Fuß auf Big Islands Lavaboden gesetzt hat, durch den Wind und die Hitze gefahren ist, wird sehr schnell merken, daß diese magischen Naturgewalten einen großen Einfluß auf das Rennen eines jeden Teilnehmes haben werden. Die erste Ausfahrt durch die Winde der Lavawüste, die ständig wechseln und mal seicht mal gefährlich stark und böig durch die öde Ebene auf der Westseite der Insel pfeifen räumt ziemlich schnell auf mit der Illusion man könnte die Element bekämpfen. Selbst ein kurzer Jog in der Mittagshitze reicht aus um die Vorstellung zu beseitigen, man könnte dieses Rennen ohne jegliche Krise oder mentalen Durchhänger beenden. Ihr fragt euch vielleicht Warum? Was ist es denn dann, was Spaß macht am Ironman? Um diese Frage zu beantworten gehen wir am besten zuerst an das Ende des Rennens. Für alle, die auf dem Alii Drive über die Ziellinie laufen, und mit den Herausforderungen des langen Tages gekämpft haben, sie alle haben die ganzen Puzzlesteine zusammengesetzt, die es braucht, um vom Start im Pazifik bis zu Ziel am Pier zu laufen. Sie alle haben die Nervosität am Tag vor dem Start erlebt, und die Aufregung kurz bevor es losgeht, die bittere Realität auf dem Rad, und die Zweifel beim Marathon. Jeder Starter lernt die Ironman Realität kennen und die ist in der Regel verschieden von dem was man sich vorher augemalt hat. Ich weiß, ich spreche jetzt nicht von Pulswerten, Kilometern, Kraftübertragung und Trainingstechniken. Klar ist sowas auch wichtig für den Ironman, aber das was im Inneren eines Athleten vorgeht, diese Stärke, die man braucht um am Ende ins Ziel zu kommen, ist nichts was man leicht beschreiben, oder quantifizieren kann. Mut, Ausdauer, Selbstsicherheit Ausgeglichenheit und Flow, das sind die Schlüssel zum Ironman. Sie sind genauso real wie ein 36°C Tag. Wenn man diese Elemente zu seinem Vorteil nutzt kann man ein großartiges Rennen machen. Während meiner aktiven Zeit gab es ein paar einfache Dinge, die mir geholfen haben alle diese Elemente menschlicher Leistung, die man nicht in einem Labor charakterisieren kann, zu steuern. Eins dieser Dinge ist das Gefühl von Selbstsicherheit. Und zwar im Sinne von "ich bin froh, daß ich lebe!". Mit diese Einstellung, kann dir in keiner, auch noch so chaotische Rennsituation, die positive Energie verloren gehen. Ein weitere Sache ist, daß man alles was um einen herum sehen und beobachten sollt, sich aber gleichzeitig immer darauf zu konzentrieren, was in einem selbst abläuft. Diese Aufgabe bringt eine absolute mentale Ausgeglichenheit, die in einem Ironman Rennen Gold wert ist. Wenn man komplett ausgeglichen ist finden negative Gedanken keinen Halt. Außerdem ist es so möglich, sich ausschließlich auf das momentan wesentliche zu konzentrieren, anstatt zu hinterfragen, ob man denn überhaupt finishen wird. Der Dritte Trick, macht es mir leicht jegliche Herausforderung oder Panne in einem Rennen positiv zu sehen, und das ist die Erkenntniss, daß ich das Rennen absolut freiwillig mache. Ich selber habe mich entschieden an den Start zu gehen und diese Situation zu erleben. So konnte ich jedesmal über Krisen hinweg mein Rennen durchziehen und ein tolles Erlebniss daraus machen. So, das wars erstmal. Mark Allen Links
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O-Töne "Hawaii - Ein Wechselspiel aus Seelenschmerz und Körperqual." - Mark Allen |
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