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Interview mit Chris McCormack: ‚Alle anderen Rennen und Weltmeistertitel sind gar nichts wert, wenn man nach Kona kommt. Man ist ein unbeschriebenes Blatt!‘
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O-Töne
"Wie ein neues Kapitel in Grimms Märchen." - Sebastian Dehmer über seinen Sieg bei den Weltmeisterschaften der Junioren 2001.





Interview mit Chris McCormack: ‚Alle anderen Rennen und Weltmeistertitel sind gar nichts wert, wenn man nach Kona kommt. Man ist ein unbeschriebenes Blatt!‘


Kailua-Kona (Hi, USA) - Chris McCormack gilt als der aussichtsreichste Kandidat Normann Stadler vom Thron zu stoßen und ihm dauerhaft in der Zukunft die Stirn bieten zu können. Der Australier ist einer der erfolgreichsten Triathleten der Geschichte und hat neben ITU-Weltmeistertiteln bei vielen Rennen die Konkurrenz geschockt und regelrecht deklassiert. Der Australier hat rund 150 Siege auf allen Kontinenten der Welt eingefahren und schien phasenweise am Ironman auf Hawaii zu scheitern. Eine Woche vor dem Hörhpunkt am Nabel der Triathlonwelt nimmt er seine vermeintlichen Hauptkonkurrenten Stadler und Al-Sultan gestenreich genauer unter die Lupe und rückte ein paar Dinge gerade.

3athlon.de: Chris, Du hast den Ironman 70.3 Honu mit Bravour bestanden. Hast Du die Probleme mit der hohen Luftfeuchtigkeit gelöst?
Chris McCormack: Ich denke, dass das eine Kopfsache war. Ich hatte von Anfang an meiner Karriere Probleme und mir irgendwann eingeredet nicht bei hoher Luftfeuchtigkeit bestehen zu können. Honu ist zwar immer noch nur eine „halbe“ Distanz, aber ich glaube ich weiß jetzt, wie es geht. Vielleicht wird man nach 2007 in der Rückbetrachtung sagen können, dass 2006 der Knoten geplatzt ist.

3athlon.de:  Normann Stadler hat in einem Interview auf 3athlon.de gesagt, dass Du an Deinen Worten gemessen werden könntest. Du bist zum 7. Mal auf der Insel und wirst vielleicht doch Mark Allen beerben, der so oft gescheitert ist. Er hat erst beim 7. Mal den Durchbruch geschafft. War es voreilig von Dir, vor Deinem ersten Start gleich von Sieg zu sprechen und vielleicht damit die anderen Athleten abzuwerten? So ist es bei Ihnen zumindest angekommen…
Chris McCormack: Es ist mein 6. Jahr. Ich bin zum Ironman gekommen, um definitiv dieses Rennen zu gewinnen. Ich erwarte bei jedem Rennen, dass ich gewinnen kann, sonst würde ich nicht antreten. Das wäre die falsche Einstellung: Hinzufahren und nicht Siegen zu wollen. Bei meinem ersten Ironman habe ich gewonnen. Ich habe in 8:16 Stunden gefinisht, war 3 Jahre ungeschlagen. Warum sollte ich nicht hierherkommen und mit dem Sieg spekulieren? Ich kann nicht verstehen, warum das die anderen Athleten aufgeregt hat. Wenn man mit diesen Voraussetzungen kommt, muss man doch den Sieg mit in die Rechnung aufnehmen!
Ich bin wirklich jedes Jahr mit der Einstellung an den Start gegangen gewinnen zu können. Dies Jahr hat sich das nicht geändert.
Es war natürlich schwer mit den Fehlversuchen umzugehen. Jeder der mich und meine Karriere kennt, weiß, dass ich immer Probleme mit hoher Luftfeuchtigkeit habe. Hitze ist nicht das Problem, aber die Luftfeuchtigkeit war lange ein Problem. Ich hatte Probleme in Japan als Junior und Erwachsener, ich strauchelte in Cancun mehr ins Ziel, als dass ich lief.
Ich habe größten Respekt vor Peter Reid oder Normann Stadler, aber das bedeutet ja nicht, dass ich meine Chancen nicht einschätzen und wahrnehmen sollte. Ich denke aber, dass ich besser als Normann, Faris und die Anderen bin. Das war auch der Grund, warum es nach dem Rennen im letzten Jahr zu den Problemen auf der Pressekonferenz und später mit Normann kam. Er hat ein großartiges Rennen abgeliefert und ich hatte an dem Tag keine Chance. Es war als Kompliment gedacht und er hat es falsch verstanden, als ich sagte, dass ich nicht realisiert hatte, dass Normann so gut sei. Es war eine richtige Offenbarung in dem Rennen. Ich hatte ihn nie ernsthaft auf der Rechnung, weil ich immer seine alten Laufzeiten im Kopf hatte.
Auf der anderen Seite habe ich ihn „50 Mal“ [Ausdruck von deutlicher Dominanz] geschlagen. Ich habe ihn in Wildflower um 8 Minuten geschlagen. Ich habe Faris in Roth keine Chance gelassen. Die Jungs sind vielleicht gut, aber ich fühle mich als der deutlich stärkere Athlet. Ich habe mich mit Simon Lessing, Hamish Carter – allen gemessen und viele mehrfach geschlagen. Mein ganzes Leben habe ich diese Athleten geschlagen, warum nicht auch in Kona?

3athlon.de: Vielen Athleten fehlt aber gerade dadurch der Respekt.
Chris McCormack: Ich habe Respekt vor den Athleten. Aber ich glaube, was die Ironman Jungs gestört hat, ist dass es da nur dieses eine Rennen gibt. Es zählt nur Hawaii im Ironman. Das habe ich lange nicht verstanden. Alle anderen Rennen und Weltmeistertitel sind gar nichts wert, wenn man nach Kona kommt. Man ist ein unbeschriebenes Blatt! Ich bin im letzten Jahr zum US Triathlete der Welt gewählt worden, obwohl ich im Jahr davor viel erfolgreicher war. Das hat mir klar gemacht, dass es nur um den Ironman, um Hawaii geht.
Ein Ironman-Athlet macht zwei, drei Rennen im Jahr. Ich bin es gewohnt 15, 20, 30 Rennen auf hohem Niveau zu bestreiten und zu gewinnen. Ich bin ein Wettkampftyp, ich möchte mich in den Events messen. Ich will harte Rennen, ich will gewinnen. Ich nehme es persönlich, wenn ich verliere. Ich trainiere meinen Arsch wund und dann gibt es Typen, die bekommen das ganze Jahr nichts zusammen und sagen mir ich sei respektlos.

3athlon.de: Gehen wir zurück zum letzten Jahr. Warst Du nahe an Deiner Spitzenform auf dem Weg zum Ziel am Alii Drive?
Chris McCormack: Ich hatte den perfekten Tag, aber die falsche Taktik. Ich habe Normanns Laufform unterschätzt. Nach einem harten Radsplit ist er immer eine 2:58 bis 3:03 Stunden gelaufen. 2006 läuft er mit 2:55 eine persönliche Bestzeit in einem wirklich starken Marathon und nach einer ebsnso beeindruckenden 4:18 Stunden auf dem Rad. Dann hatte er noch den Wetsuit an. Das war ein klarer Vorteil, den nicht Jeder nutzen konnte. In diesem Jahr habe ich auch einen an, mal sehen, wie viel er mir bringt. Wir werden dann sehen, wer wo aus dem Wasser kommt. Es war betrügen, aber legal. Es ist wie mit dem Material in den anderen Dingen. Da gibt es Aerohelme, Prototypen von Lenkern und Laufrädern im Rennen. Aber so sind die Regeln.

3athlon.de: Nach dem Ironman Hawaii 2006 kamen Vorwürfe auf, dass Du nicht die Regeln befolgt hast, sprich die Winschattenbox zu klein war. Fotos wurden ebenfalls vorgelegt, die für den Vorwurf Anzeichen enthielten. Für 2007 wird die Box größer und man muss in 25 Sekunden überholt haben...
Chris McCormack: Es war die ganze Zeit ein Offizieller bei unserer Gruppe dabei. Er hätte eingegriffen und die Karte gezogen, wenn was nicht OK war. Das hat er nicht gemacht. Ich habe in meiner ganzen Karriere keine einzige Zeitstrafe wegen Drafting bekommen. Ich kann auch Fotos zeigen, wo Normann von 14 Autos und Motorrädern begleitet wird. Eins, zwei, 14 ganze Fahrzeuge. Das ist Kona, das ist das Privileg des Führenden. Wie es den Vorteil der Gruppe gibt. Natürlich spart man bei 7 Metern Energie, aber Normann kann ja mit uns fahren.
Wenn die WTC [World Triathlon Corporation] die Regeln macht, befolge ich sie und nutze sie auch aus! Mir ist es egal, ob wir 7, 10 oder 20 Meter Abstand haben. Mir wäre ein großer Abstand sogar lieber. Dann würde man einige Gesichter vorne nicht mehr sehen. Warum sollte ich dann als schneller Läufer nicht im Pack fahren? Dann ist es auf einmal respektlos. Man kann sich aussuchen, welche Taktik man fahren will. Manche können es sich nicht aussuchen.

3athlon.de: Hast Du also den nötigen Respekt vor dem Rennen?
Chris McCormack: Ich habe sicherlich mehr Respekt, als viele andere. Ich will den Sieg, ich sehe das als eine historische Herausforderung. Viele sehen das nicht so, aber mit Normann und mir sind zwei Ausnahmeathleten im Ironman am Start. Ich verfolge den Ironman Hawaii seit den Anfängen. Ich bin damit aufgewachsen die Videos von dem Rennen zu sehen. Mark Allen, Jürgen Zäck, Pauli Kiuri waren meine Helden. Ich habe immensen Respekt vor dem Rennen und seiner Geschichte.
Sprich mit Bob Babbitt, frage egal wen. Bob ruft bei mir an, wenn er Daten wissen will. Ich habe alles im Kopf. Frag mich wer 1984 gewonnen hat, nach den Top 10 von 1991. Ich habe sie im Kopf. Ich lebe für dieses Rennen.
Aber ich bin Chris McCormack. Ich weiß wer ich bin, was ich kann und geleistet habe. Sorry, dafür wie ich bin. Ich muss mich nicht verstecken. Viel mögen mich deshalb nicht, viele mögen mich auch oder gerade deshalb so. Viele mögen Normann Stadler nicht. Ich bin auch nicht Mark Allen. Ich bin kein Läufer. Ich möchte nicht mit ihm verglichen werden. Mark Allen hat seine ganze Karriere im Pack auf dem Bike gesessen und dann 30 Minuten auf Thomas Hellriegel aufgelaufen. Niemand hat ihn deshalb angegriffen, weil es sein Art ist Rennen zu bestreiten. Cameron Brown sitzt ebenfalls nur im Pack. Das ist OK.
Vielleicht schaut irgendwo ein junges Kind in diesen Tagen beim Ironman zu und nimmt mich oder andere Champs als Vorbild, um mit dem Sport anzufangen und dann der  zukünftige Hawaii-Sieger zu werden. Vielleicht will er auch schneller sein, als ich oder Normann, oder den Weltrekord von van Lierde. Ich habe in einem Interview gegenüber dem L.A. Tri Club 2001 gesagt, dass ich gerne alle wichtigen Rennen gewinnen möchte und besser als Dave Scott oder Mark Allen sein will. Ein paar Jahre später habe ich das getan. In der Vergangenheit habe ich maximal 2 Jahre gebraucht, um ein Rennen zu gewinnen. Mit dieser Einstellung bin ich auch nach Hawaii gekommen.

3athlon.de:  Faris Al-Sultan hat in einem Interview gegenüber dem Competitors Radio am 2. Oktober sinngemäß gesagt, dass “ihr euch einfach nicht mögt” Ist das wirklich so? Was hat es mit den E-Mails auf sich, die nach dem Rennen von Dubai ausgetauscht wurden und Deinen Einträgen auf Deiner Website? Wo liegt oder lag das Problem?
Chris McCormack: Ich hatte nie ein Problem mit Faris. Faris hat in einem Interview nach Roth gesagt, ich könne nicht Schwimmen oder Radfahren und würde betrügen und könnte nur laufen. Ich hätte einen Pacemaker am Start gehabt. Das ist eine Lüge, ich hatte einen Plattfuß und war 6 Minuten zurück auf den letzten 80 Kilometern. Wenn einer einen Schrittmacher hatte, dann Faris. Kieran [Doe] war doch mit ihm unterwegs!
„Komm schon Mensch, Du glaubst ich habe es nötig einen Pacemaker nach Roth zu bringen um Dich zu schlagen? Dafür bist Du nicht gut genug“ habe ich ihm geschrieben.
Dann haben sie dieses Rennen in Dubai organisiert. Vor Dubai hatte ich nicht trainiert und war dann überrascht, dass Faris am Start stand. Ich war da, um den Scheich zu treffen und zu sprechen. Und dann kam wieder auf, dass Faris ein Problem mit mir hat. Ich hatte nie ein Problem mit Faris. Er machte mir das dann sehr, sehr klar.
Mann, da habe ich mir gesagt „Du hast nichts. Ein Rennen, einen EINZIGEN Sieg hast Du. Ich habe 150 Siege, war Weltmeister.“ Ich hatte in Dubai Übergewicht, bin mit dickem Bauch vor ihm aus dem Wasser gekommen und habe mich umgeschaut [mit entsprechender Geste und beiden Händen auf den Bauch zeigend] und gerufen: „Come on! Ich kann nicht schwimmen?“ Ich bin ihm davongefahren und habe im Ziel auf ihn gewartet. Mit über 4 Minuten Vorsprung habe ich ihn geschlagen. Das war’s.

Er hat dann weitergemacht und in einem Interview beim Triathlete Magazine wieder nachgelegt. Das ist nicht fair. Wenn man etwas zu sagen hat, dann „Face to Face“. Ich habe das ihm dann auch geschrieben und mich lustig gemacht. Wenn ich antrete liefere ich Leistung ab. Wenn Faris startet, dann kommt er wieder wie in Frankfurt mit Schulterzucken ins Ziel [gestikulierend]: „Uhuhuh, sorry for sucking up!“ Das ist peinlich, ein sechster Platz ist peinlich. Als einer der Top-Favoriten geht man nicht an den Start und liefert so eine Leistung ab.

3athlon.de: Du hast in Roth in den letzten Jahren dominiert.
Chris McCormack: Weißt Du Mann, ich habe Roth 4 Mal hintereinander gewonnen. Ich starte und liefere Leistung ab. Ich liefere! In Roth bin ich schnell auf dem Rad gewesen und noch schnell gelaufen und unter 8 Stunden geblieben. Faris hat nie ausserhalb von Hawaii geliefert, Normann eigentlich auch. Sie bringen die Leistung nur in Kona. Ich habe auch in Kona einen 2. und 6. Platz abgeliefert. Bei beiden bauen sich die Karrieren nur mit Kona auf.

3athlon.de: Du schlägst beide auf anderen Kursen?
Chris McCormack: Ja, sicher. Das wissen sie auch. Kurzstrecke, Half-Ironman, in jedem Format. Wie würdest Du es mögen, wenn ein kleines schmieriges Kind zu Dir käme und sagen würde, „Du bist nicht gut“? Würdest Du Dir das gefallen lassen? Ich sage mir da „gut, wie war das wieder in Frankfurt? Wer hat nicht gefinisht, wer ist hinten eingelaufen? Du hast vielleicht ein Herz, aber Du bist nicht so gut.“ Das ist peinlich. Du bist der Weltmeister. Der Veranstalter bezahlt wahrscheinlich ein riesiges Antrittsgeld und ihr geht durch die Hintertür.
 Dann kommt wieder „Sorry, I’m sorry.“ Wenn Du versprichst mit der Anmeldung etwas abzuliefern, sollte die Sendung auch ankommen. Die Zuschauer wollen keine Entschuldigungen.

3athlon.de: Siehst Du Mentalitätsunterschiede zwischen den Deutschen und den Australiern?
Chris McCormack: Augenscheinlich sind so viele starke und gute Deutsche im Kampf um den Kuchen unterwegs, dass da viel Rivalität ist. Dann kann man vielleicht verstehen, warum Faris zu Normann im Ziel gesagt hat, dass er froh sei, dass Normann mich geschlagen hat. Wenn ich Luke Bell begegne, geht das eher freundschaftlich zu.

3athlon.de: Wie würdest Du die Deutschen charakterisieren?
Chris McCormack: Faris ist zäh, ein harter Bursche. Wenn es heiß ist und ein langes Rennen wird ist er eine Herausforderung. Normann ist herausragend in Kona. Er ist auf dem Rad der größte Radfahrer, den der Sport hervorgebracht hat. Auch im direkten Vergleich zu Jürgen Zäck oder Thomas Hellriegel oder anderen starken Radfahrern.  Er war 2004 und 2006 der Stärkste!

3athlon.de: Was ist derzeit bemerkenswert, nach dem Rücktritten von Allen, Scott und Reid?
Chris McCormack: In 20 Jahren wird Jeder feststellen, dass es eine Ära mit Ausnahmeathleten war.  Mit großen Talenten und fantastischen Rennen. Viele habe das noch nicht begriffen, dass die Schlacht um die Geschichtsbücher des Sports gerade geschlagen wird.
Es ist auch eine Änderung des Weltbildes. Die Amerikaner sind gegangen [bei den Herren], da kommt keiner nach. Es ist das Zeitalter der Europäer, der Deutschen und die Belgier und Spanier stehen in der Reihe. Da möchte ich als Australier dabei sein und meinen Fußabdruck hinterlassen. Das ist eine neue Ära. Ich bin mir ziemlich sicher.

3athlon.de: Lass uns einen Augenblick Dein Training in Boulder ins Auge nehmen. Mit wem trainierst Du? Sind das Spezialisten oder was zieht Dich in die Höhe.
Chris McCormack: Ich trainiere viel mit jungen Leuten, meist sind es Triathleten aber auch Radfahrer. Primär geht es mir aber um die Höhe. Ich habe das noch nie vorher gemacht. Ich habe es sehr genossen und viel Opfer auf mich genommen. Ich habe unglaublich viel trainiert, wir hatten tolles Wetter.

3athlon.de:  Normann hat mir in einem Interview gestern gesagt, dass er in der Lage sei eine 2:50 oder 2:52 im Marathon zu laufen, sich aber nicht sicher ist, ob er das überhaupt muss. Was ist Deine Vorgabe? 2:43 oder 2:44?
Chris McCormack: Ich denke schon, dass eine 2:40 bis 2:43 möglich ist. Ich bin derzeit phänomenal im Laufen. Ich glaube nicht, dass Normann eine 2:50 laufen kann! Ich wünsche mir aber ein enges Rennen. Am liebsten hätte ich auf dem Weg aus dem Energy Lab Normann vor mir und einen ärgerlichen Faris im Nacken. Dann würde ich sagen, „Hey, Rock’nRoll! Lasst uns das Spiel eröffnen…“ Ich möchte nicht mit 15 Minuten Vorsprung gewinnen. Es soll spannend werden, Mann gegen Mann. Wenn ich dann geschlagen werde, schüttele ich ihnen die Hände. Dann war es ein würdiges Rennen.

3athlon.de: Wird der Ironman 2007 eine Kopie von 2006?
Chris McCormack: Puh, das kann ich nicht glauben. Wir haben mit Lieto und SIndballe starke Radfahrer dabei. Man wird sehen, ob es wieder wie 2004 einen bei Kawaihae an die Spitze fahrenden Normann gibt. Vielleicht fährt er wieder einen Rekord, kann aber dann nur eine 2:57 im Marathon bringen. Ich möchte mit den wichtigen Konkurrenten und starken Schwimmern aus dem Wasser kommen und auf dem Rad wird sich dann zeigen, welche Taktik sinnvoll ist.

3athlon.de: Welche Ziele gibt es noch für Dich?
Chris McCormack: Ich habe Roth mehrfach gewonnen. Normann hat zweifach in Australien gewonnen, in meiner Heimat. Roth hat eine historische Dimension, aber ich suche neue Herausforderungen. Kurt Denk ist an mich herangetreten. In Frankfurt sind die starken Deutschen, es ist das wichtigste Rennen in Deutschland, vielleicht auch in Europa. Ich würde gerne dort starten und das Rennen gewinnen, wir haben aber noch keine Absprachen getroffen. Die starken Deutschen in Deutschland zu schlagen wäre toll. Am Mittwoch werden wir uns zusammensetzen. Ich habe noch einen Vertrag mit Felix [Walchshöfer] und muss mit ihm über Roth sprechen.  Es ist noch nichts entschieden!
(Kai Baumgartner)

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Chris McCormack fühlt sich reif für den Sieg.
Foto: 3athlon.de


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