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2. Tag, Brillenwechseltag: Triathlet Marcel Heinig startet Weltrekordversuch über 50 Triathlondistanzen.
O-Töne
"Schmerz vergeht, Ruhm besteht!" - Maik Petzold nach seinem 3. Platz bei der EM 2002 in Györ/Ungarn.
2. Tag, Brillenwechseltag: Triathlet Marcel Heinig startet Weltrekordversuch über 50 Triathlondistanzen.
Monterrey (Mex) - Nach 16 Stunden hat Marcel Heinig seinen ersten Arbeitstag hinter sich gebracht. Das Radfahren verlief sehr schnell, nach sieben Stunden ist er zum Laufen gewechselt. Dort ist er dann die ersten zwei Runden gemütlich gelaufen, bevor er in einen gemäßigten Laufschritt wechselte. Als er das Ziel erreichte, war er allerdings nicht der Letzte. Die einzige Frau, Suraya Oliver aus England, die zehn Ironmans in zehn Tagen schaffen will, war da noch auf der Laufstrecke und hat gegen 4 Uhr das Ziel erreicht.
Marcel Heinigs Kommentar:
„Der erste Tag war körperlich OK. Ich bin ganz zufrieden, obwohl 16 Stunden fast schon zu schnell sind. Andererseits bin ich natürlich froh, dass ich fast acht Stunden Regeneration haben werde. Mental sieht es schon anders aus, die Distanz erdrückt einen. Das war zwar in Theorie klar gewesen, aber jetzt spüre ich, wie es sich in der Praxis anfühlt. Die Vorstellung dieses Schauspiel noch neun Tage durchzuführen, fällt mir schwer. Morgen plane ich
17 bis 18 Stunden. Ich versuche, dass auch in den folgenden Tagen zu halten.
Ich habe permanent Angst, das Rennen hier vorzeitig aufgeben zu müssen. Aber da muss ich jetzt durch und werde mein Bestes geben. Außerdem habe ich im Gegensatz zu 2006 (Heinig wurde Weltmeister im 10fachen Ironman) in diesem Jahr mit Sandra Krüger eine persönliche Betreuung, was dieses Vorhaben hier wesentlich erleichtert.
Zum Rennverlauf heute: Es war sehr heiß, schon im Schwimmbecken. Beim Laufen waren es über 30 Grad. Für uns kältegewohnte Deutsche waren es gefühlte 40.
Die Radstrecke verlief gut, wobei die anderen Athleten alle schnell unterwegs waren, was mich dazu verleitet hat, auch mehr Gas zu geben. Morgen muss ich da runterschrauben. Ich peile 17 Stunden an.
Ein sehr trauriges Ereignis heute war das Aus von Bern Knechtle. Er ist ein erfahrener Sportler und schon lange im Geschäft dabei. Ja, und in der vorletzten Radrunde ist er mit einer Ente kollidiert, was sich vielleicht lustig anhört, aber dazu führte, dass er sich das Schlüsselbein gebrochen hat. Eine weitere Rennteilnahme ist also für ihn unmöglich."
Am Anfang hatte Marcel Heinig beim Schwimmen ein paar kleinere Probleme mit der Schwimmbrille, die erste hatte zu schnell beschlagen, obwohl ein Spray benutzt wurde. Die 2. war undicht, die 3. sass zu locker. So dass er dann doch mit der ersten wieder geschwommen ist. Das Schwimmen lief wie gestern ganz gut, nach ca. 2 ½ Stunden verließ der Cottbusser das Wasser und machte sich auf die Radstrecke.
Foto: Sandra Krüger
Marcel Heinig: „Der erste Tag war körperlich OK. Ich bin ganz zufrieden, obwohl 16 Stunden fast schon zu schnell sind."
Foto: Sandra Krüger
Den Tagessieg sicherte sich der Slowene Matej Markovic.
Foto: Sandra Krüger
Nichael Gärtner ist der 2. Starter aus Deutschland, der sich diese Erfahrung gibt. Getränke gibt es von freundlichen Helfern, wie Beto, der unermüdlich die Sportler unterstützt.
Foto: Sandra Krüger
Aus Österreich ist Andreas Karall am Start, der als 8. des Tages das Ziel erreichte.
Foto: Sandra Krüger