
Dopingvorwürfe, Triathletin Kate Allen greift Kurier scharf an.
Innsbruck (AUT) - Während die Website der gebürtigen Australierin Kate Allen nur über Umwege und Nutzung der Suchmaschine Google nutzbar ist, nimmt die österreichische Olympiasiegerin vom Athen 2004 zu den Vorwürfen der Zeitung Kurier Stellung, indem sie die in einem Artikel vom 15.11.2009 benannten Zeugen als Entlastungszeugen nutzt. So wird die argumentative Darstellung des Kuriers geschwächt, allerdings kann weiterhin derzeit nicht geklärt werden, ob Allen Gast der Wiener Blutbank Humanplasma war:
"In der Ausgabe vom 15.11.2009 des täglich erscheinenden Druckwerks „Kurier“ wird auf den Seite 24 und 25 unter der Überschrift „Wenn das Blutbank-Geheimnis fällt“ unter anderem darüber berichtet, dass eine große Zahl von Spitzensportlern bei der Firma Humanplasma in Wien Kunden gewesen seien und eine große Zahl von Spitzensportlern im Verdacht stehen würde, bei der Firma Humanplasma Blutdoping betrieben zu haben.
Es wird im genannten Artikel weiters behauptet, auch die Olympiasiegerin Kate Allen würde von Zeuginnen dahingehend belastet werden. Diese Behauptung wurde vom Kurier bereits in einem Artikel am 14.06.2009 aufgestellt und hat Kate Allen aufgrund dieser unhaltbaren und ungeheuerlichen Anschuldigungen Klage gegen den Kurier eingebracht. In diesem Verfahren hat die eine der beiden Zeuginnen, auf die sich der Kurier immer noch beruft, schriftlich mitgeteilt, Kate Allen überhaupt nicht zu kennen und nichts über eine allfällige Anwesenheit von Kate Allen bei Humanplasma aussagen zu können. Diese schriftliche Aussage wurde dem verantwortlichen Redakteur, Rainer Fleckl, von der Richterin zur Kenntnis gebracht. Die andere vom Kurier im Verfahren aufgebotene Zeugin, die langjährige Krankenschwester bei Humanplasma, Andrea W., konnte sich bei ihrer gerichtlichen Einvernahme im Beisein des Rechtsvertreters des Kuriers nicht erklären, wie der Kurier dazu gekommen ist, sie als Zeugin zu nennen, sie hat nie mit irgend jemandem vom Kurier gesprochen. Nach Vorlage eines Fotos von Kate Allen gab die Zeugin an, die abgebildete Person nicht zu kennen.
Die in diesem Gerichtsverfahren ebenfalls einvernommenen Auskunftspersonen der Staatsanwaltschaft und der Soko Doping gaben an, dass gegen Kate Allen keine Ermittlungen geführt werden.
Es bleibt also absolut unverständlich, wie der Redakteur des Kurier, Reiner Fleckl, nunmehr im Artikel vom 15.11.2009 wiederholt Kate Allen mit der Dopingaffäre bei Humanplasma in Zusammenhang bringen kann und sich dabei auf Zeuginnen beruft, die, wie er genau weiß, genau gegenteilige Aussagen vor Gericht getätigt haben. Der Redakteur hat es auch nicht für notwendig erachtet, ein Mindestmaß an gebotener journalistische Sorgfalt zu beachten und zumindest Kate Allen direkt mit seinen Vorwürfen zu konfrontieren um ihr so Gelegenheit zu geben, die Vorwürfe zu entkräften. Durch diese unseriöse und jeglicher journalistischen Ehre widersprechende Vorgehensweise und die Veröffentlichung unwahrer Behauptungen werden die Ehre und das Ansehen von Kate Allen öffentlich beschmutzt.
Kate Allen hat daher auch aufgrund dieses Artikels ihren Rechtsanwalt Joachim Stock beauftragt, alle rechtlichen Maßnahmen einzuleiten, die notwendig sind, um diese offensichtlich substanzlosen Unterstellungen richtig zu stellen und um ihren guten Ruf zu wahren."
(kb)
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Update vom 4.12.2009
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