
Ironman Arizona, Jordan Rapp und Samantha McGlone machen Sieg für Nordamerika klar.
Tempe (Arizona, USA) - Jordan Rapp (USA) und Samantha McGlone (CAN) haben den Ford Ironman Arizona Tempe Triathlon gewonnen. Die beiden Nordamerikaner mussten für die Titel jeweils neue Bestzeiten aufstellen. Während sich die frühere Ironman 70.3 Weltmeisterin McGlone bis zum Ende des Marathons ein knappes Duell mit der zweitplatzierten US-Amerikanerin Linsey Corbin liefert, um in 9:09:19 Stunden mit 4:27 Minuten Vorsprung ins Ziel einzulaufen, klärte Rapp frühzeitig die Verhältnis auf dem Rad. Seine Siegerzeit betrug 8:13:35 Stunden und beruhigende 6:47 Minuten vor dem US-Boy TJ Tollakson. Die dritten Plätze gingen an Torsten Abel (USA) und Kate Major (AUS).
Rapp schockte nach mäßigem Auftakt über 3,8 km Schwimmen in 50:49 Minuten und Platz 11 die Mitbewerber, als er einen Bikesplit von 4:22:30 Stunden auf den 180 km langen Radkurs hinzauberte, dem nur Tollakson (4:25:28) folgen konnte und dessen letztes Opfer der Tagesschnellste Schwimmer Wolfgang Guembel (CAN) war. Für die beiden führenden US-Amerikaner reichten solide Marathonzeiten von 2:55:45 und 3:01:18 Stunden, um das Podium unter sich aufzuteilen. Spannend machte es Abel, als er sich mit dem zweitschnellsten Marathon der TOP 10 bis auf wenige Sekunden auf den Silberplatz heranschob. Per pedes war an diesem Tag nur
der Brasilianer Santiago Ascenco (02:49:15) für die 42 Kilometer unterwegs.
Aus deutscher Sicht zeigten Clemens Coenen (Lemgo) und Rene Goehler (Saarbrücken) ihr Talent mit den Plätzen 7 und 8 und lächerlichen 5 Sekunden Abstand untereinander. Nachdem Goehler erwartungsgemäß nach dem Schwimmen das deutsche Duelle anführte zog Coenen auf dem Bike davon, musste aber auf dem Marathon bis auf den letzten Metern zittern, um den schneller laufenden Goehler auf Abstand zu halten. Markus Ressler konnte nach Sturzverletzung mit dem 12. Platz als bester Österreicher zurückmelden.
Ebenfalls spannend war der Rennverlauf bei den Frauen, als McGlone mit 4:32 Minuten Rückstand auf die bis dahin Führende Leanda Cave auf den Marathon ging. Pech hatte an diesem Tag nur Corbin, die mit einer Zeitstrafe von 5 Minuten belastet trotz deutlich schnellsten Marathon des Tages nicht mehr bis ganz an die Spitze herankam. Kate Major hielt die Fahne für Australien mit dem Ehrenplatz auf Rang 3 hoch. Beste Deutsche wurde Heidi Jesberger mit Rang 11, obwohl es nach dem Radfahren noch nach einem Platz in den Top Ten ausgesehen hatte. 3:36 Stunden im Marathon kosteten sie aber doch noch 3 Ränge.
(kb)
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