
Israelischer Sieg beim Israman Negev Triathlon in Eilat, Schweizer van Allmen auf dem Podium.
Eilat (ISR) - Gilad Rotem heisst der neue Stern am israelischen Triathlon-Himmel. Nach sehr guten Ergebnissen im letzten Jahr am Ironman in Klagenfurt und dem Gewinn seiner Altersgruppe beim Ironman Hawaii Triathlon in Kona pulverisierte er bei - im Vergleich zu den Vorjahren – massiv einfacheren Bedingungen den alten Streckenrekord um 33 Minuten.
Der ein wenig eigentümliche Streckenverlauf und die klimatischen Verhältnisse machen den Israman zu einem der wohl härtesten Langdistanz-Rennen der Welt. Rotem kam am Besten damit zurecht, übernahm die Führung schon bei der Auftakt-Disziplin und siegte in 9 Stunden 25 Minuten. Ebenfalls noch deutlich unter seinem eigenen alten Streckenrekord blieb der letztjährige Sieger Konrad von Allmen aus der Schweiz. Als Dritter lief der Deutsche Sebastian Hauer noch knapp unter 10 Stunden ein.
Eine unglaubliche Leistung bot auch die schnellste Frau. Die israelische Newcomerin Nina Pakirma lief bei ihrer ersten Langdistanz allen davon und liess mit knapp 10 Stunden 36 Minuten sogar einen Grossteil der Männer hinter sich.
Die 11. Auflage des Israman und Half Israman war gekennzeichnet von einer Verdoppelung der Teilnehmerzahlen. Dabei war ein deutlicher Zuwachs ausländischer Athleten zu verzeichnen. Knapp 30 internationale Wagemutige, darunter auch 6 Deutsche und ein Schweizer, fanden den Weg ans Rote Meer. Die Rückmeldungen waren denn auch durchwegs positiv. Jens Diehlmann und Joachim Häcker zum Beispiel meinten: “Ursprünglich, landschaftlich reizvoll, freundliche Teilnehmer, grosse Kameradschaft, sehr hart, Riesenabenteuer!“ Thomas Opel aus München empfiehlt das Rennen allen, die zurück zu den Wurzeln des Triathlons wollen und er vergleicht die Anforderung des Israman mit einer Mischung zwischen Lanzarote und Embrunman.
Eine weitere Geschichte schrieb der US-Amerikaner Sean Stringer. Bei 23 Ironman-Distanzen stand der Mann aus Chicago innerhalb eines Kalenderjahres bereits am Start. Nur bei zweien konnte er bisher die Ziellinie nicht erreichen (China und Nizza). Leider sollte es bei seinem letzten Renne auch nicht ganz reichen. Das Klima und materialtechnische Probleme zwangen ihn zur Aufgabe. Mit seiner Aktion wollte er einerseits das Unmögliche versuchen, andererseits auf seine Non-Profit-Organisation „onegoodthought.org“ zur Unterstützung von Kindern hinweisen. Trotz des Abbruchs in Eilat konnte er mit seinen 20 Finishs innerhalb eines Kalenderjahres den bisherigen Rekord (14) deutlich überbieten. Mit dem Ironman Malaysia im Februar bliebe ihm noch eine Möglichkeit zur Ausbau der Führung. Dazu habe er jedoch, gemäss eigenen Worten, keine Lust mehr.
Rennleiter Yossi Melman zeigte sich über die Entwicklung seines Rennens hocherfreut. Vor allem im Bereich der Logistik und der Information wurden Verbesserungen erreicht. Die Verdoppelung der Teilnehmerzahl von 200 auf 400 (volle und Halb-Distanz) sei die Belohnung dafür. Die Triathlon-Szene in Israel hat innerhalb eines Jahres, auch dank den Erfolgen von Gilad Rotem, einen enormen Schub erhalten. Die Mitgliederzahlen in den bisherigen und neuen Triathlon-Clubs wachsen stetig und das Leistungsniveau der israelischen Athleten konnte im vergangenen Jahr einen markanten Leistungssprung verzeichnen.
(kva, kb)
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Israman.co.il
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